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"Ich habe die richtige Entscheidung getroffen"

Nkunku lobt Tuchel und verteilt Seitenhieb in Richtung PSG

18.11.2019 10:07
Christopher Nkunku wechselte im Sommer von Paris Saint-Germain zu RB Leipzig
© Christof Koepsel, getty
Christopher Nkunku wechselte im Sommer von Paris Saint-Germain zu RB Leipzig

Seit dieser Saison steht Christopher Nkunku bei RB Leipzig unter Vertrag. Auch wenn es dem Franzosen nicht leichtfiel Paris Saint-Germain zu verlassen, sieht er den Schritt als wegweisende Entscheidung für seine fußballerische Entwicklung an. Beim Team von Trainer Julian Nagelsmann will er jetzt durchstarten, weiß aber auch, dass damit viel Arbeit verbunden ist.

So wie es scheint, bereitet sich Nkunku auf einen längeren Aufenthalt in Leipzig vor. Auch wenn er sprachlich noch Hilfestellung benötigt, wolle der 22-Jährige bei RB "auch ein wenig wie ein Deutscher werden", so Nkunku gegenüber dem "kicker".

Obwohl auch der FC Arsenal im Winter seine Fühler nach dem Mittelfeldspieler ausgestreckt hatte, entschied sich der Franzose für einen Wechsel in die sächsische Metropole und begründete seine Entscheidung nun: "Das Gesamtpaket stimmt hier. Die Struktur, die Philosophie, die sportlichen Ziele, die Möglichkeit, sich als junger Spieler weiterzuentwickeln. Ich habe die richtige Entscheidung getroffen." 

In dieser Hinsicht kann sich Nkunku auch einen kleinen Seitenhieb auf seinen Ex-Klub nicht verkneifen: "Die Bedingungen hier sind einen Tick besser als bei PSG. Hier steht eine Akademie, in der alle Teams auf einer Anlage trainieren. In Paris gibt es auch eine Nachwuchsakademie, aber die ist weit weg vom Trainingszentrum der Profis."

Für seinen damaligen Trainer Thomas Tuchel hat der Franzose, wie auch für RB-Coach Nagelsmann, jedoch nur lobende Worte übrig: "Tuchel ist ein echtes Ass, was den taktischen Bereich angeht. Nagelsmann aber auch. Beide geben einer Mannschaft unheimlich viel, aber sie fordern von einem Spieler auch eine Menge." 

Meisterschaft für Nkunku kein Thema

Das musste Nkunku auch in Leipzig bereits erfahren. Zwar stand er in in dieser Saison in 15 Pflichtspielen auf dem Rasen, fand sich aber nur fünfmal in der Startelf wieder. Ein Aspekt, den der 22-Jährige aber nicht allzu negativ wertet: "Es ist nicht so, dass ich zu RB kommen und einfach sagen kann: Ich muss immer spielen. Ich muss mir meine Spielanteile erkämpfen."

Daher will der junge Franzose vor allem "bei der Tempohärte und in taktischer Hinsicht" zulegen. Im Gegensatz zur Ligue 1 zeigt sich Nkunku vor allem von der Intensität in der höchsten deutschen Spielklasse überrascht: "Was die Zweikämpfe angeht, ist die Bundesliga echt hart." Gleichzeitig ist sich der Youngster bewusst "als junger Spieler noch nicht alles zu können."

Aktuell stehen die Leipziger mit 21 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Für Nkunku dennoch kein Grund allzu früh in Euphorie zu verfallen. Die Entwicklung des Teams stehe im Vordergrund: "Wir sagen nicht, dass der Titel unser Ziel ist, Wir sind eine junge Mannschaft und können auch einiges leisten. Wir sollten in kürzeren Abständen denken und dann sehen wir am Ende, wo wir landen können."

Nkunkus Demut scheint sich bis hierher für ihn ausgezahlt zu haben. Nagelsmann wird den Mittelfeldspieler weiterhin behutsam aufbauen und ihm seine Einsatzzeiten geben. Vielleicht darf dann in Zukunft doch von mehr geträumt haben.

 

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