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Marian Sarr mittlerweile für Carl Zeiss Jena aktiv

Ex-BVB-Talent über Klopp-Ohrfeige: "War ja nett gemeint"

14.11.2019 12:00
Einst beim BVB: Abwehrspieler Marian Sarr
© Alex Grimm, getty
Einst beim BVB: Abwehrspieler Marian Sarr

Jürgen Klopp verhalf Marian Sarr 2013 bei Borussia Dortmund zu seinem Profidebüt - in der Champions League gegen Olympique Marseille. Mittlerweile spielt der Innenverteidiger bei Carl Zeiss Jena in der 3. Liga. Über seinen damaligen Mentor und eine denkwürdige Ohrfeige hat sich das einstige BVB-Talent nun erinnert.

Marian Sarr wurde, ohne vorher je ein Profispiel absolviert zu haben, von Jürgen Klopp aufgrund von Personalproblemen im so wichtigen Gruppenspiel in der Königsklasse in die Startelf beordert. Dortmund musste in Frankreich gewinnen, um das Achtelfinale zu erreichen. 

Klopp, wie auch Michael Zorc, "aber auch jeder aus der Mannschaft haben mir gesagt ich soll es genießen, mein Spiel durchziehen und das Beste daraus machen", so der Verteidiger im Interview mit "Spox" und "goal". Der Plan ging auf: Der BVB gewann mit 2:1, Sarr spielte über die vollen 90 Minuten.

Nach dem Spiel platzte die Freude aus Klopp derart heraus, dass er seinen jungen Schützling ohrfeigte. Sarr im Rückblick: "Es war ja nett gemeint von ihm und mehr ein Klaps auf die Wange."

Das Erlebnis sei für ihn noch heute präsent. Es sei "cool", damit immer noch in Verbindung gebracht zu werden. "Einem Jürgen Klopp kann man so etwas [die Ohrfeige, Anm. d. Red.] ohnehin nicht übel nehmen."

Zwei Eigentore: Sarr sorgt für Schlagzeilen in Jena

Doch der Weg des Abwehrtalents ging nicht weiter steil bergauf, im Gegenteil: "Das ist schon hart und tut weh, wenn man so etwas lesen muss", sagt er über sein zwischenzeitliches Dasein als Oberliga-Kicker. Derzeit steht er mit seinem FC Carl Zeiss Jena abgeschlagen auf dem letzten Platz der 3. Liga.

Das ist für ihn jedoch kein Grund aufzustecken: "Durch diese Phase musste ich jetzt leider gehen. Ich möchte es aber allen Leuten, die mich abgeschrieben haben, noch einmal zeigen."

Auch in der 3. Liga schrieb er Geschichte, wenn auch auf unschöne Art, denn ihm unterliefen beim Debüt für Jena gleich zwei Eigentore innerhalb von nur 13 Minuten. "Es kann nicht wahr sein, dass das jetzt echt passiert ist", so Sarr über das unrühmliche Spiel. Im Nachhinein war es jedoch "schon irgendwie amüsant". 

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