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Wer hat wo die Nase vorn?

Schumacher vs. Hamilton: Legenden im Head-to-Head

14.11.2019 17:53
Die beiden erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten: Michael Schumacher und Lewis Hamilton
© Mark Thompson, getty
Die beiden erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten: Michael Schumacher und Lewis Hamilton

Michael Schumacher und Lewis Hamilton liefern sich spätestens nach dem sechsten WM-Triumph des Briten ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des besten Formel-1-Fahrers aller Zeiten. Aber wie schlagen sich die beiden Ausnahmefahrer im Head-to-Head? Der Vergleich der Zahlen zeigt, wie nah die beiden F1-Legenden wirklich beieinander liegen.

Beim Blick auf die offensichtlichen Zahlen hat Michael Schumacher die Nase im Duell mit Lewis Hamilton immer noch vorn. Die sieben WM-Titel des Kerpeners stehen den sechs Titeln des Briten gegenüber. Auch bei den Grands-Prix-Siegen hat Schumi den Vorteil auf seiner Seite (91:83). Im Qualifying-Duell führt dagegen Hamilton mit 87 Pole Positions (Schumacher: 68).

Noch hinkt der Vergleich der beiden Legenden aber, schließlich hat Hamilton gerade einmal 13 Formel-1-Jahre auf dem Buckel, Schumacher dagegen 19. Wie steht es mit dem Head-to-Head, wenn nur die ersten 13 Formel-1-Jahre von Schumacher in die Wertung einfließen? Auch der Kerpener brauchte jene 13 Jahre, um seine ersten sechs Titel einzufahren.

Die Zahlen im direkten Duell:


  • Weltmeister-Titel: Vorteil Hamilton

Nach 13 Jahren steht es in dieser Kategorie 6:6. Vier Jahre benötigte Schumacher, um seinen ersten Formel-1-Titel einzufahren. Zuvor beendete der Deutsche die WM auf den Plätzen 14 (1991), drei (1992) und vier (1993). Hamilton wurde schon in seiner ersten Saison (2007) auf Anhieb Vize-Weltmeister und verpasste den Titel nur knapp. 2008 setzte sich der Brite dann erstmals die Krone auf. 

Mit einer durchschnittlichen Platzierung in der WM-Gesamtwertung von 2,46 landete Hamilton klar vor Schumacher (3,00). Allerdings profitiert Hamilton hier vor allem von der Saison 1991, als Schumacher überhaupt nur in sechs Rennen an den Start ging. 


  • Rennen: Vorteil Hamilton

In seinen ersten 13 Jahren in der Königsklasse nahm Lewis Hamilton bis jetzt an 248 Rennen teil. Aufgrund des kürzeren Kalenders ging Schumacher in der gleichen Zeitspanne nur in 194 Rennen den Start. 


  • Siegquote: Vorteil Schumacher

Satte 70 Rennen gewann Schumacher zwischen 1991 und 2003. Dabei sind die Siege, die ihm 1997 nachträglich aberkannt wurden, mit in der Wertung. 70 Siege bei 194 Starts sind gleichbedeutend mit einer Siegquote von 36,1 Prozent. Lewis Hamilton hat nach 248 Rennen 83 Erfolge auf dem Konto. Damit kommt der Brite auf eine Siegquote von "nur" 33,5 Prozent.


  • Podestplätze: Vorteil Schumacher

Für Schumacher reichte es bis zum Ende der Saison 2003 zu 122 Podestplätzen. Auf 194 Rennen gerechnet, ergibt sich eine Podestquote von 62,9 Prozent. Lewis Hamilton stand bisher 150 Mal auf dem Podium. Auf seine 248 Starts gerechnet, ergibt sich eine Podestquote von 60,5 Prozent.


  • Pole Positions: Vorteil Hamilton

Lewis Hamiton ist der uneingeschränkte Qualifiying-König der Formel 1. Mit 87 Pole Positions hat der Brite hier klar die Nase vorn. Michael Schumacher hatte nach seinem 13. F1-Jahr 56 Poles auf dem Konto. Hamilton eroberte den ersten Startplatz in 35,1 Prozent aller Rennen, an denen er teilnahm. Schumacher kommt dagegen in seinen ersten 13 Jahren "nur" auf eine Polequote von 28,8 Prozent

Der quotentechnisch beste Qualifier aller Zeiten unter den Fahrern mit mindestens 100 Starts ist übrigens Ayrton Senna. Der Brasilianer stand in 65 von 162 Rennen auf Startplatz eins (Polequote 40 Prozent).


  • Schnellste Runden: Vorteil Schumacher

So stark Lewis Hamilton im Qualifying auch ist, den Kampf um die meisten schnellsten Rennrunden entscheidet Michael Schumacher für sich. Bis Ende 2003 drehte der Kerpener 56 Mal die schnellste Rennrunde (28,8 Prozent). Hamilton steht dagegen bei "nur" 46 schnellsten Rennrunden (18,5 Prozent). 

Was die Gesamtzahl Führungsrunden angeht, hat wiederum Hamilton den Vorteil auf seiner Seite. Der Brite fuhr bisher 4425 Mal als Führender über Start-Ziel, Schumacher gelang dieses Kunststück bis zur Saison 2003 "nur" 3974 Mal. 


  • Fazit

Michael Schumacher und Lewis Hamilton duellieren sich nicht umsonst um den Titel des größten Fahrers aller Zeiten. Beide sind Jahrhundert-Piloten, die ihre Ära dominierten bzw. immer noch dominieren. Die nackten Zahlen sprechen in dem Kopf-an-Kopf-Rennen noch für Michael Schumacher. Doch schon bald könnte Lewis Hamilton auch was die Zahl der Siege und WM-Titel angeht gleich- bzw. sogar am Kerpener vorbeiziehen. 

Ob ein siebter WM-Titel des Briten einige Schumacher-Fans umstimmen würde, darf bezweifelt werden. Genauso wenig wird das Hamilton-Lager von seiner Meinung abrücken, sollte der 34-Jährige den siebten Titel verpassen. Die Frage nach dem "GOAT", so viel steht zumindest fest, wird demnach nie zur Zufriedenheit aller beantwortet werden.

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