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Alle O-Töne zum 11. Spieltag

Stimmen: "Er hat mich über den Haufen gerannt!"

10.11.2019 21:02
Für Marco Rose und Gladbach läuft es nach Maß
© Michael Kienzler, getty
Für Marco Rose und Gladbach läuft es nach Maß

Während der FC Schalke 04 damit haderte, dass man gleich drei Führung verspielte, war Steffen Baumgart vom SC Paderborn gar nicht gut auf den Schiedsrichter zu sprechen. Auch BVB-Trainer Lucien Favre war mehr als bedient. Am Sonntag freute sich Gladbach-Coach Marco Rose über den Platz an der Sonne und Christian Streich äußerte sich zum Aufreger mit David Abraham. Die Stimmen zum 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga:

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Abraham ist ein emotionaler Spieler, er wollte halt zum Ball und das Spiel schnellmachen. Dann hat er mich über den Haufen gerannt. Ich wollte ihm nicht den Ball holen, weil er mit einer extremen Geschwindigkeit ankam. Jetzt muss man aber wieder runterkommen."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Zum Schluss ist es etwas hektisch geworden, Fußball lebt auch von Emotionen. Auch bei den Trainern gehört es dazu. Wir haben in Unterzahl alles in die Waagschale geworfen und hätten einen Punkt verdient."

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Diese Niederlage hatten wir nicht verdient, es war ein Auftritt, der mich für die kommenden Wochen optimistisch stimmt. Die Talsohle ist durchschritten, ein Aufwärtstrend erkennbar. Anders als in der Europa League gegen Gent sind die Köpfe diesmal nach dem Rückstand nicht nach unten gegangen."

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Das war das gute Ende einer Superwoche! Das Spiel hatte wenig mit Fußball zu tun, aber ich bin trotzdem stolz auf meine Mannschaft. Die Spieler haben eine großartige Mentalität gezeigt."

Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Es war insgesamt ein sehr rassiges Spiel, es ging hoch und runter. Die letzte Woche war insgesamt wirklich großartig mit den drei Siegen. Jetzt können wir ein bisschen durchatmen. Ich weiß, dass das Drumherum spannend ist, aber wir versuchen, uns nichts reinsingen zu lassen."

Yann Sommer (Torhüter Borussia Mönchengladbach) ... zum Spiel: "Schöner Sieg. Es war wichtig, mit einem positiven Gefühl in die Pause zu gehen. Ich freue mich riesig."

... zum Tabellenplatz: "Wir spielen jedes Wochenende, um diesen Platz zu behalten. Wir wollen in jedem Spiel drei Punkte holen. Die Situation ist positiv, aber die Saison ist noch sehr lange. Jetzt genießen wir das und nach der Pause geht es weiter."

Patrick Herrmann (Doppeltorschütze Borussia Mönchengladbach) ... zur Halbzeitansprache: "Marco Rose hat gesagt, dass wir trotzdem noch einiges besser machen müssen. Wir haben in der ersten Halbzeit zwei, drei sehr gute Chancen für Bremen zugelassen und das mussten wir in der zweiten Halbzeit abstellen."

Tony Jantschke (Borussia Mönchengladbach) ... zum zurückgenommenen Tor vom SV Werder Bremen (in der Halbzeitpause): "Er trifft ihn an der Wade. Dann muss man das Tor zurücknehmen. Dafür ist der Videoassistent da."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Ich habe ein bisschen das Gefühl, bei 'Täglich grüßt das Murmeltier' zu sein. Ich weiß nicht, ob die bessere Mannschaft heute gewonnen hat. Definitiv hat die effektivere Mannschaft gewonnen. Wir haben immer weiter gespielt, aber die Tore nicht gemacht. Wir sollten schleunigst anfangen zu punkten."

... zum Spiel: "Ich glaube, wir haben aus dem Spiel heraus die deutlich besseren Torchancen als Gladbach, machen sie aber nicht. Und wir kriegen aus dem Nichts Gegentore. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir hergespielt wurden. Es ist wieder ein Standard, dann ist es ein Kettenverhalten beim zweiten Gegentor und beim dritten Gegentor verteidigen wir viel zu passiv. Wir sind bei unseren Chancen dann nicht so konsequent. Deshalb ist Gladbach Erster und wir 14. mit elf Punkten. Einen Qualitätsunterschied im Spiel selber habe ich sonst nicht wirklich gesehen, nur in diesen Momenten."

... zur Frage, was nun getan wird, um Selbstvertrauen aufzubauen: "Viel reden. Es sind natürlich viele Umstände, die momentan zusammenkommen, ohne, dass ich da klagen will. Ich habe mich richtig über das 3:1 gefreut, weil es trotzdem zeigt, dass wir weitermachen. Wir haben null Verunsicherung in uns. Das sieht man auch im Spiel. Wir spielen mutige Sachen, wir verteidigen auch mutig. Nichtsdestotrotz muss man auch sagen, dass die Defensivtaktik heute auch stark darauf ausgelegt war, mit Toprak einen Spieler im Zentrum zu haben, der mit sehr viel Geschwindigkeit die Querverschiebungsbälle noch abfängt, weil wir sehr mutig durchschieben wollten. Langkamp hat ein tolles Spiel gemacht, aber die Verletzung von Toprak passiert zehn Minuten vor dem Anpfiff und dann willst du natürlich auch nicht mehr alles umwerfen. Ich bin trotzdem stolz darauf, wie die Jungs dann weitergespielt haben und das muss und wird sich auf Dauer in Punkte ummünzen."

... zur Verletzung von Ömer Toprak kurz vor dem Anpfiff: "Hektisch war es nicht in der Kabine. Du erklärst dann die Standards. Du kannst ja nicht die ganze Woche auf ein Spiel hinarbeiten und dann verletzt sich zehn Minuten vor dem Spiel ein Spieler und dann wirfst du alles über den Haufen. Das ist auch nicht so sinnvoll."

Davy Klaassen (SV Werder Bremen) .. zum Spiel: "Wir geben in der ersten Halbzeit zwei Tore zu einfach weg. Dann haben wir ein paar Chancen, um zurückzukommen, aber die verschießen wir. Beim 3:0 ist es eigentlich vorbei."

... zum zurückgenommenen Tor vom SV Werder Bremen: "Ja, da kann ich nicht sauer drüber sein, dass er ein Foul gibt."

... zur Zuversicht für die nächsten Wochen: "Wenn du kein Vertrauen als Mannschaft hast, wird es schwer. Wir haben immer noch Vertrauen. Aber wir wissen auch, dass wir jetzt punkten müssen."

Maximilian Eggestein (SV Werder Bremen) ... zum Spiel: "Ich finde, wir haben es trotzdem nicht schlecht gemacht, um ehrlich zu sein. Wir haben einfach unsere Tore nicht gemacht und Gladbach hat das eiskalt ausgenutzt."

... zur Frage, ob sich Bremen selbst geschlagen hat: "Wir müssen die Dinger auch vorne machen. Da trägt kein einzelner die Schuld. Insgesamt sind es im Moment viele Dinge, die wir besser machen müssen."

Bayern München - Borussia Dortmund

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) ...

... zum Spiel: "Es hat sich am Mittwoch schon angedeutet, dass die Mannschaft die Initiative ergreifen will. Wir waren von der ersten Minute an aggressiv und haben heute auch gezeigt, welchen Fußball wir nach vorne zelebrieren können."

... zu Veränderungen gegenüber dem 1:5 in Frankfurt: "Die Vergangenheit zählt für mich nicht. Ich hatte mit diesen zwei Spielen eine Aufgabe im hier und jetzt. Mein ganzes Team drum herum hat sensationell gearbeitet, auch wenn es nicht so einfach war, weil man in der Kürze der Zeit nicht viele Inhalte ins Training bringen kann. Die Mannschaft wusste, dass sie in der Pflicht ist und hat das sehr gut umgesetzt."

... zum Kräftemessen mit Dortmund: "Jeder in Deutschland hat diesem Duell entgegen gefiebert. Klar ist Taktik dabei, aber man muss von der ersten Minute an zeigen, wer dieses Spiel gewinnen wird und das hat die Mannschaft super umgesetzt."

... zu Robert Lewandowski: "Es ist seine Entscheidung, wann er sich operieren lässt. Ich glaube, er hat so einen Lauf, dass ich es mir an seiner Stelle auch überlegen würde. Für mich ist er der weltbeste Stürmer. Es ist Wahnsinn, was er für uns leistet. Da steckt aber auch eine Menge harte Arbeit dahinter, da ist er ein absolutes Vorbild. Er hat keine akuten Schmerzen in der Leiste."

... zu seiner Weiterbeschäftigung als Trainer: "Es geht nicht um meine Person, sondern die schwierige Situation im Verein. Es hat mich geehrt für diese beiden Spiele das Vertrauen zu bekommen. Aber mehr ist da noch nicht abgesprochen. Es war ein Ereignis, dass ich so auch nicht unbedingt wollte. Ich bin eigentlich nur als Co-Trainer zurückgekommen, weil ich die tägliche Arbeit auf dem Platz vermisst habe. Es gibt keine Absprache, wie es weitergeht. Ich genieße heute Abend eine schöne Flasche Rotwein mit der Familie, dann bin ich zufrieden."

Thomas Müller (FC Bayern München) ...

... zum Spiel: "Kompliment an die Mannschaft! Das was Hansi uns in den letzten Tagen einschleifen wollte, haben wir sehr gut umgesetzt. Wir waren von Anfang an mutig, haben mit den Außenverteidigern gut vorgepresst. Es war unter der Woche von Männerfußball die Rede, das spornt einen schon an. Die Debatte war ganz nett. Das ist auch der Grund, warum wir siebenmal in Folge Deutscher Meister geworden sind. Es ist immer wieder herrlich, wenn Borussia Dortmund hierher kommt und wir dann so auftreten."

... zur Mentalität: "Das ist keine Mentalitätsfrage. Es ist eine Frage, welche Art von Fußball bin ich bereit zu spielen, gerade auch die technisch versierten Spieler, die beide Teams in ihren Reihen haben. Wir waren da und in den Zweikämpfen. Wir haben von der ersten Sekunde an klargemacht, dass wir dieses Spiel gewinnen wollten. Gerade in der zweiten Halbzeit macht es dann großen Spaß, sich in jeden Ball reinzuwerfen."

... zur Wirkung des Trainerwechsels: "Heute war es natürlich ein fulminantes Spiel, auch die Partie gegen Piräus hat mir schon gut gefallen. Das Spiel in Frankfurt kann man nicht wirklich als Vergleich hernehmen, weil wir nach sieben Minuten eine Rote Karte kassiert haben. Zu krass würde ich den Vergleich deshalb nicht machen. Auf jeden Fall waren die Spieler durch den Trainerwechsel noch mehr gefordert, weil die Alibis weg waren."

Uli Hoeneß (Präsident FC Bayern München) ...

... zu seinem letzten Spiel als Bayern-Präsident: "So einen Auftritt habe ich bei der Mannschaft bestellt und sie hat ihn geliefert. Spaß beiseite. Das war ein wunderschöner Abschluss. Der Terminkalender hätte es nicht besser meinen können. Das war von der ersten bis zur 90. Minute eine Demonstration unserer Mannschaft. Bis auf eine kleine Torchance hat Dortmund nicht einmal einen Torschuss zustande gebracht. Unsere Mannschaft hat von der ersten Minute an gekämpft, ist gelaufen, hat sich Torchancen erarbeitet. Ich muss mich bei ihnen bedanken. Dieses Spiel wird mir ewig in Erinnerung bleiben."

... zu den Auswirkungen des Trainerwechsels: "Die Köpfe waren wieder frei. Die Spieler wussten schon, dass sie nach dem Abgang von Niko Kovac liefern mussten.

... zu einer Weiterbeschäftigung von Hansi Flick: "Bis jetzt ist in dieser Sache mit ruhiger Hand gearbeitet worden. Es wäre klug, in den nächsten 14 Tagen in aller Ruhe erst im Klub einig zu werden, wie es weitergeht. Hansi Flick spielt in den Überlegungen sicher auch eine Rolle. Der Klub hat noch keine festgelegte Meinung zu diesem Thema."

... zu seinem Abschied: "Auf die Abschiedswochen konnte ich mich nicht vorbereiten. Ich war dafür noch zu sehr involviert.

... zum Abschied von Niko Kovac: "Mir ging es auch darum, Niko Kovac einen vernünftigen Abschied zu bereiten. Bei mir gehen die Trainer fast immer als Freunde. Niko ist auch ein Stück weit erleichtert, so leicht ging es an ihm auch nicht vorbei."

... zu seinem Werk bei Bayern: "Ich habe den Verein als kleinen Fußballklub übernommen und übergebe jetzt einen Weltklub. Da habe ich schon meinen Beitrag geleistet. Trotz des riesigen Geldbedarfs soll dieser Verein auch weiter menschlich bleiben. Wenn sie den Trainerwechsel analysieren, werden sie merken, dass das genau so und zwar Bayern-Like war. In diesem Verein ist der Mensch im Mittelpunkt, nicht unbedingt der Erfolg."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Bayern war viel besser als wir. Tempo, Ballannahme, Technik, Pässe, Bewegung - in all diesen Belangen waren wir nicht gut. Viele Spieler waren nicht da. Wir waren nicht ängstlich, sie waren besser. Sie waren sehr gut im Ballbesitz und wir haben sehr viele Bälle verloren, das war der Unterschied. Es war wirklich sehr schwach von uns. Wir haben viel zu tun."

... zum von Michael Zorc geforderten Männerfußball: "In den Zweikämpfen hatten wir viel Mühe. Das hat zu tun mit Männerfußball aber auch mit Technik und Bewegung."

... zur Auswechslung von Jadon Sancho: "Er hat gestern nur einmal trainiert. Man hat gesehen, dass es schwer für ihn war. Er war nicht verletzt."

... zur Herangehensweise an die Partie (vor dem Spiel): "Wir müssen eine Topleistung bringen um etwas mitzunehmen. Bayern hat eine sehr gute Mannschaft. Wir haben Respekt, aber keine Angst. Wir müssen sehr clever angreifen und verteidigen."

Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund) ...

... zu den Duellen in München (vor dem Spiel): "Die letzten drei Bundesligaspiele haben wir dort ordentlich auf die Nuss gekriegt. Aber die Mannschaft wird jetzt nicht noch einmal so naiv sein und muss einfach bereit sein. Ich habe das Gefühl, dass sie auch bereit ist."

... zu Hummels (vor dem Spiel): "Einer der besten Bayernspieler spielt auch mittlerweile auf der anderen Seite. Das ist auch nicht so schlecht."

... zur Meisterschaft (vor dem Spiel): "Es wäre einfach cool wieder einmal Deutscher Meister zu werden. Es wird auch nicht mehr allzu lange dauern, bis der BVB wieder deutscher Meister wird. Da bin ich mir sicher. Wenn du in der Vorsaison 21 Spieltage Tabellenführer warst, musst du die Meisterschaft als Ziel ausgeben."

... zu Favre (vor dem Spiel): "Lucien hat registriert, dass er - auch wenn es wie in den letzten Wochen schwer wird - hier sehr viel Vertrauen genießt. Er hat für sich wohl auch entschieden, dass die Mannschaft einen Trainer braucht, der auch einmal ein Zeichen setzt."

Mats Hummels (Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir waren als Mannschaft einfach klar das schwächere Team. Wir hatten eine gute Anfangsviertelstunde und ein paar gute Minuten nach den Einwechslungen von Marco und Paco. Das war es dann auch. Wir waren nicht mutig genug weder mit noch ohne den Ball. Wir waren einfach nicht gut genug."

... zu seinem Gefühl vor dem Spiel: "Ich dachte, dass wir den Schwung der letzten drei Spiele mitnehmen könnten und mutiger auftreten. Wir haben aber viele Zweikämpfe verloren, in denen wir nicht hart genug waren."

... zu seinem Eigentor: "Das Eigentor hat zu dem Spiel gepasst. Ich fand es - weil das Spiel ja schon entschieden war - fast schon tragik-komisch und musste schmunzeln, dass ich an alter Wirkungsstätte auch noch einen ins eigene Netz reinhaue."

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...

... zu seiner Forderung nach Männerfußball: "Das war heute ehrlicherweise überhaupt kein Fußball. Ich bin konsterniert. Bayern München war in allen Belangen überlangen. Nach einer ordentlichen Viertelstunde hat Bayern komplett das Kommando übernommen. Wir haben alles vermissen lassen. Bayern hat auch in der Höhe verdient gewonnen. Wir hatten uns viel vorgenommen für dieses Spiel und dann eine Nicht-Leistung geboten. Wir sind einfach enttäuscht. Wir haben es den Bayern viel zu einfach gemacht."

Joachim Löw (Bundestrainer) ...

... zu seinem früheren Co-Trainer Hansi Flick: "Er hat die sportliche Kompetenz und die emotionale Qualität mit den Spielern bei Bayern umzugehen. Ich traue ihm die Aufgabe auf jeden Fall zu."

SC Paderborn - FC Augsburg

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn) ... zum Spiel: "Wir hatten in der Anfangsphase bessere Möglichkeiten, haben dann das Spiel aber etwas aus der Hand gegeben. Wir kriegen dann einen fragwürdigen Freistoßgegentreffer, wo einer in der Mauer steht, obwohl er es nicht darf. Dafür hast du einen Videoschiedsrichter. Es ist schwierig für mich, dass es nicht einmal überprüft wird."

... zu Augsburger Spielern in der Paderborner Mauer beim Siegtor: "Für mich ist es eine Frechheit. Wenn der Schiedsrichter gerade woanders hinguckt, kann ich das akzeptieren. Aber damit solche Situationen überprüft werden, haben wir den Videoassistenten eingeführt. Der hat eine Minute länger Zeit sich das anzugucken. Das nicht zu tun und dann so einen Scheiß zu erklären. Jetzt muss ich vorsichtig sein, was ich sage.

Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg): "Es sind zwei Umschaltteams aufeinandergetroffen. Beide haben die Situationen nicht gut ausgespielt, daher ging es auf die Standardebene. Dort waren wir das genauere Team. Nach dem verschossenen Elfmeter sind wir richtig aufgewacht. Manchmal wird das Spiel über Standards entschieden. Wir haben einen sehr, sehr schweren Stand gehabt. Solche Spiele wie heute geben Selbstbewusstsein. Jetzt gehen wir weiter."

Marco Fritz (Schiedsrichter) ... zu Augsburger Spielern in der Paderborner Mauer beim Siegtor: "Es sind für mich eigentlich zwei Mauern. Zwei Spieler stehen versetzt hinter der Hauptmauer. Dort dürfen sich die Augsburger Spieler aufhalten, weil die Regel erst ab drei Spielern gilt. Diese Entscheidung muss von mir auf dem Platz getroffen werden, da darf der Videoassistent nicht eingreifen."

Schalke 04 - Fortuna Düsseldorf

David Wagner (Trainer Schalke 04): "Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, müssen in der zweiten Halbzeit das 2:0 machen. Meine Jungs haben nach dem Ausgleich immer sehr gut reagiert - Düsseldorf dann aber auch. Wir ärgern uns nun ein bisschen über das Resultat."

Alexander Nübel (Kapitän und Torwart FC Schalke 04) ... zum Spiel: "Ich habe leider nicht viel zu tun bekommen und musste trotzdem drei Gegentore schlucken. Das war nicht schön. Du schießt drei Tore und spielst am Ende 3:3. Das muss zuhause nicht sein."

... zu den Ausfällen in der Innenverteidigung: "Klar spielen Ausfälle immer eine Rolle. Ozan Kabak und Weston McKennie machen es trotzdem gut und so kompensieren wir das. Ich habe Weston zwischendurch mal ein paar grundsätzliche Dinge mitgeteilt."

Suat Serdar (Torschütze FC Schalke 04) ... zum Spiel: "Wir haben aus Fehlern von uns drei einfache Gegentore bekommen. Wir müssen in den letzten 15, 20 Minuten konsequenter sein und so ein Spiel zuhause runterspielen. "

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Das war ein hochinteressantes Spiel, ganz, ganz großes Kompliment an meine Mannschaft. Dreimal zurückzukommen, spricht für sehr, sehr viel Mentalität. Deshalb ist dieser Punkt auch verdient. Wir haben nie aufgesteckt."

Rouwen Hennings (Dreifachtorschütze Fortuna Düsseldorf) ... zu seinem Dreierpack: "Es ist überragend. Drei Tore in der Bundesliga zu erzielen, passiert nicht alle Tage. Dann haben wir auch noch etwas mitgenommen. In der 2. Liga habe ich schon einmal 3 Tore in einem Spiel gemacht."

... zum Ausgleich zum 3:3: "Der Pass von Kaan Ayhan war überragend. Wir kennen sein feines Füßchen. Ich komme dann mit dem langen Bein noch dran und bin froh, dass er reingegangen ist."

... zu seinem persönlichen Tore-Ziel: "Ich setze mir keine Marke. Ich versuche einfach so weiterzumachen und den Lauf fortzusetzen."
... zum anstehenden Duell mit den Bayern: "Wir versuchen auch gegen die Bayern etwas mitzunehmen und werden auch in zwei Wochen alles reinwerfen."

FSV Mainz 05 - Union Berlin

Sandro Schwarz (FSV Mainz 05): "Wir sind nicht gut in die Partie gekommen. Das Genick haben uns die beiden Gegentore nach Standards vor und nach der Pause gebrochen. Dann war der Stecker raus."

Daniel Brosinski (Eigentorschütze FSV Mainz 05) ... zum Spiel: "Wir brauchen nicht drum herumreden. Das war totales Versagen von allen auf dem Platz. Am Ende bringt es auch nichts, wenn du noch zwei Tore schießt. Da war das Spiel längst gegessen. Da muss sich jeder selbst hinterfragen, ob er alles auf den Platz gebracht hat."

Rouven Schröder (Sportvorstand FSV Mainz 05) ... zur Trainerfrage: "Ich muss jetzt nicht jede Woche ein Plädoyer halten. Ich habe Woche für Woche meine Statements abgegeben. Wir sind natürlich enttäuscht, weil wir heute unbedingt punkten wollten. Wir werden das Spiel selbstkritisch besprechen. Sandro Schwarz ist unser Trainer und wir werden uns gemeinsam mit ihm kritisch hinterfragen. Es ist ganz normal, dass wir kritisch mit uns sein müssen."
 

Urs Fischer (Union Berlin): "60 Minuten haben wir alles richtig gemacht. Wir lagen verdient in Führung. Dann haben wir aber 30 Minuten nichts mehr von dem gezeigt, was wir zuvor gut gemacht haben. Wir haben glücklich gewonnen, der Ausgleich lag in der Luft."

Hertha BSC - RB Leipzig

Ante Covic (Trainer Hertha BSC) ... zum Spiel: "Der Elfmeter war aus meiner Sicht der Knackpunkt. Wir sind gut und mutig ins Spiel reingekommen. Die Mannschaft hat viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Da wurden wir durch so eine Entscheidung gebremst, für die ich kein Verständnis habe."

... zu einem möglichen Elfmeter nach Foul an Stark: "Unfassbar wo der Ellbogen des Gegners hingeht. Ich habe zehn Spieltage nichts über die Schiedsrichter gesagt. Die Hand hat dort nichts zu suchen. Der Junge hat aller Voraussicht nach das Nasenbein gebrochen. Ich finde es nicht in Ordnung, dass der Schiedsrichter sich das nicht einmal anschaut. Die Fehler gegen uns häufen sich in letzter Zeit, ohne jetzt Ausreden suchen zu wollen. Mir fällt es schwer jetzt noch mit dem Schiedsrichter zu reden. Ich habe das Gefühl, dass es nicht erwidert wird. Ich hätte mir als Mensch gewünscht, dass er sich hinstellt und zugibt, dass er einen Fehler gemacht hat, aber da renne ich glaube ich keine offenen Türen ein."

... zu Erkenntnissen des Spiels: "Wir sind in der Lage uns auch gegen einen solchen Gegner Chancen zu erarbeiten, nur müssen wir uns auch belohnen. Das Spiel läuft natürlich auch anders, wenn du mit 1:0-Führung statt 1:2-Rückstand in die Kabine gehst. Natürlich ist Leipzig ein harter Brocken, aber aus der Leistung können wir auch für vermeintlich machbare Aufgaben viel mitnehmen."

Julian Nagelsmann (RB Leipzig): "Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben. Wir hatten Hertha nicht so tief erwartet, doch beim Blick auf die Aufstellung roch es stark nach drei Konterstürmern. Wir sind durch ein schönes Tor in Rückstand geraten. Nach der Führung für uns kurz vor der Pause war klar, dass Hertha mehr Druck machen würde. Wir haben umgestellt auf Fünferkette und hatten wieder mehr Kontrolle im Spiel."

Timo Werner (Doppeltorschütze RB Leipzig) ... zum Spiel: "Wir hatten in der zweiten Halbzeit noch zehn, 15 gute Minuten. Danach hatten wir auch etwas Glück, aber haben gottseidank gewonnen."

... zum Schiedsrichter: "Vielleicht hatten wir das Glück heute auf unserer Seite."

Konrad Laimer (RB Leipzig) ... zu einem möglichen Elfmeter nach Foul an Stark: "Ich habe es selber gemerkt, mein Arm hat danach richtig wehgetan. Ich wollte einfach nur zum Kopfball hochspringen und spüre ihn hinter mir auf einmal an meinem Ellbogen. Ich berühre ihn natürlich am Kopf. Wenn ich Pech habe, kann man das pfeifen. Aber heute hatten wir das Glück, dass die 50-50-Entscheidungen auf unserer Seite waren. Dass der Ball auch noch an meiner Hand war, habe ich gar nicht gespürt."

1. FC Köln - TSG Hoffenheim

Achim Beierlorzer (Trainer 1. FC Köln): "Wir haben ein gutes Spiel gespielt. Das war ein Abnutzungskampf, jeder wollte bis zum Ende den Sieg. Am Ende ist das schon etwas Bitteres, was da mit uns passiert, auch mit dem Videobeweis. Die Summe dessen, was wir da erdulden und erleiden müssen, ist schon groß. Ob ich bleiben kann, kann ich nicht beeinflussen."

Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim): "Am Ende war das schon etwas glücklich. Wenn du so spät noch ein Tor machst, kann man das nicht anders sagen. Wir schauen nicht nach oben oder unten, sondern nur auf unsere Leistung."

 

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