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Niederlage im "Endspiel" für Achim Beierlorzer

Land unter am Rhein! Köln kassiert Last-Minute-K.o.

08.11.2019 22:27
In einer umkämpften Partie ging der 1. FC Köln erneut leer aus
© Jörg Schüler, getty
In einer umkämpften Partie ging der 1. FC Köln erneut leer aus

Trainer Achim Beierlorzer hat auch sein "Endspiel" mit dem 1. FC Köln auf tragische Weise verloren und steht beim Aufsteiger vor dem Aus.

Gegen die Rekordjäger von der TSG Hoffenheim unterlag der FC am Freitag durch einen Last-Minute-Elfmeter von Jürgen Locadia (90.+8) trotz guter Leistung mit 1:2 (1:0), kassierte die achte Saisonniederlage - und Beierlorzers 131. Tag im Amt dürfte einer seiner letzten gewesen sein.

Jhon Córdoba (34.) hatte mit seinem ersten Bundesliga-Tor für Köln die verdiente Führung erzielt. Joker Sargis Adamyan (48.) glich jedoch für die Gäste aus, und Locadia sorgte in der Nachspielzeit für den wettbewerbsübergreifend sechsten TSG-Sieg in Serie - das ist ein neuer Klubrekord. Hoffenheim sprang damit von Rang neun vorerst auf Platz zwei der Tabelle.

"Wir haben ein gutes Spiel gespielt. Das war ein Abnutzungskampf, jeder wollte bis zum Ende den Sieg. Am Ende ist das schon etwas Bitteres, was da mit uns passiert, auch mit dem Videobeweis. Die Summe dessen, was wir da erdulden und erleiden müssen, ist schon groß. Ob ich bleiben kann, kann ich nicht beeinflussen", sagte Beierlorzer nach dem Schlusspfiff.

Köln rennt vergeblich an

Schon nach der Derby-Pleite in Düsseldorf am vergangenen Wochenende hatte es Spekulationen um eine sofortige Entlassung gegeben, dann wandte sich die Klubführung mit einer ungewöhnlichen Mitteilung an die Öffentlichkeit: In der Hoffnung auf die Wende gegen Hoffenheim bekam Beierlorzer eine Gnadenfrist - allerdings verbunden mit einem klaren Hinweis: "Dass es im Fußball am Ende auf Ergebnisse ankommt, ist jedem klar."

Beierlorzer forderte daher einen Tunnelblick von seinen Profis. "Die letzte Woche müssen wir abschütteln", sagte er, "wir müssen uns noch mehr abschotten von all den Dingen, die rund um den Verein passieren."

Und vor 49.100 Zuschauern wirkte seine Mannschaft in den ersten Minuten nicht eingeschüchtert, der FC bestimmte das Spiel mit dem Fußball, den Beierlorzer in Köln stets etablieren wollte: Hoffenheim wurde früh angelaufen und kam nicht zur Entfaltung.

Köln kam dennoch nicht zu echten Abschlüssen, Hoffenheim indes tat selbst wenig fürs Spiel, verließ sich wohl auf die Durchlässigkeit der Kölner Defensive - und war damit zunächst auch gut unterwegs: Pavel Kaderabek (20.) und Sebastian Rudy (28.) scheiterten jeweils aussichtsreich.

Knockout im Spiel auf Augenhöhe

Köln war bis dahin dennoch die bessere Mannschaft und vor allem kämpferisch überlegen, Córdobas Treffer war verdient: Kingsley Ehizibue und Louis Schaub setzten sich über rechts durch, der Kolumbianer traf aus zentraler Position von der Strafraumkante.

Nach der Pause war die Kölner Entschlossenheit zunächst aber wie weggeblasen. Wie zuletzt so häufig nahmen zahlreiche unnötige Fehler die Sicherheit, Adamyans Treffer ging ein eklatanter Fehlpass im Spielaufbau voraus. Die Hoffenheimer Überlegenheit ebbte nun wieder ab, von jetzt an war es ein Spiel auf Augenhöhe. Dann ereilte den 1. FC Köln der späte Knockout.

 

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