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"Über den Tellerrand hinausschauen"

Löw lässt Hintertür für Hummels-Comeback offen

08.11.2019 17:30
Jogi Löw schließt ein Comeback von Mats Hummels nicht aus
© Alexander Hassenstein, getty
Jogi Löw schließt ein Comeback von Mats Hummels nicht aus

Joachim Löw hat für die letzten beiden Länderspiele des Jahres auf eine Nominierung von Mats Hummels verzichtet. Grundsätzlich schließt der Bundestrainer eine Rückkehr des von ihm im März aussortierten Innenverteidigers von Borussia Dortmund in die Fußball-Nationalmannschaft im EM-Jahr 2020 aber offenbar nicht mehr aus.

"Wir haben die Qualifikation, wir haben die letzten beiden Spiele, wir wollen uns qualifizieren", sagte Löw in einem Video-Interview des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag. "Dann werden wir uns selbstverständlich zusammensetzen im Trainerteam, werden über den Tellerrand hinausschauen", sagte Löw.

Dann werde man sich auch "überlegen, was ist das Beste für die Mannschaft", fügte der 59-Jährige an, ohne den Namen Hummels oder eines anderen Spielers zu nennen.

Löw will "schlagkräftige Mannschaft bei der EM"

Löw hatte Hummels sowie dessen damalige Münchner Kollegen Thomas Müller und Jérôme Boateng im März aus dem DFB-Team aussortiert. Nach der Verletzung von Niklas Süle war über ein Comeback von Hummels diskutiert worden. Löw hatte zuletzt betont, dies sei derzeit "kein Thema".

Nun stellte der Bundestrainer fest: "Das große Ziel heißt, eine schlagkräftige Mannschaft bei der EM eben dort auf den Platz schicken zu können. Und das muss man sehen, in welcher Konstellation, können wir heute noch nicht abschließend beurteilen und sagen."

Löw verteidigt Neuaufbau

Löw verteidigte gleichzeitig erneut seinen Erneuerungskurs. "Im März haben wir die klare Entscheidung getroffen, diesen Weg zu gehen und wir haben auch Rückschritte mal einkalkuliert, und wir haben gesagt, wenn junge Spieler dieses Vertrauen brauchen und Spiele brauchen, dann werden wir ihnen Spiele geben und Fehler zugestehen", sagte Löw.

Die Nationalmannschaft trifft am 16. November auf Weißrussland und drei Tage später zum Abschluss der EM-Qualifikation auf Nordirland.

 

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