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Chefjustiziar fordert "plausible Erklärung"

BVB droht Nachspiel wegen Yarmolenko-Transfer

06.11.2019 19:18
Ging beim BVB-Transfer von Yarmolenko alles mit rechten Dingen zu?
© Christof Koepsel, getty
Ging beim BVB-Transfer von Yarmolenko alles mit rechten Dingen zu?

Bei Borussia Dortmund läuten die Alarmglocken: Die Verpflichtung von Andriy Yarmolenko von Dynamo Kiew im Sommer 2017 hat für den BVB ein Nachspiel.

Eine Fußballschule aus der Ukraine hat beim Weltverband FIFA ein Verfahren gegen den BVB erwirkt, da nach eigenen Angaben der Anspruch auf 301.578,95 Euro aus einem Solidaritätstopf für die Jugend- und Ausbildungsklubs des ukrainischen Nationalspielers bestehe. Das berichtet der "kicker".

Yarmolenko, der inzwischen bei West Ham United unter Vertrag steht, hatte von 1996 bis 2003 und von 2004 bis 2006 bei der "Specialised Childhood-Youth School of Football Olympic Reserve Junist" gespielt. Verschiedene Online-Plattformen in der Ukraine hatten zuerst über das Thema berichtet.

Beim BVB ist man sich keiner Schuld bewusst. Recherchen des "kicker" ergaben, dass die Westfalen 2017 bei ihren Vertragsverhandlungen mit Kiew vereinbarten, dass Dynamo die Solidaritätszahlungen, insgesamt rund 1,3 Millionen Euro, für sie regelt.

BVB-Chefjustiziar fordert "plausible Erklärung"

Für fünf von insgesamt sechs anspruchsberechtigten Vereinen funktionierte das tadellos - bei Junist offenbar nicht. Die FIFA hat dem deutschen Vizemeister nun eine Frist bis zum 16. November gesetzt, um die Angelegenheit zu klären.

"Die Erwartung an unseren Vertragspartner ist, dass er diese Angelegenheit so löst, wie er es uns versprochen hat", sagte BVB-Chefjustiziar Robin Steden: "Kiew muss eine plausible Erklärung liefern, warum das bisher nicht geklappt hat."

 

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