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Deutsche Teams "wie immer" bei Olympia dabei

03.11.2019 18:33
Jubel bei Deutschland
© dpa
Jubel bei Deutschland

Mönchengladbach (dpa) - Deutschlands Hockey-Asse bleiben Stammgäste bei Olympischen Spielen. Beim Ausscheidungsturnier in Mönchengladbach lösten die favorisierten Teams des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) in je zwei K.o-Spielen souverän ihre Tickets für den Jahreshöhepunkt 2020 in Tokio.

Die Damen besiegten Italien 2:0 und 7:0. Die Herren-Auswahl bot unter Coach-Rückkehrer Markus Weise die gewohnte Stärke beim 5:0 im ersten Match und ließ es beim 5:3 (2:1) in der zweiten Partie lockerer angehen.

"Da sonst erfolgreiche Mannschaften wie die Fußball-Frauen in Tokio fehlen, sind wir doppelt froh und stolz, beide Teams durchgebracht zu haben", sagte Carola Meyer. "Es ist einfach ein geiles Gefühl, bei Olympia zu sein", ergänzte die DHB-Präsidenten. Sie war seit 1972 immer dabei: Erst als Fan, dann als Betreuerin, nun als DHB-Chefin.

Beide Erfolgsserien hielten: Die Herren fahren wie immer seit 1952 zu Olympia. Einzige Ausnahme sind die Boykott-Spiele 1980 in Moskau. Seither ist Damen-Hockey olympisch, so dass die DHB-Damen erst 1984 auf die Olympia-Bühne traten und seither ebenfalls stets dabei waren.

"Die Aufgabe war, die Mannschaft so zu konsolidieren, dass sie auch in der Drucksituation des Bestehen-Müssens ihre Aufgabe löst. Das ist gelungen", sagte Interims-Bundestrainer Weise, der nach dem Rücktritt von Stefan Kermas nur für die beiden Ausscheidungsspiele auf die Bank zurückgekehrt war. Künftig arbeitet er als Hockey-Stützpunktleiter in Hamburg. Der 56-Jährige hat allerdings angekündigt, eng mit dem neuen Bundestrainer zusammenarbeiten zu wollen. Nach dpa-Informationen steht der neue Herren-Coach fest und wird am Dienstag präsentiert.

Bei den Damen hat weiterhin der Belgier Xavier Reckinger das Sagen. Unter dem früheren Weltklasse-Verteidiger hat sich die verjüngte und umformierte Auswahl enorm entwickelt. Gegen die unbequemen Italienerinnen verloren die Frauen nicht wie früher die Geduld, blieben locker und ließen sich auch von einer miserablen Ecken-Quote nicht verunsichern. Hannah Gablac und Nike Lorenz erzielten die späten Tore.

Tags drauf klappte es für das Team, das im Fußball-Stadionhotel von Bundesliga-Spitzeneiter Borussia Mönchengladbach logierte, besser. Cecile Pieper, Elisa Gräve (je 2), Nike Lorenz, Lena Micheel und Pia Maertens trafen. "Wir haben ein gutes Jahr erfolgreich abgeschlossen. Nun sollen die Spielerinnen das Ganze erst mal genießen", stellte Coach Reckinger mit Sohnemann Jules auf dem Arm lächelnd fest.

Die Herren machten schon in Spiel eins alles klar. Lukas Windfeder, Constantin Staib, Christopher Rühr, Florian Fuchs und Timur Oruz schossen ein schönes Tor nach dem anderen. Mit dem klaren Vorsprung im Rücken ließen sie es am Sonntag etwas gemächlicher angehen. Dank der Tore von Mats Grambusch, Marco Miltkau, Niklas Wellen, Staib und Rühr reichte es aber dennoch zum glanzlosen Arbeitssieg.

 

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