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Beide Toro-Rosso-Piloten in Top 10

Virus im Fahrerlager: Gasly verweigert unschöne Details

27.10.2019 07:40
Gasly kämpft in Mexiko mit einem Virus, Details bleiben unter Verschluss
© Peter Fox, getty
Gasly kämpft in Mexiko mit einem Virus, Details bleiben unter Verschluss

Ein Virus lähmt das Fahrerlager der Formel 1 beim Grand Prix von Mexiko. Über 150 Menschen sollen im Umfeld der Königsklasse bereits an Symptomen leiden, darunter auch Pierre Gasly, der trotz der Beschwerden für Toro Rosso ins Cockpit stieg. Mit einem geschwächten Körper raste der Franzose im Qualifying dennoch auf Platz zehn.

In der Nacht von Freitag auf Samstag ging es dem 23-Jährigen noch richtig schlecht. Er sagt: "Ich habe nicht viel geschlafen, weil dieser Virus umgeht. Viele Leute sind krank und ich habe einfach kein Auge zugedrückt. Ich habe mich auch am Morgen nicht sehr gut gefühlt. Ich habe versucht, mich den ganzen Tag über auszuruhen und den Job dann abzuliefern, wann es nötig war."

Gasly verweigert unschöne Details

Auf die Frage nach Details antwortet Gasly nur: "Das wollt ihr nicht wissen!" Im Auto hat sich der Franzose aber wohl gefühlt - dank des Adrenalinrausches. "Wenn du das Adrenalin und das Tempo spürst, kannst du in einen anderen Modus wechseln", erklärt der infizierte Gasly. "Es war aber schwierig, die Konzentration hochzuhalten. Trotzdem haben wir einen guten Job gemacht. Ich war sicher nicht im besten Zustand."

Auf das mexikanische Essen will es Gasly aber nicht schieben: "Ich habe einige Tacos gegessen. Das mexikanische Essen ist deutlich schärfer als das Essen in Frankreich. Ich weiß nicht, wo der Virus herkommt. Es hat sich einfach schrecklich angefühlt, aber jetzt fängt es an, besser zu werden."

Die Teilnahme am Qualifying war laut Gasly aber nie wirklich in Gefahr, da er sich am Nachmittag bereits besser gefühlt habe. Er sagt: "Die Strecke war grün, weshalb es keinen Grund für mich gab, am Morgen schon da zu sein. Ich habe mich einfach ausgeruht."

Gasly hofft, am Rennsonntag wieder fit zu sein. Dafür wird er sich am Samstagabend früh zum Hotel aufmachen, um sich zu erholen. Schlaf sei dabei der Schlüssel zur Genesung, glaubt der 23-jährige Toro-Rosso-Fahrer. Unterstützung erhält er dabei vom Team, das ihm das Wochenende so angenehm wie möglich macht.

Platz zehn nicht optimal

Am Sonntag muss Gasly auf weichen Reifen von Platz zehn aus ins Rennen starten. Da die Reifen nur wenige Runden durchhalten und er aufgrund seiner Teilnahme im Q3 gezwungen ist, auf den weichen Pneus zu starten, muss Gasly wohl auf eine Zweistoppstrategie setzen. Die Fahrer dahinter haben die Möglichkeit, neue Reifen für den Start auszuwählen.

"Wir haben in Q2 versucht, auf den mittleren Reifen weiterzukommen", so Gasly. "Jedoch war der Zeitunterschied zu groß. Anschließend konnten wir keine Spielchen spielen und beispielsweise vor der Ziellinie vom Gas gehen. Jetzt müssen wir morgen schauen, ob es wirklich so ein großer Nachteil ist oder ob es klappen kann."

Kvyat auf Platz neun

Daniil Kvyat kam vor seinem Teamkollegen auf Platz neun ins Ziel und wird im Rennen am Sonntag ebenfalls mit weichen Reifen starten. Der Russe ist zufrieden mit der Leistung und spricht von einem problemlosen Wochenende für Toro Rosso in Mexiko. Mit der Balance und der Pace des Autos war Kvyat ebenfalls sehr glücklich.

"Wir waren von Beginn an wettbewerbsfähig und haben sofort mit dem Feintuning begonnen", so der Russe. "Wir sind insgesamt sehr zufrieden und auch ich bin sehr glücklich. Es ist großartig, wenn das Team das Auto nicht großartig verändern muss." Dass Kwjat mit weichen Reifen starten muss, sieht er nicht als "Desaster" an. Er sagt: "Wir haben noch Spielchen parat und können dem Rennen unseren Stempel aufdrücken."

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