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Nach Suzuka-Disqualifikation

Darum verzichtet Renault auf einen Einspruch

24.10.2019 17:19
Renault sah von einem Einspruch für die Japan-Disqualifikation ab
© Dan Istitene, getty
Renault sah von einem Einspruch für die Japan-Disqualifikation ab

Der Renault-Rennstall um den deutschen Piloten Nico Hülkenberg sieht nach der nachträglichen Disqualifikation beider Boliden beim Großen Preis von Japan von einem Einspruch ab.

"Wir haben beschlossen, die Entscheidung der Stewards nicht anzufechten", erklärte der französische Formel-1-Rennstall am Donnerstag am Rande des Großen Preises von Mexiko (Sonntag, 20:10 Uhr).

Allerdings bekundete Renault in ausführlichen Worten sein Unverständnis über die Sanktionierung eines unter technologischen Gesichtspunkten legalen Bremssystems: "Unserer Meinung nach steht die Strafe in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, den die Fahrer daraus ziehen, insbesondere wenn sie im Rahmen eines Systems eingesetzt werden, das als vollständig legal und innovativ bestätigt wurde."

Da man keine anderen als die bereits vorgelegten Beweise erbringen könne, um die Rechtmäßigkeit des Bremssystems zu belegen, "möchten wir keine weitere Zeit und Mühe in eine sterile Debatte investieren." Die Formel 1 werde "immer ein Schauplatz für die unermüdliche Suche nach den geringstmöglichen Wettbewerbsvorteilen sein. Das haben wir immer getan und werden es auch weiterhin tun", schloss Renault sein Statement.


Mehr dazu: Das steckt hinter der Renault-Disqualifikation


Das Renault-System verstößt laut dem Urteil des Automobil-Weltverbandes FIA nicht gegen das Technische Reglement, allerdings gegen das Sportliche Reglement. Dort heißt es in Artikel 27.1, der Pilot müsse das Auto "alleine und ohne Hilfe" fahren.

Daniel Ricciardo  hatte das Rennen in Suzuka vor gut zwei Wochen als Sechster beendet, Hülkenberg wurde Zehnter. Ihre insgesamt neun WM-Punkte wurden auch dem französischen Hersteller Renault in der Konstrukteurswertung aberkannt.

 

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