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Wie Ecclestone die neuen F1-Regeln durchdrücken würde

21.10.2019 14:25
Da geht's lang: Bernie Ecclestone hatte einen besonderen Führungsstil
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Da geht's lang: Bernie Ecclestone hatte einen besonderen Führungsstil

Das Ringen um das neue Reglement der Formel 1 ab 2021 geht in seine Schlussphase. Noch im Oktober 2019 sollen die neuen Regeln finalisiert und vorgestellt werden - und das deutlich später als eigentlich geplant.

Der ehemalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone kann das nicht verstehen und rät seinem Amtsnachfolger Chase Carey deshalb zu drastischen Maßnahmen.

Am Rande des Russland-Grand-Prix in Sotschi erklärte Ecclestone laut "auto motor und sport" seinen Ansatz: "Mach einen Deal mit Ferrari und Red Bull. Dann setzt du den anderen die Pistole auf die Brust und sagst: 'Friss oder stirb!'"

Tatsächlich hat Ecclestone während seiner Zeit als Formel-1-Boss mit eben solchen Methoden operiert. So zum Beispiel 2004/2005, als Hersteller und Teams mit der Einrichtung einer Konkurrenzserie drohten. Ecclestone köderte daraufhin Ferrari mit Bonuszahlungen sowie einem bis heute gültigen Vetorecht, womit der Anfang vom Ende der Gegenbewegung zur Formel 1 eingeleitet wurde.

Ecclestone selbst seit den Siebzigerjahren dabei

Überhaupt hat Ecclestone einst die Grundlagen der modernen Formel 1 geschaffen, als er - ähnlich konsequent - ab 1978 als Vorsitzender der Konstrukteursvereinigung FOCA erst auf Konfrontation zum Weltverband FIA ging und anschließend die TV-Rechte kaufte und in Eigenregie vermarktete. Damit begann der Aufstieg der Formel 1 zum Weltsport, Ecclestone selbst wurde Milliardär.

In der Vita des ehemaligen Serienchefs tauchen immer wieder Kontroversen auf, wie 2013 der Bestechungsskandal um den Verkauf von Formel-1-Anteilen, der ab 2014 vor dem Landgericht München verhandelt wurde. Es kam jedoch zu keinem Urteil, nachdem Ecclestone eine Zahlung von rund 75 Millionen Euro geleistet hatte.

Im Anschluss an die Übernahme der Formel 1 durch Liberty Media im Jahr 2016 verlor Ecclestone im Januar 2017 seine Position als Geschäftsführer der Formel-1-Gruppe, zeigt sich aber weiterhin bei einzelnen Rennen im Fahrerlager - wie zuletzt in Sotschi.

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