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Renault-Pilot hat kein Problem mit Stall-Order

Hülkenberg über Suzuka-Start: "Hohes Risiko, hohe Belohnung"

19.10.2019 14:00
Nico Hülkenberg kam beim Start in Japan blendend aus den Startlöchern
© Clive Mason, getty
Nico Hülkenberg kam beim Start in Japan blendend aus den Startlöchern

Nachdem Nico Hülkenberg im Qualifying von Suzuka durch ein Hydraulikleck zurückgeworfen worden war, ging er im Rennen am Start auf Risiko: Er durchfuhr die ersten beiden Kurven auf der Außenlinie und sprang so von Startplatz 15 auf zehn. Das Rennen beendete der deutsche Renault-Pilot dann schließlich auch als Zehnter.

"Ich hatte einen wirklich guten Start und bin dann den ganzen Weg links geblieben", erinnert sich Hülkenberg an seine Flucht nach vorn. "Ich war praktisch am Rande der Strecke, ich hielt mich die ganze Zeit außen, ging ein hohes Risiko ein. Hohes Risiko, hohe Belohnung, wie man in der Anlagestrategie sagt!"

Was die Reifenstrategie angeht, machte sich jene von Renault-Teamkollege Daniel Ricciardo am Ende des Tages jedoch noch etwas mehr bezahlt: "Wir haben die Autos auf unterschiedliche Strategien gesetzt, ich fuhr soft/hard und er das Gegenteil, was sich als die schönere und bessere Strategie herausstellte." Denn im letzten Stint verlor Hülkenberg Positionen an Fahrer mit weicheren Reifen, darunter auch Ricciardo, den er kampflos vorbeiziehen lassen musste.

Hulk hat kein Problem mit der Stall-Regie

Doch mit dem Teambefehl hatte Hülkenberg kein Problem: "Er war auf sehr frischen, weichen Reifen unterwegs und hatte viel Tempo im Auto. Natürlich stand das um des Teams willen außer Frage. Wie man sehen konnte, ging er sehr leicht an allen vorbei. Wir steckten alle hinter Gasly fest, der das Tempo beibehielt."

Der Toro-Rosso-Pilot brachte die Gegner vor allem mit seinem Topspeed auf der Geraden zur Verzweiflung. "Er war extrem schnell auf den Geraden, das war das Problem", hält Hülkenberg fest. "Entsprechend schwer war es, an ihm vorbeizukommen. In den Kurven hielt er alle auf. Ich verbrachte den kompletten zweiten Stint im Verkehr. Das beansprucht natürlich die Reifen und macht es am Ende umso schwerer."

In den letzten Zügen musste sich der Deutsche dann auch noch von Sergio Perez (Racing Point) kassieren lassen, der auf weichen Reifen vorbeizog. "Es war wie eine Art DRS-Zug, man konnte nirgends hin. Wir alle hatten mehr oder weniger ein ähnliches Tempo. Ich fühlte, dass ich schneller war, aber selbst mit ein paar Zehnteln weniger kam ich nicht vorbei."

Lob für den Teamkollegen

Mit einem Top-10-Ergebnis war Hülkenberg vor allem nach dem Rückschlag im Qualifying und der schnellen Reparatur umso glücklicher. "Sie haben einen fantastischen Job gemacht. Es war rechtzeitig fertig und gut vorbereitet", lobt der Renault-Pilot seine Crew und auch seinen Teamkollegen Ricciardo.

Dieser war in Suzuka sogar noch eine Position hinter Hülkenberg ins Rennen gegangen und landete letztlich vor ihm auf Platz sechs. Damit konnten zum vierten Mal in dieser Formel-1-Saison beide Renaults punkten. "Für das Team ist es sehr positiv, dass es uns gelungen ist, wieder einige gute Punkte zu holen, nachdem die letzten Wochenenden schwierig und nicht so erfolgreich waren. Das ist eine große Erleichterung", freut sich der Deutsche über den gemeinsamen Erfolg.

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