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Marc Márquez hadert trotz Motegi-Pole

19.10.2019 13:10
Marc Márquez dominiert die MotoGP
© Mirco Lazzari gp, getty
Marc Márquez dominiert die MotoGP

Erste MotoGP-Pole in Motegi, zehnte Pole der Saison 2019, 90. Pole der Karriere: Nach dem vorzeitigen Titelgewinn in Thailand vor knapp zwei Wochen schrieb Marc Márquez seine Erfolgsbilanz im Qualifying zum Großen Preis von Japan fort. Mit einer Bestzeit von 1:45.763 Minuten setzte sich der Honda-Pilot auf einer weitgehend abgetrockneten Strecke gegen die Yamaha-Konkurrenz durch.

Zwar rückten die Petronas-Piloten Franco Morbidelli und Fabio Quartararo zum Schluss noch einmal näher. Nach einer frühen Bestzeit behielt Márquez jedoch die Spitze und konnte sich auch selbst noch einmal geringfügig steigern. Dennoch räumt der 26-Jährige ein: "Es war für alle ein schwieriger Tag, aber insbesondere im vierten Freien Training war es knifflig, die Bedingungen zu verstehen."

FT4 war auf feuchter Strecke gestartet worden. Es trocknete gegen Ende aber immer weiter ab, sodass viele MotoGP-Piloten einen ersten Versuch auf Slicks wagten. "Im Qualifying war die Strecke abgesehen von zwei Kurven dann komplett trocken, daher konnten wir mehr oder weniger wie in jedem normalen Qualifying pushen", erklärt Márquez.

Reifenwahl für Sonntag laut Márquez noch unklar

"Diese erste Pole-Position in Motegi macht mich natürlich glücklich. Es ist meine insgesamt 90. Pole. Das freut mich, aber wir müssen realistisch sein. Morgen wird ein hartes Rennen. Wir sind nicht in der allerbesten Verfassung, aber wir sind bereit, um den Sieg zu kämpfen, und werden alles geben", verspricht der Weltmeister.

Da es mit Ausnahme des letzten Runs im vierten Training und des Qualifyings am Samstag keine Trainingszeit im Trockenen gab, herrscht insbesondere in Bezug auf die Reifenwahl noch einige Unsicherheit. Um so wichtiger wird das morgige Warm-up sein, denn für den Rennsonntag ist laut aktueller Wettervorhersage kein Regen zu erwarten.

"Entscheidend wird sein, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit richtig zu verstehen", blickt Márquez voraus. "Im ersten Freien Training funktionierte ein Reifen sehr gut, im zweiten Training war es dann ein anderer. Das müssen wir uns ansehen, um zu verstehen, welcher Reifen der Beste für die jeweiligen Bedingungen ist." Er konzentrierte sich im FT1 auf die Kombi soft-medium, im FT2 wiederum auf medium-soft.

Bremstemperatur bereitet Honda keine Sorgen

Auf die Wahl aus dem Vorjahr, als Márquez vorne und hinten die Medium-Mischung fuhr und gewann, will sich der Honda-Pilot nicht verlassen: "Es sieht so aus, als wären die Reifen, die im vergangenen Jahr hier gut funktionierten, diesmal nicht die beste Option." Das liegt gewiss auch daran, dass Michelin für jede Saison neue Reifen entwickelt.

"Es ist wahr, dass es schwieriger geworden ist, aber mit den jetzigen Michelin-Reifen ist das Gute, dass man im Rennen meist mit zwei verschiedenen Optionen kämpfen kann", sagt Márquez. Bedenken der Konkurrenz, die sich insbesondere im Windschatten über zu hohe Bremstemperaturen angesichts der vielen harten Bremszonen in Motegi sorgt, teilt der Weltmeister indes nur bedingt.

"Ich weiß nicht warum, aber bei Honda habe ich vorne eine vergleichsweise niedrige Bremstemperatur. Insofern ist es für mich im Moment kein Problem. Im Vorjahr fuhr ich das ganze Rennen hinter Dovizioso und hatte keinerlei Schwierigkeiten. Am Freitag war es auch kein Problem. Nichtsdestotrotz werden wir morgen darauf achten müssen, insbesondere wenn wir jemandem folgen", erklärt der Pole-Setter.

"Ich lasse es meistens auf einen Versuch ankommen"

Ob er sich dann wieder auf Zielduell gefasst machen muss? In dieser Saison kämpfte er auf der letzten Runde schon gegen Alex Rins, Andrea Dovizioso und Fabio Quartararo - mal lag er vorn, mal hinten. Gegen welchen Hersteller er sich dabei leichter oder schwerer tut, fällt Márquez schwer zu sagen: "Das hängt immer davon ab, wie man in der letzten Runde ankommt."

"Manchmal hat man noch etwas Spielraum, dann ist es leichter zu kämpfen. Und manchmal ist man schon am Limit und kann nur schwer folgen. Ich lasse es meistens auf einen Versuch ankommen. Generell kann man aber sagen, dass es gegen Ducati etwas komplizierter ist, die Position zu verteidigen", erklärt der Spanier mit Blick auf Dovizioso.

Ihm und seiner Desmosedici unterlag er in dieser Saison zuletzt in Spielberg. "Sie haben einen sehr guten Drive und einen hohen Topspeed. In der Hinsicht ist es vielleicht das schwierigste Bike, um sich zu verteidigen. Suzuki und Yamaha haben einen sehr guten Grip und sind stark auf der Bremse. Aber wie gesagt, es kommt auf die Situation an."

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