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Derby-Pleite gegen St. Pauli ein "Warnschuss"

Jansen glaubt nicht an Durchmarsch des HSV

16.10.2019 08:29
Marcell Jansen glaubt nicht an einen Durchmarsch des HSV
© Oliver Hardt, getty
Marcell Jansen glaubt nicht an einen Durchmarsch des HSV

Obwohl der Hamburger SV die Tabelle der 2. Bundesliga nach neun Spieltagen anführt, ist der Aufstieg laut Vereinspräsident Marcell Jansen noch längst nicht in trockenen Tüchern.

"In der 2. Liga gibt’s keinen lockeren Durchmarsch. Auch im letzten Jahr hatten wir – was die Ergebnisse betrifft – eine erfolgreiche Hinrunde und haben den Aufstieg verpasst. Jetzt haben wir auch wirklich guten Fußball gezeigt, aber ein Durchmarsch wird es sicher nicht", sagte Jansen gegenüber "Sport Bild". Der HSV habe es allerdings "verdient, oben in der Tabelle zu stehen", so der 33-Jährige.

Die Rückschläge beim 0:2 im Stadtderby gegen den FC St. Pauli sowie beim 2:2 in Regensburg bezeichnete Jansen als "Warnschuss", erklärte aber auch: "Es passt zwischen Mannschaft und Trainerteam. Ich sehe eine Einheit. Das stimmt mich positiv."

Dass die Rothosen in dieser Spielzeit stabiler wirken als in der Vorsaison, macht der Ex-Profi auch noch an anderen Faktoren fest. "Es wurden neue Voraussetzungen geschaffen. In der letzten Saison konnten wir die Mannschaft nicht groß verändern. Der Großteil der Mannschaft bestand aus den Spielern des Vorjahres. In diesem Sommer hatten wir wirtschaftlich ganz andere Möglichkeiten, sodass die Verantwortlichen im sportlichen Bereich tiefgreifende Veränderungen vornehmen konnten."

Neue Vereinbarung mit dem HSV "tolles Zeichen" von Kühne

Zudem habe die Fan-Anleihe mit einem Gesamtzeichnungsvolumen von 17,5 Millionen Euro den Spielraum des HSV erhöht - genauso wie die neue Vereinbarung mit Investor Klaus-Michael Kühne. "Das war keinesfalls selbstverständlich und ist ein tolles, beeindruckendes Zeichen von Herrn Kühne", lobte Jansen.

Der Milliardär hatte unter anderem auf seine Beteiligung am zwölf Millionen Euro schweren Transfer von Douglas Santos zu Zenit St. Petersburg verzichtet. "Geld, das wir eingenommen haben, konnten wir jetzt vor der Saison reinvestieren" erläuterte Jansen.

Außerdem habe Kühne erneut die Namensrechte des Hamburger Stadions erworben "und damit allen HSVern ermöglicht, dass wir weiterhin im Volksparkstadion spielen".

Der anstehenden "Woche der Wahrheit" mit den Duellen gegen die Verfolger Arminia Bielefeld und VfB Stuttgart blickt Jansen optimistisch entgegen. "Wir können jetzt beweisen, dass wir diesen Hunger und das Herzblut beibehalten können. Es kommt auf die Arbeit gegen den Ball an. Auf die Lust zu verteidigen. Das ist eine große Lehre der vergangenen Saison. Gegen Bielefeld und Stuttgart können wir uns nun oben festbeißen", sagte der HSV-Präsident.

 

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