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Zieldurchfahrt wurde Fahrern nach Runde 52 gezeigt

Peinliche Panne: Systemfehler beendet F1-Rennen zu früh

13.10.2019 12:49
Das Rennen in Suzuka wartete mit einigen Aufregern auf
© Mark Thompson, getty
Das Rennen in Suzuka wartete mit einigen Aufregern auf

Das Rennen zum Grand Prix von Japan in Suzuka, 17. Lauf der Formel 1 2019, sollte eigentlich über eine Distanz von 53 Runden gehen. Gewertet wird es aber nun nach 52 Runden. Der Grund dafür ist laut Rennleiter Michael Masi ein Systemfehler, der dafür sorgte, dass bereits eine Runde vor dem geplanten Rennende bei Start und Ziel die Zieldurchfahrt signalisiert wurde.

"Nach allem, was wir bisher wissen, war es ein Systemfehler. Das müssen wir untersuchen. Über die Gründe möchte ich nicht mutmaßen", sagt Masi. Maßgebliches Signal für das Rennende ist dabei nicht die geschwenkte Flagge am Starterturm, sondern eine Anzeige neben der Startampel, auf der eine karierte Flagge symbolisiert wird. Diese wurde in Suzuka dem Führenden Valtteri Bottas (Mercedes) und allen nachfolgenden Fahrern schon nach 52 Runden gezeigt.

"Einige Teams haben dann per Funk nachgefragt. Aber da wir noch nicht sicher waren, ob Valtteri die Flagge gezeigt worden war, haben wir sie angewiesen, die bis zur ursprünglich geplanten Distanz weiterzufahren", erklärt Rennleiter Masi.

Sobald die Zielflagge gezeigt wird, ist das Rennen beendet

Obwohl dies alle Fahrer taten, wird das Rennen laut Artikel 43.2 des Sportlichen Reglements der Formel 1 nach 52 und nicht nach 53 Runden gewertet. Denn dieser Artikel besagt:

"Sollte das Signal für das Rennende aus irgendeinem Grund gezeigt werden, bevor das führende Auto die geplante Anzahl von Runden absolviert hat oder die angezeigte Zeit abgelaufen ist, wird das Rennen zu dem Zeitpunkt als beendet gewertet, wenn das führende Auto zum letzten Mal über die Ziellinie gefahren ist, bevor das Signal gegeben wurde."

Der große Profiteur dieser Regelung ist Sergio Perez (Racing Point), der in der 53. Runden in Kurve 2 mit Pierre Gasly (Toro Rosso) kollidiert und in die Streckenbegrenzung gekracht war. Er wird nun als Neunter gewertet. Pech hat sein Teamkollege Lance Stroll, der nach 53 Runden auf der Strecke als Zehnter ins Ziel kam, nun aber als Elfter gewertet wird und damit keinen WM-Punkt kommt.

FIA untersucht die Panne

Keinen Einfluss hatte das vorzeitige Rennende auf die Untersuchung des Zwischenfalls zwischen Perez und Gasly. "Ein Vorfall in der Auslaufrunde würde auch untersucht", erklärt Masi hierzu.

Verantwortlich für Auslösung des Zielsignals im System ist laut Masi sowohl eine technische als auch eine menschliche Komponente. Die genaue Funktionsweise erklärte der Rennleiter bei seiner Medienrunde nach dem Rennen allerdings nicht.

"Wir haben dieses System eingeführt, um andere Probleme zu vermeiden", sagt Masi lediglich. Es war nicht das erste Mal, dass ein Formel-1-Rennen versehentlich zu früh beendet wurde. 2018 hatte das Model Winnie Harlow beim Kanada-Grand-Prix die Zielflagge ganze zwei Runden zu früh geschwenkt.

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