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Neuer Motor, neuer Sprit

Red Bull will "definitiv" in Suzuka gewinnen

09.10.2019 09:47
Der Honda-Motor wird in Japan mit neuem Sprit fahren
© MST
Der Honda-Motor wird in Japan mit neuem Sprit fahren

Folgt auf den Sieg beim Red-Bull-Heimspiel auch der Erfolg beim Honda-Spektakel in Japan? Das wünscht sich jedenfalls Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko. Er hat fünf Siege 2019 als Saisonziel ausgegeben. Fünf Rennen Zeit bleiben den Bullen noch für drei weitere Erfolge, einer davon soll schon am kommenden Rennwochenende gelingen - dank eines neuen Benzins.

"Wir haben einen neuen Motor und einen neuen Sprit in Suzuka, das Ziel ist also, zu gewinnen - definitiv", versichert Marko im Gespräch mit "Motorsport-Total.com". Bereits in Russland griff das Team zu einer neuen Spec-4 für alle vier Honda-betriebenen Autos, um für das Japan-Heimspiel gerüstet zu sein.

Benzinpartner ExxonMobil wird einen neuen Kraftstoff an die Rennstrecke bringen, damit die neue Ausbaustufe optimal läuft. Wie viele PS mehr erwartet man sich? "Das weiß Honda besser als wir", weicht Marko der Frage aus.

Marko: Suzuka-Sieg wäre "Highlight" des Jahres

Ein Fortschritt wird allemal erwartet, damit das Team auf den langen Geraden im dritten Sektor nicht allzu viel Zeit auf Ferrari verliert. Es sei schwierig, den Fortschritt der Antriebseinheit zu beziffern, gibt der Grazer zu, aber er kann einen Aufschwung erkennen: "Wir kommen näher an die Topjungs heran."

Die Richtung stimme, ist er zufrieden. "Jede Ausbaustufe, die Honda gebracht hat, war kraftvoller. Sie haben geliefert, was versprochen wurde", lobt er Honda. Die Formschwankungen während des Jahres führt Marko eher auf das Chassis zurück. "Da hatten wir kleine Schwierigkeiten auf unserer Seite", gibt er zu.

Besonders offensichtlich wurde das in Singapur. Auf einem Stadtkurs, auf dem Red Bull zu den Favoriten zählte, verspekulierte sich das Team beim Set-up aufgrund der Simulatorarbeit am Freitag. Schon davor lief es nicht rund ab der Sommerpause: Verstappen verunfallte in Belgien und erhielt in Italien und Russland jeweils eine Motorenstrafe.

Während Hauptkonkurrent Ferrari in der Konstrukteurswertung mit 121 Punkten davonziehen konnte, holte Red Bull in den vergangenen vier Rennen nur 67 Zähler. 98 Punkte beträgt der Rückstand auf Rang zwei bereits. "Die Saison hat gut begonnen mit einem Podium, wenn ich mich recht erinnere", analysiert Marko das erste Honda-Jahr.

"Doch wir waren nicht dort, wo wir sein wollten", muss er einsehen. "Gemeinsam haben wir uns aber weiterentwickelt." Besonders gegen Saisonmitte war Red Bull kurzzeitig der erste Mercedes-Jäger. In Österreich bescherte Max Verstappen Honda den ersten Formel-1-Sieg seit 2006, in Deutschland schlug er ein zweites Mal zu.

Drei Siege ist das Team entfernt vom Saisonziel. Die besten Chancen rechnen sich die Bullen in Japan, Mexiko und Brasilien aus. "Höchste Priorität hatte grundsätzlich ein Sieg natürlich. Das Highlight wäre jetzt, auch in Suzuka zu gewinnen. Das ist eine Strecke, die Max gut liegt."

Verstappen bremst: "Wird kein magisches Wochenende"

In den vergangenen drei Jahren schaffte es der Niederländer jeweils auf das Podium in Suzuka. 2016 und 2017 wurde er Zweiter, im Vorjahr trotz Kollision mit Sebastian Vettel noch Dritter. Er werde auch in diesem Jahr wieder versuchen zu gewinnen, versichert Verstappen.

"Könnten wir ein gutes Ergebnis in Suzuka einfahren, dann wäre das großartig für Honda beim Heimrennen." Und eine große Genugtuung, denn in den drei katastrophalen McLaren-Jahren (samt "GP2-Motor"-Funkspruch von Fernando Alonso) schaffte man es nicht in die Punkteränge.

Der vierte Rang von Jenson Button 2006 ist die bislang beste Platzierung des japanischen Herstellers vor Heimpublikum. Zwar hofft man mit Red Bull auf das erste Podium, doch Verstappen tritt auf die Euphoriebremse: "Ich will keine falschen Hoffnungen schüren."

"Im Moment fehlt uns Pace und ich erwarte nicht, dass das plötzlich ein magisches Wochenende werden wird. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen." Konkret ist der RB15 derzeit weder in den kurvigen Passagen noch auf den langen Geraden der Favorit.

"Im Vorjahr war Ferrari sehr schnell. Ich erwarte zwar, dass wir auch ein gutes Wochenende haben können, aber es gibt vor allem im letzten Teil lange Geraden, die ohne DRS sehr schmerzhaft werden könnten", fürchtet Verstappen. Mit dem Motorupdate und dem neuen Benzin könnte man an die Power der Italiener womöglich ein wenig näher heranrücken.

Der 21-Jährige unterschätzt aber auch Mercedes nicht: "Ich glaube, die könnten im ersten Sektor schnell sein." In den lang gezogenen S-Kurven kann der W10 seine Stärke ausspielen. "Ich mache mir dennoch keine Sorgen, so war es schon das ganze Jahr."

Gute Erinnerungen an Suzuka 2014

Verstappen hofft auf ein gutes Set-up und glaubt, dass der Singapur-Ausrutscher nur eine einmalige Nummer war. "Wir sollten in allen drei Sektoren gut dabei sein, vielleicht aber nicht die Schnellsten", fasst er zusammen. Positiv kommt hinzu, dass der 5,8 Kilometer lange Traditionskurs eine von Verstappens Lieblingsstrecken ist.

"Das wird immer eine besondere Strecke für mich sein, denn dort habe ich mein Debüt im Freitagstraining gegeben", erinnert er sich an die erste Teilnahme im Jahr 2014. "Das ist eine Fahrerstrecke mit wenig Auslaufzonen. Sektor 1 ist unglaublich schnell, das macht Spaß!"

Der beliebte Niederländer wird in Japan auf große Unterstützung hoffen dürfen. Die orange Gefolgschaft könnte sich unter die Honda-Fans mischen. "Nach dem Erfolg in diesem Jahr, den viele nicht erwartet haben, hoffe ich, dass viele Fans kommen werden." Bleibt nur die Frage, was sie tragen werden? "Sie haben eine rot-weiße Flagge, vielleicht mit ein bisschen orange in diesem Jahr."

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