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"Absoluter Witz": Neues Kombinations-Format in der Kritik

07.10.2019 16:10
Lizeroux kritisiert das neue Kombi-Format
© AFP/SID/JAVIER SORIANO
Lizeroux kritisiert das neue Kombi-Format

Der Internationale Skiverband FIS hat das Format der umstrittenen alpinen Kombination verändert und damit prompt Kritik geerntet.

Julien Lizeroux, französischer WM-Zweiter von 2009, nannte die in Zürich beschlossene Neuerung einen "absoluten Witz". Bei Twitter schrieb der 40-Jährige an die FIS gerichtet: "Danke für diesen 'großen' Schritt nach vorne." Dazu stellte er vier Emojis, die überdeutlich seine Ablehnung zeigten.

Der Technikspezialist fürchtet wohl, dass Slalomfahrer künftig schlechtere Chancen haben werden. Denn: Ab der neuen Saison wird im abschließenden Slalom-Lauf nach der Reihenfolge gestartet, die sich aus dem Super-G oder der Abfahrt ergibt. Bisher gingen die Top 30 in umgekehrter Reihenfolge auf die Piste. Die Speedspezialisten fanden so häufig schlechtere Verhältnisse vor und hatten oft kaum mehr Chancen auf eine vordere Platzierung.

"Also, mir gefällt es. Frag mal die Speedfahrer", kommentierte die zweimalige Abfahrtsweltmeisterin Ilka Stuhec (Slowenien) den Beitrag von Lizeroux.

Im kommenden Weltcup-Winter finden bei den Frauen vier, bei den Männern drei Kombinations-Wettbewerbe statt. Dass die traditionsreiche Kombi überhaupt noch gefahren wird, wurde erst im vergangenen Frühjahr beschlossen. Einige Nationen, darunter der Deutsche Skiverband (DSV), hatten für eine Abschaffung plädiert.

Geändert wurde auch das Format bei den Parallelrennen. Diese beginnen künftig mit einem Qualifikationslauf, die besten 32 Fahrer qualifizieren sich für das eigentliche Rennen. Die erste Runde umfasst zwei Läufe, ab den Achtelfinals wird im sogenannten Single-Run-Format gefahren.

 

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