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Red Bull dank Honda auf Mercedes- und Ferrari-Level?

Red-Bull-Ansage: WM-Titel 2020 "definitiv das Ziel"

07.10.2019 15:04
Helmut Marko möchte 2019 noch drei weitere Siege bejubeln
© Mark Thompson, getty
Helmut Marko möchte 2019 noch drei weitere Siege bejubeln

Helmut Marko bleibt dabei: Red Bull soll in diesem Jahr noch mindestens drei weitere Rennen gewinnen. Der Österreicher hatte bereits zu Jahresbeginn fünf Saisonsiege als Minimalziel ausgegeben. Von dieser Prognose möchte er auch nicht abrücken, obwohl man fünf Rennen vor Schluss erst bei zwei Siegen steht. "In Budapest haben wir [den Sieg] leider verpasst. Monte Carlo war eng", erinnert er.

Max Verstappen triumphierte bislang in Spielberg und Hockenheim. In Ungarn verlor er die Führung in der Schlussphase an Lewis Hamilton, in Monaco steckte er im umgekehrten Fall bis zum Schluss hinter dem Weltmeister fest und kam einfach nicht am Mercedes vorbei. Die Chance, die fünf Siege 2019 noch vollzumachen, hält Marko aber noch immer für möglich.

Der Red-Bull-Motorsportkonsulent nennt in diesem Zusammenhang Mexiko, Suzuka und Brasilien als Möglichkeiten für die Bullen. In Mexiko gewann Verstappen bereits 2017 und 2018. In Suzuka und Interlagos ist Red Bull allerdings jeweils seit 2013 sieglos. Marko ist trotzdem optimistisch, da man nach der Sommerpause "überall schnell" gewesen sei.

WM-Titel 2020 "definitiv" das Ziel

"In Monza und Spa waren wir schnell, aber es hat sich nicht in den Ergebnissen gezeigt", erklärt er und erinnert an diverse Zwischenfälle. In Italien startete Verstappen wegen einer Motorenstrafe von hinten, in Belgien war sein Rennen nach einer Kollision mit Kimi Räikkönen gleich in der ersten Kurve beendet. Seit der Sommerpause stand Verstappen lediglich in Singapur einmal als Dritter auf dem Podium.

Insgesamt sei die Saison bislang aber "positiv" verlaufen. "Niemand hätte gedacht, dass wir es schaffen würden", erklärt Marko in Anspielung auf den Wechsel von Renault zu Honda. Der habe aber besser geklappt, als es die meisten erwartet hätten, weshalb der WM-Titel im kommenden Jahr "definitiv" das Ziel sei. "Ich denke, beim Chassis werden wir viel besser vorbereitet sein als in diesem Jahr", kündigt Marko an.

Marko: Red Bull dank Honda auf Mercedes- und Ferrari-Level

Und auch die Entwicklung bei Honda stimmt ihn zuversichtlich. Bei Red Bull glaube man daran, "dass wir im kommenden Jahr konstant auf dem gleichen Powerlevel wie Mercedes und Ferrari sein werden." Marko lobt Honda und erklärt: "Sie machen einen großartigen Job, aber wir müssen es Schritt für Schritt angehen. Wir wissen, dass sie in der Vergangenheit große Probleme mit der Zuverlässigkeit hatten."

"Sie machten sich sorgen, aber bislang hatten wir in der ganzen Saison keine Motorenprobleme", erklärt er zufrieden und ergänzt: "Dass wir einen vierten Motor verwenden müssen, war wegen der Entwicklung geplant." Denn alle Honda-Piloten haben in dieser Saison bereits (mehrere) Gridstrafen erhalten. Sorgen macht sich Marko deswegen aber nicht.

"Wir haben intern hart gearbeitet, und die Daten, die wir für das kommende Jahr haben, stimmen uns positiv", verrät Marko zudem im Hinblick auf das eigene Chassis. "Wir müssen [2020] abliefern. Aber das wissen wir, und es ist Teil unserer DNA. Wir müssen gewinnen", erklärt er.

 

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