Anzeige

DFB-Debüt endet mit einem Novum

Vor 10 Jahren: Boateng foult sich in die Geschichtsbücher

10.10.2019 20:31
Jerôme Boateng sah bei seinem Debüt im Dress der A-Nationalmannschaft die Gelb-Rote Karte
© Martin Rose, getty
Jerôme Boateng sah bei seinem Debüt im Dress der A-Nationalmannschaft die Gelb-Rote Karte

76 Mal trug Jérôme Boateng vom FC Bayern München das Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft, bestritt allein 14 Partien bei Welt- sowie zehn Spiele bei Europameisterschaften und war eine der Stützen des DFB-Triumphes bei der WM 2014.

Dass Boateng solch riesige Fußstapfen hinterlassen würde, ließ sein Debüt im Oktober 2009 nicht erahnen. Einen Platz in den Geschichtsbüchern sicherte sich der Defensivspezialist gleichwohl bereits mit seinem ersten Auftritt im Nationaltrikot.

Am 10. Oktober 2009 schickte Bundestrainer Joachim Löw Boateng erstmals ins Rennen. Damals 21 Jahre alt und in Diensten des Hamburger SV stehend, startete Boateng bei der wegweisenden Qualifikationspartie zur WM 2010 gegen Russland als rechter Verteidiger. Als der Schlusspfiff ertönte, stand der Youngster allerdings nicht mehr auf dem Rasen.

Nach 42 Minuten sah Boateng nach einem Foul am Russen Vladimir Bystrov die Gelbe Karte. 17 Minuten später kam es erneut zum Duell mit Bystrov, Boateng kassierte Gelb-Rot und wurde von Schiri Massimo Busacca frühzeitig unter die Dusche geschickt. Ein unrühmliches Novum: Nie zuvor flog ein DFB-Debütant vom Platz.

Historischer Platzverweis bleibt ohne Folgen

Für die Mannschaft um die DFB-Legenden Michael Ballack, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski, Per Mertesacker und Miroslav Klose blieb der Platzverweis zum Glück ohne nennenswerte Folgen.

Seit der 35. Minute nach einem Klose-Treffer in Führung liegend, rettete die deutsche Auswahl den knappen Vorsprung auch ohne Boateng über die Zeit, feierte einen wichtigen Dreier gegen den ärgsten Konkurrenten und qualifizierte sich am Ende vorzeitig für die WM in Südafrika.

Mit einem Paukenschlag endete im März 2019 auch die Nationalmannschaftskarriere Boatengs. In einem vielbeachteten Statement teilte Löw mit, er plane im Zuge eines Neubeginns nicht weiter mit Boateng sowie dessen ebenfalls hochdekorierten DFB-Kollegen Mats Hummels und Thomas Müller.

"Ich bin traurig über diese Nachricht, weil es für mich immer das Allergrößte war, mein Land zu repräsentieren. Dennoch respektiere ich den neuen Kurs und habe Verständnis für die Entscheidung des Bundestrainers", kommentierte Boateng die umstrittene Entscheidung - und zeigte damit Größe.

Marc Affeldt

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Bundesliga Bundesliga
Anzeige

Tabelle

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach751115:6916
2VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg743010:4615
3Bayern MünchenBayern MünchenFC Bayern742120:81214
4RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig742115:7814
4SC FreiburgSC FreiburgSC Freiburg742115:7814
6FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 04742114:7714
7Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen742112:8414
8Borussia DortmundBorussia DortmundDortmund733119:11812
9Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurt732211:10111
10Hertha BSCHertha BSCHertha BSC731312:12010
11Werder BremenWerder BremenSV Werder722312:16-48
121899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheim72236:11-58
131. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0572057:17-106
14FC AugsburgFC AugsburgAugsburg71248:19-115
15Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf71159:14-54
161. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin71156:13-74
171. FC Köln1. FC Köln1.FC Köln71155:16-114
18SC Paderborn 07SC Paderborn 07Paderborn70169:19-101
  • Champions League
  • Europa League
  • Relegation
  • Abstieg
Anzeige