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Ex-Mitglied fordert Ende des Nike Oregon Projects

07.10.2019 07:56
Kara Goucher sagte als Zeugin aus
© AFP/GETTY IMAGES/SID/Jonathan Moore
Kara Goucher sagte als Zeugin aus

Das ehemalige Teammitglied Kara Goucher hat nach der Sperre gegen den Gründer Alberto Salazar das Ende des Nike Oregon Projects (NOP) gefordert, bei dem auch die deutsche WM-Dritte Konstanze Klosterhalfen trainiert.

"Es muss weg", sagte die WM-Zweite über 10.000 m von 2007, die als Zeugin gegen ihren ehemaligen Trainer ausgesagt hat, der BBC.

"Es tut mir leid für die Athleten, weil ich denke, dass viele von ihnen unschuldig sind", sagte Goucher: "Wenn ich Nike wäre, würde ich ein paar neue Trainer nehmen und mich von dem Projekt lossagen, weil es ganz klar Prinzipien hatte, die nicht mit der Linie des sauberen Sports übereinstimmen. Sie sollten es einstellen und den Athleten die Chance geben, unter neuen Leuten zu trainieren."

Klosterhalfen ist seit April offiziell Mitglied des NOP, trainierte eigenen Angaben zufolge aber nicht direkt bei Salazar. Bei der WM in Doha gewann sie am Samstag Bronze über 5000 m und erklärte anschließend, sie wolle weiter im NOP trainieren. Salazar war am vergangenen Dienstag wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen für vier Jahre gesperrt worden.

Goucher befürwortete zudem, dass alle eingelagerten Blutproben von NOP-Athleten nachgetestet werden sollen - auch ihre eigenen. Gleichzeitig verteidigte sie allerdings auch die NOP-Sportler: "Nur, weil sie für dieses Projekt laufen, heißt das nicht, dass sie etwas falsch machen."

Allerdings könne sie nicht verstehen, wenn Sportler "trotz der Verurteilung des Chefs" im Projekt blieben. "Diesen Teil kann ich nicht nachvollziehen", sagte Goucher.

 

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