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Kurioses Pech für Glock: Offene Fahrertür kostet Podium

05.10.2019 20:18
Timo Glock kam am Ende als Sechster ins Ziel
© Alexander Hassenstein, getty
Timo Glock kam am Ende als Sechster ins Ziel

Timo Glocks Pechsträhne hält auch beim DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring an. Der BMW-Fahrer kämpfte im ersten Rennen am Samstag mit einem kuriosen Problem: seine Fahrertür lockerte sich. Dadurch konnte er am Ende nur den sechsten Rang einfahren.

Wie kam es zu der lockeren Tür am BMW? "Ich weiß nicht, sie ist einfach aufgesprungen", antwortete Glock nach dem Rennen. Er wirkte ein wenig ratlos. "Ich glaube, das war in Runde zwei. Am Anfang war es noch in Ordnung. Aber nach ein paar Runden hat sie sich mehr nach außen gezogen."

Dadurch wurde Glock immer langsamer. Er musste die Tür sogar mit den Händen während des Fahrens festhalten. "Ja, ich habe alles versucht. Ich habe jede Runde versucht, sie wieder reinzuholen, damit sie nicht abfällt. Aber bei 250 km/h hast du da keine Chance. Der Wind drückt die Tür einfach nach außen."

Vor allem auf den Geraden hat der 37-Jährige versucht, die Tür zu sich zu ziehen, denn schließen ließ sie sich nicht mehr. "Ich konnte sie nicht zumachen, weil man sie oben einhaken muss. Ich habe nur versucht, die irgendwie am Auto zu halten. Das hat aber nicht geklappt. In den Kurven ist es schwieriger."

Ein solches Problem sei bei ihm zuvor noch nie aufgetreten, versicherte er. Aus einem kleinen Spalt wurde bald ein größerer, denn nach mehreren Runden sprang die Tür komplett aus dem Schloss. "Dann war die Balance komplett weg in allen Rechtskurven. Der Topspeed reduzierte sich gefühlt um 50 km/h."

Nach "neun, zehn" Runden mit offener Tür musste Glock allein aus Sicherheitsgründen reagieren. Das Team zog seinen Pflichtstopp vor. Er habe seiner Mannschaft sofort gemeldet, dass sie eine Tür bereithalten müssten beim Stopp.

Ungeplanter Stopp wirkt sich auf Reifen aus

"Das war dann aber doch ein bisschen unkoordiniert", musste er zugeben. "Da hätten wir vielleicht die eine oder andere Sekunde sparen können. Bei der Hektik kannst du den Mechanikern aber auch keinen Vorwurf machen." 13 Sekunden dauerte der Halt insgesamt.

Da er bereits in Runde zehn und nicht erst in Runde 17, wie ursprünglich geplant, stoppte, bekam er gegen Rennende Probleme mit seinen Reifen. "Es hat mich überall etwas gekostet: An Balance, an Topspeed, an allem - und DRS." Und schließlich auch Rang vier.

Nach dem Tür- und Reifenwechsel konnte Glock zumindest eine "gute Pace" an den Tag legen und aufholen. "Als das Safety-Car rauskam wusste ich aber schon, dass alle um mich herum auf frischeren Reifen waren. Da habe ich nur noch versucht, irgendwie zu überleben und noch ein paar Punkte zu holen."

Für ihn sei klar gewesen, dass er gegen Ende des Rennens Probleme bekommen würde. "Es war schon relativ klar, dass es schwierig wird." Er war zufrieden mit dem zweiten Stint: "Ich habe mich noch ganz gut halten können. Ich habe sogar noch relativ hart versucht, mich gegen Duval zu wehren."

Schließlich schaffte es der Audi-Pilot doch noch mit DRS am BMW vorbei. Glock kam 1,5 Sekunden hinter Duval auf Rang sechs ins Ziel. "Am Ende müssen wir aber froh sein." Hinter Marco Wittmann ist er der zweitbeste BMW-Pilot im Samstagsrennen.

"Dafür kann ich mir auch nichts kaufen", scherzte Glock. "Es ist ja nicht so, dass wir auf anderen Strecken viel zu langsam waren. Wir waren eigentlich immer dabei im internen BMW-Ranking. Aber wir waren halt immer zu falschen Zeit am falschen Ort." Für Sonntag wünscht er sich "nur Glück".

 

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