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Bayern und Berlin wollen Europa aufmischen

01.10.2019 14:21
Der FC Bayern hat große Ziele
© Alexander Hassenstein, getty
Der FC Bayern hat große Ziele

Der FC Bayern München will als erster deutscher Klub in die Playoffs einziehen, Alba Berlin muss sich auf eine heftige Zusatzbelastung einstellen. Die Bundesligisten starten unter unterschiedlichen Voraussetzungen in die EuroLeague.

An den Auftakt in der EuroLeague hat Uli Hoeneß nicht nur schöne Erinnerungen. "Im letzten Jahr war ich schockiert", sagte der Klubboss von Bayern München zuletzt, die Klatsche seiner Basketballer gegen Anadolu Istanbul hat er bis heute im Kopf.

Am Ende gelang trotz des Fehlstarts eine erfolgreiche Saison in der Königsklasse, und die neue soll noch besser werden.

"Für uns muss es das Ziel sein, in das Konzert der Großen, unter die ersten Acht zu kommen", so Hoeneß. In der vergangenen Saison war der deutsche Meister nur knapp am Sprung in die Playoffs gescheitert, also soll der logische nächste Schritt folgen. Für das Final Four in Köln (22. bis 24. Mai 2020) dürfte es noch nicht reichen.

Alba Berlin freut sich auf die Königsklasse

An solche Ziele braucht Alba Berlin als zweiter Bundesligist im Wettbewerb nicht zu denken. Da die Bayern durch eine Wildcard dabei sind, rückte der Vizemeister nach und spielt erstmals im neuen Modus, der ab dieser Saison mindestens 34 statt 30 Saisonspiele umfasst.

"Das wird eine riesige Herausforderung für uns. Das heißt viele Spiele, viele Reisen und weniger Zeit zum Training und zur Erholung. Wir müssen sehen, wie die Spieler darauf reagieren", sagte Sportdirektor Himar Ojeda.

Der Spanier ist froh darüber, dass die Albatrosse wieder gegen die besten europäischen Teams antreten dürfen, Marco Baldi ebenfalls. Der Geschäftsführer sieht die enorme Belastung aber auch kritisch: "Man muss den Wahnsinn, dass man vier Spiele die Woche an unterschiedlichen Orten bestreitet, irgendwie in den Griff kriegen."

Die Berliner betreten Neuland, die Münchner haben diese Strapazen schon einmal mitgemacht und ihren Kader auch deshalb breiter aufgestellt. "Das ist ein Team, das für die allerhöchste Kategorie gebaut ist", sagte Baldi über den Konkurrenten, es sei jetzt so weit, dass "ein deutsches Team unter die besten Acht kommt".

Ehemalige NBA-Profis zieht es nach Europa

Allerdings hat auch die Konkurrenz nicht geschlafen. Titelverteidiger ZSKA Moskau holte unter anderem den deutschen Nationalspieler Johannes Voigtmann oder NBA-Profi Kosta Koufos, der FC Barcelona mit Trainer Svetislav Pesic bekam Nikola Mirotic. Der Spanier hat in den vergangenen fünf Jahren für die Chicago Bulls, die New Orleans Pelicans und die Milwaukee Bucks gespielt.

Auch zu rechnen sein wird mit Real Madrid und Fenerbahce Istanbul, das sich Bayern-Star Derrick Williams angelte. "Es gab Transfers, von denen man zunächst glaubte, dass sie nahezu unmöglich sind", sagte Münchens Geschäftsführer Marko Pesic. "Aber das zeigt, welchen Stellenwert diese Liga mittlerweile hat und dass sie die wichtigste nach der NBA ist. Die individuelle Qualität ist enorm hoch."

Dass es am Donnerstag gegen Armani Mailand nochmal so schief geht wie im Vorjahr, als es am ersten Spieltag ein 71:90 gegen Anadolu setzte, glaubt Hoeneß nicht: "Unsere Mannschaft wird mental besser vorbereitet sein auf diese Herausforderung."

Alba spielt erst am Freitag (20.00 Uhr) gegen Zenit St. Petersburg, vorher steht am Mittwoch der Ligastart gegen Rasta Vechta auf dem Programm. Der Stress beginnt.

 

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