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Comeback nach schweren Unfall

F1-Rückkehr war "größter Erfolg" für Kubica

20.09.2019 13:04
Robert Kubica ist stolz darauf, dass er es zurück in die F1 geschafft hat
© MST
Robert Kubica ist stolz darauf, dass er es zurück in die F1 geschafft hat

Robert Kubica hat sich seinen Traum erfüllt. Er hat sich nach seinem schweren Rallye-Unfall 2011 zurück in die Formel 1 gekämpft. Auch wenn seine Partnerschaft mit Williams nach nur einem Jahr wieder zu Ende geht, blickt er positiv auf die Saison 2019. Seine Rückkehr sei schließlich "der größte Erfolg" in seinem Leben gewesen.

"Es sind ehrlich gesagt die vergangenen sieben, acht Jahre", antwortet er auf die Frage, was ihn besonders stolz mache. Er weiß natürlich, dass Ergebnisse im Motorsport besonders viel Gewicht haben, doch das kümmert ihn nicht. Sein Kampf zurück, das sei kein einzelner Moment gewesen, sondern ein langer Weg. "Das war sicherlich der größte Erfolg in meinem Leben."

Seit dem Abu-Dhabi-Grand-Prix 2010 hat der Pole versucht, wieder in die Königsklasse zurückzukehren. Bei dem Rallye-Unfall im Februar 2011 wurde er schwer verletzt, vor allem am rechten Arm. Während seiner Regeneration musste der mittlerweile 34-Jährige lernen, als Linkshänder zu leben.

Die Kraft in seiner linken Hand ermöglichte ihm weitere Einsätze bei Rallyes und im GT-Sport, bevor er 2017 zum ersten Mal wieder in einem Formel-1-Boliden Platz nahm. Renault gewährte ihm Testfahrten in Valencia (im E20) und Ungarn (im R.S.17), doch seine große Chance würde er später von Williams erhalten.

Er wurde 2018 Entwicklungspilot des Teams und stieg 2019 zum Stammfahrer auf. Was für ihn zählt: "Dass ich zurückgekommen bin und das erreicht habe, nach allem, was ich durchgemacht habe. Und ich habe es dennoch geschafft, wieder Rennen zu fahren."

Märchen wird zum Albtraum

Wieder ein Teil der Startaufstellung zu sein, sei für Kubica persönlich "definitiv das beste Ende" dieser schwierigen Phase gewesen. "Der beste Moment, den ich mir vorgestellt und verdient habe."

Was wie ein Märchen begann, entpuppte sich auf der Rennstrecke als Albtraum. Im chancenlos unterlegenen FW42 fuhr er dem Feld bislang hinterher, selbst gegen seinen Rookie-Teamkollegen George Russell konnte er sich nicht behaupten. In zwölf der bislang 14 Rennen landete der Brite vor ihm.

Kubica hat deshalb entschieden, am Singapur-Wochenende seine Trennung von Williams mit Saisonende bekannt zu geben. Es sei an der Zeit für ein neues Kapitel in seiner Karriere, ließ er wissen. Er wolle die Freude am Fahren wiedererlangen.

In seinem Comeback-Jahr konnte er bislang den einzigen WM-Punkt für das britische Traditionsteam einfahren, nachdem er Platz zehn von den disqualifizierten Alfa-Romeo-Piloten in Deutschland geerbt hatte. Einer der wenigen Höhepunkte in einer sonst so glanzlosen Saison.

F1-Aus die "richtige Entscheidung

Dennoch will sich der Grand-Prix-Gewinner nicht zu sehr in den Vordergrund drängen: "Ich bin nicht der Typ Mensch, der gerne stolz ist. Natürlich war es eine lange Reise." Es sei natürlich extrem hart gewesen, doch er habe nun dennoch die richtige Entscheidung getroffen.

"Natürlich sitzen wir alle bei Williams im selben Boot. Wir würden uns alle bessere Performances und Ergebnisse in diesem Jahr wünschen. Das würde unser Leben erleichtern, denn es ist im Endeffekt ein sehr schwieriges, hartes Jahr für uns alle." Dennoch müsse er weiterziehen. "Das ist meine Entscheidung."

 

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