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"Du wirst auf der Straße erkannt"

Wie sich Leclercs Leben seit dem F1-Einstieg verändert hat

20.09.2019 10:36
Charles Leclerc ist in den vergangenen Monaten stark gereift
© MST
Charles Leclerc ist in den vergangenen Monaten stark gereift

Das Leben von Charles Leclerc hat sich in den vergangenen zwei Jahren enorm verändert. Aus dem talentierten Nachwuchsfahrer ist ein gestandener Formel-1-Pilot und Grand-Prix-Sieger geworden, der beim ältesten und berühmtesten Team der Königsklasse fährt. Und spätestens seit seinen Siegen in Spa und Monza ist er auch Leuten außerhalb der Formel-1-Welt ein Begriff geworden.

"Natürlich hat sich mein Leben ein wenig verändert", lacht er. "In Italien, Monaco und anderen europäischen Ländern wirst du auf der Straße erkannt. Das ist schön und auch ein Teil des Jobs. Aber es ist auch nicht so, dass ich nicht herumlaufen könnte", so Leclerc.

Auch privat hat sich für den 21-Jährigen einiges verändert. "Vor eineinhalb Jahren bin ich aus dem Appartement meiner Mutter ausgezogen und lebe nun allein", verrät er. Verlassen hat er seinen Wohnort Monaco jedoch nicht. Dennoch ist er ein bisschen eigenständiger geworden.

Bei Alfa Romeo konnte sich der Youngster 2018 entwickeln, doch schon in seinem zweiten Formel-1-Jahr muss er Ergebnisse liefern - und das bei Ferrari an der Seite eines viermaligen Weltmeisters. Nicht wenige hatten Zweifel, ob der Monegasse dafür schon bereit war. Spätestens nach Monza ist aber klar, dass er es ist.

"Bin noch genauso normal wie vor meinen beiden Siegen"

Leclerc liegt in der Gesamtwertung vor Sebastian Vettel, konnte den Deutschen in den vergangenen sieben Qualifyings immer schlagen und hat die Tifosi mit dem ersehnten Heimsieg sehr glücklich gemacht - und das nur eine Woche nach seinem ersten Erfolg in Spa-Francorchamps.

"Zu Beginn des Jahres wollte ich mich im Saisonverlauf verbessern, und ich denke, das ist mir vom ersten Rennen bis hierhin gelungen", sagt Leclerc. "Es gab zwar mehr oder weniger kostbare Fehler, aber ich habe aus ihnen gelernt. Ich werde in Zukunft auch andere Fehler machen, aber ich hoffe, dass ich auch aus ihnen lernen werde. Das war das Ziel dieses Jahr. Ich bin zufrieden."

Wie ehrgeizig der 21-Jährige ist, zeigt sich darin, dass er auch nach seinen beiden Siegen nicht vollends zufrieden war: "Selbst nach Siegen fokussiere ich mich immer auf das Negative", sagt er. "Selbst wenn ein Wochenende von außen gut aussieht, gibt es immer etwas, das man verbessern kann."

Doch hat er sich wenigstens mit etwas für seinen ersten Erfolg belohnt? "Nein. Gar nichts. Es tut mir leid, euch enttäuschen zu müssen, aber ich habe mir überhaupt nichts gekauft", sagt er. "Irgendwo im Internet stand, dass ich ein Tattoo habe machen lassen, aber das stimmt nicht. Ich bin noch genauso normal wie vor meinen beiden Siegen."

 

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