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Leipziger Traumstart in die Königsklasse

Doppelpacker Werner schießt RB bei Benfica zum Sieg

17.09.2019 23:02
© Octavio Passos, getty

Wenig Glanz, viel Kampf - und am Ende macht's Werner per Doppelpack: Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig hat dank des Torriechers von Timo Werner einen Traumstart in die Champions-League erwischt und geht mit viel Rückenwind ins Rennen um das Achtelfinale.

Zum Auftakt der Gruppenphase siegten fleißig arbeitende Sachsen am Dienstagabend beim portugiesischen Rekordmeister Benfica nach einer hart umkämpften Partie mit 2:1 (0:0).

Dass sich die direkten Kontrahenten in der Gruppe G Olympique Lyon und Zenit St. Petersburg jedoch auch 1:1 (0:1) trennten, spielt RB in die Karten, die gute Ausgangslage können die Sachsen nun bei den kommenden beiden Heimspielen gegen Lyon (2. Oktober) und St. Petersburg (23. Oktober) ausbauen.

Nationalspieler Werner (69./78.) erzielte die goldenen Treffer beim ersten Auftritt der Elf von Trainer Julian Nagelsmann in der Champions League seit dem Debüt in der Saison 2017/2018, als nach der Vorrunde Schluss gewesen war. Haris Seferovic (84.) gelang das Anschlusstor für Benfica.

"Es ist immer super, wenn man zwei Tore schießt, egal ob in der Champions League oder der Bundesliga. Es haben ein sehr attraktives Spiel gesehen, das wir verdient gewonnen haben, auch wenn wir früher in Führung gehen mussten", resümierte Doppelpacker Werner, der schon sieben Pflichtspieltore für RB in dieser Saison erzielt hat, bei "DAZN".

Willi Orban: "Julian Nagelsmann macht jeden Spieler besser"

Auch Leipzigs Abwehrchef Willi Orban war zufrieden und lobte den Coach: "Wenn man ein so intensives Spiel am Ende gewinnt, kann man zufrieden sein, das war nicht so schlecht. Julian Nagelsmann macht jeden Spieler besser."

Nagelsmann selbst, der mit der TSG Hoffenheim im Vorjahr in der Gruppenphase ausgeschieden war, feierte in Lissabon seinen ersten Sieg in der Königsklasse. Mit den Kraichgauern hatte er lediglich drei Remis und drei Niederlagen zustande gebracht.

Dass sich die direkten Kontrahenten in der Gruppe G Olympique Lyon und Zenit St. Petersburg jedoch auch 1:1 (0:1) trennten, spielt RB in die Karten, die gute Ausgangslage können die Sachsen nun bei den kommenden beiden Heimspielen gegen Lyon (2. Oktober) und St. Petersburg (23. Oktober) ausbauen.

RB Leipzig von Beginn an fokussiert

Im berühmten Estadio da Luz beherzigten die Sachsen Nagelsmanns Worte zu Beginn, der Coach hatte vor einer ähnlichen schwachen Halbzeit wie beim 1:1 gegen Bayern München am vergangenen Samstag gewarnt, als seinem Team jede Spannung gefehlt hatte, und wurde nicht enttäuscht.

Die Leipziger standen hinten kompakt und verteidigten aggressiv nach vorn, auch wenn die ganz großen Torchancen zunächst ausblieben. Ein Treffer von Spielmacher Emil Forsberg (7.) zählte wegen einer Abseitsstellung zu Recht nicht. Die bis dato gefährlichste Aktion der Gastgeber war ein Freistoß von Stürmer Raul De Tomas (13.), der den Ball aus 25 Metern weit über das Tor setzte.

In Ermangelung echter Torchancen drückte Benfica dem Spiel Mitte des ersten Durchgangs etwas mehr seinen Stempel auf, bei Leipzig war das Fehlen der führenden Hand von Mittelfeld-Stratege Kevin Kampl (Sprunggelenk) vor allem in der Vorwärtsbewegung anzumerken.

Zweiter Treffer von Timo Werner zählt nach VAR-Überprüfung

Zum ersten Abschluss brauchte es eine Einzelaktion von Werner (26.), der sich über links durchdribbelte, dann aber an dem in Stuttgart geborenen Benfica-Schlussmann Odisseas Vlachodimos scheiterte.

In der Folge nahm die Partie an Fahrt auf und de Tomas (45.+3) köpfte kurz vor der Pause aus spitzem Winkel fast das 0:1, doch RB-Keeper Peter Gulacsi war zur Stelle.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs präsentierten sich die Leipziger im Angriff wesentlich temporeicher und zielstrebiger als zuvor, vor allem über die Flügel ging mehr. Dass der hereingrätschende Marcel Sabitzer (50.) eine Hereingabe von Yussuf Poulsen nicht verwertete, lag nur an Vlachodimos, der die Richtung des Balles entscheidend veränderte.

Lissabons Top-Torjäger Pizzi (68.) verfehlte nur um Zentimeter, bevor Werner traf. Bei seinem zweiten Treffer musste der Videobeweis bemüht werden.

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