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Titelrennen, Neues und Besonderheiten

Das erwartet die Fans in der DEL-Saison 2019/2020

12.09.2019 14:51
Die Adler Mannheim und der EHC Red Bull München sind die Favoriten auf den DEL-Titel
© Sina Schuldt
Die Adler Mannheim und der EHC Red Bull München sind die Favoriten auf den DEL-Titel

Der entthronte Ex-Meister EHC Red Bull München ist vor dem Start der neuen Saison in der Deutschen Eishockey Liga an diesem Freitag auf Revanche aus.

Kommt es wieder zum Titel-Zweikampf mit Meister Adler Mannheim? Die wichtigsten Fragen und Antworten vor dem Saisonstart.

Wer sind die Favoriten?

Darin sind sich alle Experten einig: Meister Mannheim und Vize-Champion München haben die besten Chancen. Ein anderer Klub als Meister wäre eine Überraschung. Beide haben das meiste Geld und die breitesten Kader. "Nur Glück" könne die Dominanz der beiden finanziell großzügig von SAP (Mannheim) und Red Bull (München) ausgestatteten Klubs verhindern, sagte Düsseldorf-Coach Harold Kreis.

Wer kann Mannheim und München gefährlich werden?

Die beiden Branchenführer verweisen auf einige mögliche Konkurrenten und nennen unisono vor allem Augsburg, Köln und Düsseldorf. Die rheinischen Rivalen bilden zusammen mit Berlin, Nürnberg und Ingolstadt finanziell gesehen die zweite Reihe hinter den Top-Favoriten, liegen aber teils deutlich zurück. Zum Vergleich: Nach Schätzungen des Fachmagazins "Eishockey News" liegen die Etats von Mannheim (16 Millionen Euro) und München (15,5) in etwa gleichauf.

Das Budget der Klubs dahinter soll um die Zehn-Millionen-Euro-Marke liegen. Auch sie haben in der Spitze gut besetzte Kader, können aber mögliche Verletzungen von Leistungsträgern schlechter kompensieren. Vorjahres-Halbfinalist Augsburg stand gegen München in den Playoffs knapp vor dem Finaleinzug, verlor zur neuen Saison aber Trainer Mike Stewart an die zahlungskräftigeren Kölner Haie.

Geht der Abgang der besten deutschen Spieler in die NHL weiter?

Vor allem durch den Gewinn der olympischen Silbermedaille 2018 sind deutsche Spieler in Nordamerika begehrt. Die im Vorjahr nach Übersee gewechselten Yasin Ehliz (nun München) und Maximilian Kammerer (Düsseldorf) konnten sich zwar nicht durchsetzen und sind schon wieder zurück in der DEL. Insgesamt hat sich an dem Trend aber nichts geändert.

Vor allem Mannheim ist betroffen. Der erst 18 Jahre alte Moritz Seider als aktuell größtes deutsches Talent dürfte fast sicher zum NHL-Saisonstart im Oktober für Detroit auf dem Eis stehen. Auch Neuzugang Lean Bergmann (20) aus Iserlohn kämpft derzeit in San José um den Einstieg in die NHL. "Das wäre schon eine Enttäuschung, wenn er nicht zurückkäme. Wir haben die Mannschaft so zusammengestellt, dass wir mit ihm gerechnet haben", sagte Adler-Trainer Pavel Gross.

Was ist neu in dieser Saison?

Will ein Team maximal 19 Spieler pro Partie einsetzen, müssen darunter mindestens zwei deutsche U23-Akteure sein und nicht mehr nur einer. Diese Regelung stößt auch auf Kritik. "Ich kenne ältere deutsche Spieler, die nicht mehr in der DEL spielen können, weil für sie dadurch kein Platz mehr im Kader ist", sagte etwa Münchens Maximilian Kastner.

Neu ist auch das sogenannte Gamecenter der Liga. Pro Partie hält ein Beobachter Auffälligkeiten fest wie verpasste Strafen, Fanverhalten, Pünktlichkeit oder Eisqualität. Spielrelevante Entscheidungen werden aber nicht getroffen.

Gibt es Besonderheiten?

In der DEL wird rund um den Jahreswechsel traditionell gespielt. Ein kompletter Spieltag findet wie immer am zweiten Weihnachtstag statt, unter anderem mit dem Südwest-Derby Schwenningen gegen Mannheim. Das neue Jahr startet dann am 3. Januar mit dem rheinischen Derby Köln gegen Düsseldorf. Das größte und prestigereichste DEL-Duell findet wie immer mindestens viermal statt. Die drei übrigen Derbys werden am 20. Oktober, 29. November und 16. Februar ausgetragen.

Wann steht der Meister fest?

Gespielt wird eine Doppel-Hauptrunde, jeder spielt je zweimal daheim und auswärts gegen jeden. Nach 52 Spieltagen bis zum 8. März 2020 sind die ersten sechs Teams direkt für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert. Die Klubs auf den Plätzen acht bis zehn spielen in maximal drei Partien zwei weitere Playoff-Teilnehmer aus. Danach geht es in den Best-of-Seven-Serien - vier Siege sind zum Weiterkommen nötig - bis zum Titel spätestens Ende April 2020 weiter. Ein Absteiger wird erst ab der Saison 2020/2021 wieder ausgespielt.

Wo kann man die Spiele im Fernsehen sehen?

"Sport 1" zeigt mindestens 40 Spiele live im Free-TV, zum Start am Freitag das bayerische Derby Augsburg gegen München. Dazu sind alle DEL-Spiele live bei "Magenta Sport" zu sehen. "Telekom"-Kunden - egal ob Internet-, TV- oder Mobilfunkkunde - bezahlen dafür nichts. Alle anderen Interessierten bezahlen mindestens 9,95 Euro pro Monat.

 

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