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IOC und Intel veranstalten eSports-Turnier vor Olympia 2020

12.09.2019 12:16
Das Maskottchen-Roboter Miraitowa steht bei der Vorstellung der Maskottchenroboter für die Olympischen Spiele Tokio 2020
© dpa
Das Maskottchen-Roboter Miraitowa steht bei der Vorstellung der Maskottchenroboter für die Olympischen Spiele Tokio 2020

Olympia und der eSports nähern sich weiter an. Unmittelbar vor Beginn der Spiele im kommenden Jahr in Tokio finden die Intel World Open in der japanischen Metropole statt, wie der Elektronikhersteller Intel am Mittwoch mitteilte.

Der Wettbewerb entstehe in Kooperation mit dem Internationalen Olympische Kommittee (IOC). Das Turnier läuft vom 22. bis 24. Juli, dem Tag der Eröffnungsfeier.

"Während wir die Verbindung zwischen eSports und der olympischen Bewegung weiter erkunden, freuen wir uns, von diesem Event zu lernen und uns weiter mit der leidenschaftlichen weltweiten eSports-Community zu befassen", sagte IOC-Sportdirektor Kit McConnell der Mitteilung zufolge. Bereits zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang und den Asian Games 2017 gab es begleitende E-Sport-Turniere.

E-Sportler in den Disziplinen "Street Fighter V" und "Rocket League" werden in Tokio um ein Preisgeld von insgesamt 500 000 US-Dollar antreten. Die Qualifikation ist für alle offen und wird zunächst online ausgespielt. Im Juni soll dann ein Qualifikationsturnier im polnischen Kattowitz stattfinden. Als Produktionspartner ist auch die in Deutschland ansässige ESL beteiligt.

Die beiden Spiele gehören nicht zu den größten eSports-Disziplinen, sind jedoch für Zuschauer leicht zugänglich. Das zu den sogenannten Fighting Games gehörende "Street Fighter" hat in Japan eine verhältnismäßig lange Tradition. "Rocket League" funktioniert fast wie Fußball - nur stehen statt 22 Menschen sechs Autos mit Raketenantrieb auf dem Platz.

Unterdessen sträubt sich der Deutsche Olympische Sportbund, eSports als Sport anzuerkennen. Ein Rechtsgutachten des DOSB stellte fest, dass jegliches Spiel an der Konsole "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts" sei. Die Einschätzung wurde von Experten und Politikern scharf kritisiert.

 

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