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Vor allem Favre wurde zuletzt mangelndes Feuer vorgeworfen

Ist der BVB wirklich zu emotionslos? Weigl äußert sich

12.09.2019 14:08
Julian Weigl äußerte sich zur Dortmunder Mentalitätsdebatte
© Stuart Franklin, getty
Julian Weigl äußerte sich zur Dortmunder Mentalitätsdebatte

Nach den dürftigen Bundesliga-Auftritten gegen den 1. FC Köln (3:1) und 1. FC Union Berlin (1:3) musste sich der deutsche Vize-Meister Borussia Dortmund von allen Seiten den Vorwurf gefallen lassen, zu emotionslos und lethargisch auf dem Platz agiert zu haben. Der BVB verlasse sich zu sehr auf seine individuellen Qualitäten und verliere dabei bisweilen die Zielstrebigkeit und den Kampfgeist aus den Augen, so die Vorwürfe der Verantwortlichen, Fans und Beobachter der Schwarz-Gelben.

Von einer mangelnden Emotionalität bei den Dortmundern will Mittelfeldmann Julian Weigl derweil nichts wissen: "Um es klar zu sagen: Es ist bei uns ganz sicher nicht mucksmäuschenstill in der Kabine", so der 24-Jährige, der erklärend hinzufügte: "Natürlich ist Marco Reus einer, der immer vorangeht und versucht die Mannschaft – wenn es nicht läuft – nochmal wachzurütteln. Auch Co-Trainer Edin Terzic hält Ansprachen. Ich denke nicht, dass das Thema Emotionalität ein Problem von uns ist."

Dass gerade Cheftrainer Lucien Favre nicht unbedingt als Motivationskünstler gilt und eher mit seinen fachlichen Kompetenzen als Coach überzeugt, ist für Weigl ebenfalls kein Problem: "Lucien Favre ist jemand, der vieles analytisch sieht und vieles versucht taktisch zu lösen. Da hat jeder Trainer seinen eigenen Ansatz."

Neben der Mentalitätsdebatte beim BVB äußerte sich der fünfmalige deutsche Nationalspieler auch zu seiner eigenen sportlichen Situation bei den Westfalen. Nachdem er im letzten Winter fast schon gegangen wäre, ist er derzeit wieder eine feste Größe bei der Borussia und stand in allen drei Saisonspielen in der Bundesliga in der Startelf.

Weigl bestätigte, dass er Dortmund im Januar diesen Jahres gerne verlassen hätte, wohl zu Ex-Coach Thomas Tuchel zu Paris Saint-Germain. Warum der Transfer nicht zustande kam, erklärte der defensive Mittelfeldspieler: "Ganz einfach: Der Klub wollte Meister werden, und es war noch nicht abzusehen, wann die verletzten Innenverteidiger zurückkehren. Natürlich war das nicht unbedingt befriedigend für mich. Aber ich habe trotzdem keinen Stunk gemacht oder versucht, mich wegzustreiken. Dafür habe ich Dortmund viel zu viel zu verdanken."

Aussagen, die in Dortmund mit den Erfahrungen bei Ousmane Dembélé vor zwei Jahren nicht mehr selbstverständlich scheinen. 

 

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Tabelle

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig431010:3710
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmund430113:589
3SC FreiburgSC FreiburgSC Freiburg430110:379
4Bayern MünchenBayern MünchenFC Bayern422012:488
5VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg42207:348
6FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 0442118:447
7Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach42115:417
8Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen42116:7-17
9Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurt42025:506
10Werder BremenWerder BremenSV Werder42028:9-16
11Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf41126:7-14
121. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin41125:8-34
131899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheim41123:6-34
14FC AugsburgFC AugsburgAugsburg41126:10-44
151. FC Köln1. FC Köln1.FC Köln41034:7-33
161. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0541034:13-93
17SC Paderborn 07SC Paderborn 07Paderborn40135:12-71
18Hertha BSCHertha BSCHertha BSC40133:10-71
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