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Unfall, Getriebestrafe, falsche Reifen

Kimi Räikkönens "Scheißwochenende" in Monza

09.09.2019 17:59
Kimi Räikkönen hatte in Italien kein Glück
© Charles Coates, getty
Kimi Räikkönen hatte in Italien kein Glück

Kimi Räikkönen erlebte laut eigener Aussage ein "Scheißwochenende" beim Grand Prix von Italien in Monza.

Zunächst verunfallte der Finne in Training und Qualifying in der Parabolica, nach einer Getriebestrafe und dem Start aus der Boxengasse wurde schließlich festgestellt, dass er die falschen Reifen am Start verwendete.

"Das Auto mit der Nummer 7 startete das Rennen auf einem Reifensatz, der nicht dafür verwendet wurde, die schnellste Rundenzeit in Q2 zu fahren", stellten die FIA-Rennkommissare fest. Deshalb wurde dem Finnen zu Rennbeginn eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe aufgebrummt.

Ihm wurde konkret ein Bruch von Artikel 24.4 j des Sportlichen Reglements vorgeworfen. Darin steht geschrieben: "Abgesehen von Autos, deren Monocoque verändert wurde nach dem Qualifying, muss beim Rennstart bei Autos, die es ins Q3 geschafft haben, jener Reifen verwendet werden, mit dem in Q2 die schnellste Zeit gefahren wurde."

Kimi Räikkönen: "Ich habe keine Ahnung ..."

Nachdem Räikkönen aufgrund des Getriebetauschs sowieso fünf Strafplätze erhalten hatte, entschied das Team, den C38 mit dem neuen Phase-3-Ferrari-Antrieb auszustatten. Daher der Start aus der Boxengasse. Dabei hat Alfa Romeo anscheinend die Regeln missachtet.

Denn obwohl der Finne im Qualifying in Q3 verunfallt ist, hat er es dank seiner Q2-Zeit auf Soft-Reifen noch in den letzten Abschnitt geschafft. Am Start aus der Boxgasse stand er dann allerdings auf frischen Mediums. Das Team nahm fälschlicherweise an, dass man freie Reifenwahl habe.

"Nein, erst wenn das Monocoque getauscht wird, das haben sie aber nicht gemacht", klärt auch FIA-Rennleiter Michael Masi auf. "Hätten sie die Überlebenszelle getauscht, dann wäre der Reifenwechsel möglich geworden." Da das Chassis des C38 nicht angerührt wurde, hätte Räikkönen auf den gebrauchten Q2-Softs starten müssen.

Durch die Stop-and-Go-Strafe wurde er wieder ans Ende des Feldes gespült und beendete das Rennen schließlich nur als 15. "Die Strafe hat Kimi jegliche Chance auf Punkte genommen", weiß auch Teamchef Fred Vasseur.

"Das war ein Scheißwochenende. Zuerst mein Fehler im Qualifying, der leider zum Tausch des Getriebes führte. Dann haben wir den Motor getauscht und mussten deshalb aus der Box starten und dann haben wir auch noch die falschen Reifen verwendet. Dadurch war mein Rennen gelaufen", fasst Räikkönen zusammen.

Auf seine Strafe angesprochen, meint er nur: "Mein Unfall vom Freitag hat das alles ausgelöst. Ich weiß nicht, was im Rennen passiert ist. Ich weiß nicht, was die Regeln besagen. Ich habe keine Ahnung, warum wir die falschen Reifen drauf hatten", gibt er zu.

Giovinazzi holt zwei Punkte

Räikkönen freut sich bereits auf Singapur. "Denn schlimmer kann's nicht mehr werden." Dem stimmt Alfa-Teamchef Vasseur zu. Angesprochen auf die Reifen-Panne meint er: "Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich werde das untersuchen."

Manchmal würde ein kleiner Fehler eben in einem großen Schlamassel enden, meint er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wir müssen jetzt Ruhe bewahren. Kimi hat seit Saisonbeginn einen tollen Job gemacht."

Doch wenn der Weltmeister von 2007 konstant auf den Rängen sechs oder sieben im Qualifying landen will, dann müsse er eben Risiko eingehen, kann Vasseur verstehen. "Wir müssen akzeptieren, dass auch Fehler passieren, wenn man Risiko eingeht."

Das Team durfte sich beim Heimrennen immerhin über zwei Punkte durch Antonio Giovinazzi freuen. Zwar war der Italiener mit seiner Strategie nicht ganz zufrieden, dennoch ist er glücklich über das Ergebnis. "Speziell hier in Italien."

"Durch das virtuelle Safety-Car hätte ich wohl zuerst auf dem Medium starten und dann auf den Soft wechseln sollen. Wir haben das Gegenteil gemacht. Dennoch nehmen wir Platz neun mit." Zum ersten Mal konnte Giovinazzi allein die Kohlen für Alfa aus dem Feuer holen. Mit diesem Momentum will er nun nach Singapur gehen. "Ich mag die Strecke und will dort genau so schnell sein und ein gutes Ergebnis einfahren."

Auch vom Teamchef gibt es für seine Leistung Lob: "Antonio ist ein wirklich gutes Rennen vor unseren Fans gefahren. Er hat kühlen Kopf unter Druck bewahrt, um Platz neun nach Hause zu bringen." Er habe damit den Glauben, den das Team in ihn habe, gestärkt.

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