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"Haben schon ein paar Sachen gut gemacht"

Gelungener Neustart: U21 besiegt dezimierte Griechen

05.09.2019 20:14
Die U21 durfte zweimal jubeln
© Thomas Eisenhuth, getty
Die U21 durfte zweimal jubeln

Die runderneuerte deutsche U21-Nationalmannschaft hat 67 Tage nach dem verlorenen EM-Endspiel gegen Spanien einen gelungenen Neustart hingelegt. Die Elf von Trainer Stefan Kuntz gewann in Zwickau ein Testspiel gegen Griechenland verdient mit 2:0 (1:0) und tankte Selbstvertrauen für das erste Qualifikationsspiel zur EM 2021 am Dienstag in Wales.

"Dafür, dass sie zum ersten Mal zusammengespielt haben, war es ok", sagte der Europameister von 1996. "Die Spielfreude konnte man erkennen, Mut konnte man erkennen, die Präzision hat öfter mal gefehlt, auch fehlte mit etwas der Zugriff aufs Spiel und die Stabilität. Aber dafür machen wir ja solche Tests", meinte der Coach.

Kuntz hatte zur zweiten Halbzeit eine komplett neue Mannschaft aufs Feld geschickt, dennoch war das Spiel kein Muster ohne Wert. "Insgesamt gab es gute Erkenntnisse, um am Dienstag für die Startformation eine gute Entscheidung zu treffen", sagte der U21-Chefcoach.

Die Tore der Gastgeber erzielten Lukas Nmecha vom VfL Wolfsburg (25.) und Niklas Dorsch vom 1. FC Heidenheim (58.). Nmecha war von Kuntz erst in diesem Jahr zu einem Wechsel vom englischen zum deutschen Verband überredet worden, für ihn war es der erste Treffer im DFB-Trikot. Die Griechen mussten ab der 37. Minute wegen einer Roten Karte gegen Alexandros Katranis mit neun Feldspielern auskommen. Zur zweiten Hälfte kam eine komplett neue deutsche Elf aufs Feld.

DFB-Auswahl zu Beginn nervös 

"Es war für uns nicht besonders gut, dass wir gegen zehn Mann spielen mussten. Das verändert die Eigenschaft des Spiels. Aber danach haben wir ein paar Sachen schon gut gemacht", sagte Kuntz bei "ProSieben Maxx". Für das Spiel in Wales stehe ihm nun ein "Personalpuzzle" bevor, um die beste Elf zu finden.

Für das Experiment in Zwickau hatte Kuntz 19 Debütanten berufen. In Torwart Markus Schubert (Schalke 04), Johannes Eggestein (Weder Bremen) und Nmecha waren nur noch drei Spieler aus dem EM-Kader dabei, die alle zur Startelf gehörten. Eggestein führte die DFB-Elf als Kapitän aufs Feld.

Vor 4512 Zuschauer tat sich die deutsche Mannschaft zunächst schwer und agierte nervös. Gegen die laufstarken Griechen fehlte es im Spielaufbau an Kreativität, die Spielzüge der Gastgeber waren oft durchschaubar. Ein Freistoß von Tim Handwerker (1. FC Nürnberg) und ein abgefälschter Distanzschuss von Eggestein brachten zunächst die einzige Gefahr.


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Erst als sich Rechtsverteidiger Felix Agu (VfL Osnabrück) erstmals bis zur Torlinie durchsetzen konnte, wurde es sofort brandgefährlich. Seine genau Flanke verlängerte Nmecha aus kurzer Distanz zum 1:0. Kurz danach hätte Dzenis Burnic auf 2:0 erhöhen können, doch der Dresdner wartete zu lange mit dem Abschluss.

Glück hatten die DFB-Elf, als der niederländische Schiedsrichter Dennis Gigler Griechenlands Katranis wegen Notbremse gegen Nmecha Rot zeigte. Nach der harten Entscheidung kam aber endlich Leichtigkeit in die Aktionen der deutschen Elf, die nun die ganze Breite des Feldes nutzte und bis zur Pause einen Angriff auf den nächsten startete.

Die zur zweiten Halbzeit komplett neuformierte deutsche Elf zeigte ebenfalls viel Einsatz und Spielfreude und drängte früh auf das 2:0. Das besorgte schließlich Dorsch nach starker Einzelleistung. In der Folge blieb der Vize-Europameister am Drücker und vergab beste Chancen zu einer höheren Führung. Auch konnte sich Griechenlands Schlussmann Marios Siampanis mit einigen Paraden auszeichnen.

 

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