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Nach Pleite gegen Union Berlin

BVB-Ikone kritisiert Reus: "Muss bei sich selbst anfangen"

02.09.2019 07:09
Marco Reus und der BVB haben bei Union Berlin verloren
© Maja Hitij, getty
Marco Reus und der BVB haben bei Union Berlin verloren

Borussia Dortmund hat am Wochenende einen herben Dämpfer im Kampf um die deutsche Fußball-Meisterschaft erlitten. Für Vereinsikone Jürgen Kohler ist die 1:3-Pleite bei Union Berlin ein "Warnschuss", der BVB müsse nun die richtigen Schlüsse ziehen, schrieb der Weltmeister von 1990 in seiner Kolumne im "kicker". Einen Akteur der Schwarzgelben nimmt der 53-Jährige dabei ganz besonders in die Pflicht.

"Marco Reus hat am Samstag darauf hingewiesen, dass man Spiele nicht nur mit Qualität gewinnt, sondern Wille und Leidenschaft notwendig sind", erklärte Kohler und fügte an: "Dortmunds Kapitän hat damit natürlich recht, aber er muss bei sich selbst anfangen und sich fragen: Wo war er gegen Union?"

Der deutliche Hinweis des ehemaligen Weltklasse-Verteidigers an den Spielführer des BVB lautet also: "Wenn man ein Problem erkannt hat, stellt man es am besten zuerst bei sich selbst ab."

Reus sei ein "Unterschiedsspieler, wenn es gut läuft". Aber auch der 30-Jährige könne nicht immer konstant gut spielen. "Trotzdem muss er sich, wenn es mal nicht läuft, mehr zeigen und vorangehen: mit Aktionen, Ballkontrolle, Präsenz", mahnte Kohler. 

Ganz allgemein sei es nach der Niederlage gegen Union am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga aber noch zu früh, den Stab über die Borussia zu brechen.

"Es ist normal, dass es zu Beginn einer Saison noch hakt und stottert. Der BVB tut sich schwer, wenn er permanent das Spiel machen muss, in der Defensive und gerade bei Standards wirkt die Mannschaft noch sehr verwundbar", analysierte die BVB-Ikone.

BVB und FC Bayern nicht unantastbar

Beim lange Zeit schwachen Spiel gegen den 1. FC Köln am 2. Spieltag habe man Glück gehabt, dass Dortmund die Partie dank individueller Klasse und einer guten Bank noch drehen konnte: "Aber das funktioniert eben nicht jedes Mal!"

Aber auch der FC Bayern sei in dieser Saison "nicht untastbar". "Das Spiel gegen Mainz hat trotz des am Ende klaren 6:1-Sieges gezeigt, dass die Mannschaft noch nicht gefestigt ist", so der "kicker"-Kolumnist. Die Verantwortlichen und Fans des BVB dürfen also noch Hoffnungen haben. 

 

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