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Pogacar gewinnt spektakuläre Vuelta-Etappe

01.09.2019 18:43
Tadej Pogacar gewinnt die neunte Etappe der Spanienrundfahrt
© unknown
Tadej Pogacar gewinnt die neunte Etappe der Spanienrundfahrt

Das slowenische Toptalent Tadej Pogacar hat die spektakuläre neunte Etappe der Spanienrundfahrt gewonnen.

Bei der nur 94,4 Kilometer langen Berghatz durch die Pyrenäen setzte sich der mit 20 Jahren jüngste Vuelta-Teilnehmer in Andorra begleitet von heftigen Hagelschauern mit 23 Sekunden Vorsprung auf Nairo Quintana (Movistar) durch. Der Kolumbianer übernahm damit das Rote Trikot des Gesamtführenden. 

Auf dem Weg zur Bergankunft im 2086 Meter hoch gelegenen Cortals d'Encamp schüttelte der kolumbianische Mitfavorit Miguel Ángel López (Astana) 18,3 Kilometer vor dem Ziel die Konkurrenten um Quintana ab, geriet in einer Abfahrt aber als Erster in den Hagelschauer, kam zu Fall und wurde gezeichnet von Wunden am Ellbogen wieder eingeholt. Kurz darauf attackierte Quintana, nur Pogacar konnte folgen.

Im Gesamtklassement führt Quintana, der Vuelta-Sieger von 2016, nun mit sechs Sekunden Vorsprung auf den Tages-Dritten Primoz Roglic (Jumbo-Visma), Lopez (+0:17 Minuten) und sein spanischer Teamkollege Alejandro Valverde (+0:20) folgen auf den Plätzen drei und vier.

Tags zuvor hatte Nikias Arndt (Sunweb) in Igualada überraschend den ersten deutschen Vuelta-Etappensieg seit 2015 gefeiert. Aus einer großen Ausreißergruppe fuhr er den zweiten großen Einzelerfolg seiner Karriere heraus.

Tadej Pogacar: "Das ist absolut unglaublich"

"Das ist absolut unglaublich, einer der schönsten Tage meiner Karriere. Ich bin überglücklich", sagte der 27-Jährige. Im Sprint musste er nicht einmal aus dem Sattel gehen, um die Konkurrenten um über eine Radlänge zu distanzieren. Er habe gewusst, "dass ich im Sprint schnell genug bin, um zu gewinnen. Ich musste die Gruppe nur zusammenhalten", so Arndt. 

Der Allrounder hatte 2016 schon eine Etappe beim Giro d'Italia gewonnen und bei der Tour de France 2017 mit einem zweiten Platz in der Provence geglänzt. Den letzten deutschen Etappensieg bei der Vuelta hatte es 2015 durch John Degenkolb gegeben.

Nach neun Renntagen folgt am Montag der erste Ruhetag für die Fahrer, ehe es tags darauf auf der französischen Seite der Pyrenäen mit einem 36,2 Kilometer langen Einzelzeitfahren vom Weinanbaugebiet Jurancon nach Pau weitergeht.

 

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