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Bayer vs. Hoffenheim: Nullnummer statt Spektakel

31.08.2019 17:38
Beim Gastspiel der TSG Hoffenheim bei Bayer Leverkusen gab es keinen Sieger
© Christof Koepsel, getty
Beim Gastspiel der TSG Hoffenheim bei Bayer Leverkusen gab es keinen Sieger

Keine Tore im niederländischen Trainerduell: Bayer Leverkusen hat die ersten Punkte der Saison abgegeben, bleibt nach dem 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga aber ungeschlagen.

Die Werkself von Trainer Peter Bosz kam im lange unspektakulären Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim nicht über ein 0:0 hinaus - damit blieb auch das erste Aufeinandertreffen zwischen den Landsmännern Bosz und TSG-Coach Alfred Schreuder ohne Sieger.

In den vergangenen vier Partien beider Teams waren noch jeweils mindestens vier Treffer gefallen, nun endete das erste von insgesamt 23 Bundesliga-Duellen vor 26.506 Zuschauern erstmals torlos. Während Bayer mit sieben Zählern den Kontakt zur Ligaspitze hält, weist die TSG nach drei Spielen mit vier Punkten eine ausgeglichene Bilanz vor.

Bosz vertraute derselben Elf wie beim überzeugenden Auswärtserfolg in Düsseldorf (3:1) - und seine Mannschaft übernahm gleich die Spielkontrolle. Die schnellen Offensivakteure Leon Bailey und Karim Bellarabi versuchten mit Antritten über die Flügel in freie Räume vorzustoßen, ihre Hereingaben blieben aber zunächst zu ungenau. Youngster Kai Havertz vergab die erste Gelegenheit, als er im Sechzehner in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig traf (5.).

Hoffenheim, bei dem der unter der Woche verpflichtete 17-Millionen-Stürmer Jürgen Locadia zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, beobachtete bei hohen Temperaturen um 33 Grad Celsius das Geschehen. Hoffenheims Tscheche Pavel Kaderabek sorgte mit einem abgefälschten Schuss für etwas Gefahr (14.). Dann geschah eine Viertelstunde nichts.

Die Gastgeber mit den Ex-Hoffenheimern Kerem Demirbay und Kevin Volland besaßen zwar Spielkontrolle, Hoffenheim hielt die Räume durch großen läuferischen Aufwand aber dicht. Auch sechs Leverkusener Ecken in den ersten 30 Minuten brachten keine Gefahr.

Bosz und Schreuder - deren Wege sich zu aktiver Zeit mehrfach gekreuzt hatten - nutzten eine Trinkpause zur Mitte der ersten Hälfte, um taktische Änderungen vorzunehmen. Auch der Rasen wurde gewässert.

Hoffenheim wurde etwas aktiver und hätte bei einem Konter über Angreifer Ishak Belfodil in Führung gehen können, die Hereingabe des Algeriers landete aber im Niemandsland (28.). Weder Hoffenheim noch das auffälligere Leverkusen wollten jedoch zu sehr ins Risiko gehen. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel scheiterte Belfodil auf der rechten Seite am souveränen Lukas Hradecky im Bayer-Tor (47.).

Die Fehlerquote auf beiden Seiten blieb hoch, Bayer fing sich nach einem verschlafenen Wiederbeginn und kam nach Abschlüssen durch Bailey (57.) und Volland (59.) zu zwei Chancen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem ab der 63. Minute in Nadiem Amiri auch der dritte ehemalige Kraichgauer auf Seiten der Gastgeber mitmischte. Zwei Minuten später verfehlte der U21-Nationalspieler aus kürzester Distanz knapp das Tor, Leverkusen war nun klar stärker.

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