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Klimke und Jung behaupten Führungspositionen

31.08.2019 15:27
Klimke führt die deutsche Equipe wieder auf Goldkurs
© AFP/SID/JEAN-FRANCOIS MONIER
Klimke führt die deutsche Equipe wieder auf Goldkurs

Die deutschen Reiter Michael Jung und Ingrid Klimke haben bei der Vielseitigkeits-EM in Luhmühlen nach zwei von drei Disziplinen ihre Führungspositionen behauptet.

Ingrid Klimke kraulte ihrem Hale Bob die Mähne und war mächtig stolz. Nach einem mutigen und tadellosen Ritt über die knapp sechs Kilometer lange Geländestrecke von Luhmühlen hatte die deutsche Schlussreiterin die Gastgeber bei der Vielseitigkeits-EM endgültig auf Goldkurs zurückgeführt. In 9:58 Minuten blieb Klimke auf dem anspruchsvollen Kurs im Zeitlimit (10:10).

"Er ist einfach alter Hase, es hat super Spaß gemacht", sagte Klimke über ihren Oldenburger Wallach, der seine Reiterin sicher ins Ziel führte. "Wir wollen es morgen wieder so spannend machen. Ich hoffe, dass erneut viele Zuschauer kommen und es wieder mucksmäuschenstill wird", sagte Klimke nach ihrem furiosen Ritt.

Die noch amtierende Einzel-Europameisterin aus Münster kann auch weiter auf eine erfolgreiche Titelverteidigung hoffen. Mit 22,2 Punkten liegt die 51-Jährige Tochter von Reiter-Legende Reiner Klimke in der Einzelwertung vor dem abschließenden Springen am Sonntag auf Rang zwei.

Nur Teamkollege Michael Jung (Horb/20,90) ist noch vor Klimke platziert und könnte am Sonntag seinen vierten Einzeltitel nach 2011, 2013 und 2015 holen. Auf Rang drei liegt der Franzose Thibaut Vallette (25,8) mit Qing du Briot. In der Mannschaftswertung führt Deutschland (80,5) vor Großbritannien (92,8) und Frankreich (93,6).

"Chipmunk ist ein fantastisches Pferd"

Jung präsentierte sich im Gelände ähnlich stark wie Klimke und fegte im Sattel seines neues Pferdes Chipmunk über die 26 Hindernisse nur so hinweg. Die mehreren tausend Besucher an der Strecke gingen trotz der sengenden Hitze emotional voll mit. In dieser Verfassung dürfte der dreimalige Olympiasieger am Sonntag nur schwer zu schlagen sein.

"Chipmunk ist ein fantastisches Pferd", lobte Jung seinen vierbeinigen Partner, den er erst seit einem halben Jahr im Stall hat. "Er ist super ausgebildet. Wir haben in den letzten Wochen zusammengefunden. Er hat viel Energie", sagte Jung über seine "absolute Nummer eins" im Stall.

Zuvor hatte die deutsche Equipe im Kampf um Gold an Boden verloren. Sowohl Andreas Dibowski (Egestorf) mit Corrida als auch Kai Rüder (Fehmarn) mit Colani Sunrise hielten das Zeitlimit nicht ein. "Corrida war zu Beginn etwas hektisch. Bis zur achten Minute sah alles gut aus, dann haben wir etwas Zeit verloren", sagte Dibowski, für den der Geländekurs in der Lüneburger Heide "fantastisch konzipiert" war.

Rüder hatte am Start Probleme, sein Pferd wollte nicht in die Box. "Da ist er plötzlich explodiert. Man versucht dann beruhigend einzuwirken, doch das ist nicht so leicht", sagte der Reiter.

 

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