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Nach EM-Enttäuschung: Hockey-Bund berät über Coach Kermas

26.08.2019 13:19
Kermas hatte das Amt bei den Männern 2016 übernommen
© PIXATHLON/PIXATHLON/SID/
Kermas hatte das Amt bei den Männern 2016 übernommen

Nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Männer bei der EM in Belgien berät der Deutsche Hockey-Bund (DHB) über die Zukunft von Bundestrainer Stefan Kermas. "Ja, wir stellen uns der Trainerfrage. Alles andere wäre in der jetzigen Situation unnatürlich", sagte DHB-Sportdirektor Heino Knuf dem "SID" am Montag. Kermas und sein Team hatten die angestrebte EM-Medaille mit Platz vier wie 2017 verfehlt.

"Es wird jetzt intensive Gespräche mit der Mannschaft und dem Trainer geben. Wir werden das anschließend ganz in Ruhe bewerten und schauen dann, was wir daraus ableiten", sagte Knuf: "Wir brauchen da ein wenig, um die Situation gründlich zu analysieren und zu bewerten. Die entscheidenden Fragen lauten: Was ist systembedingt? Und was ist personenbedingt? Wenn das geklärt ist, werden wir eine Entscheidung treffen."

Kermas hatte das Amt bei den Männern nach Bronze in Rio 2016 von Valentin Altenburg übernommen. Seitdem hat das DHB-Team kein K.o.-Spiel für sich entscheiden können. Platz vier bei seinem Premierenturnier, der EM 2017, folgte das Viertelfinal-Aus bei der WM und nun Platz vier in Belgien.

"In dem Zeitraum, in dem Stefan verantwortlich ist, sind wir mit den Ergebnissen nicht zufrieden", sagte Knuf. Es gebe "an bestimmten Stellen Defizite", unter anderem bei den Strafecke. "Deswegen werden wir als eine Maßnahme die Trainingsumfänge Richtung Tokio erhöhen", sagte Knuf: "Es wird mehr Lehrgangstage mit der Nationalmannschaft geben. Zudem werden die zentralen Maßnahmen durch dezentrales Stützpunkttraining ergänzt."

 

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