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USADA bestätigt Anhörung im Fall Coleman

25.08.2019 08:26
USADA bestätigt: Coleman muss zur Anhörung
© AFP/SID/MICHAL CIZEK
USADA bestätigt: Coleman muss zur Anhörung

Die US-Anti-Doping-Behörde USADA hat erstmals eine Anhörung im Fall des US-Topsprinters Christian Coleman bestätigt.

Der Vizeweltmeister über 100 m soll mehrfach nicht ordnungsgemäße Angaben über seinen Aufenthaltsort hinterlegt und in den vergangenen zwölf Monaten drei Dopingtests verpasst haben. Coleman beteuerte in einer ersten Reaktion seine Unschuld, ohne konkretes Entlastungsmaterial zu veröffentlichen.

Nach USADA-Angaben kam es im Einzugsbereich der Behörde zu zwei sogenannten "missed tests", für eine weitere Dopingkontrolle soll Coleman von der in Monaco ansässigen Athletics Integrity Unit nicht anzutreffen gewesen sein. Bei drei versäumten Dopingtests droht Athleten eine Sperre, die je nach Schwere zwischen einem und zwei Jahren betragen kann.

Ein unabhängiger dreiköpfiger Ausschuss des nordamerikanischen Sport-Schiedsgerichts wird Colemans Fall behandeln, eine Entscheidung soll laut USADA Ende September getroffen werden. Die Anhörung soll laut Coleman am 4. September stattfinden.

In einer über den Twitter-Account eines NBC-Redakteurs veröffentlichten Mitteilung äußerte sich Coleman in einer ursprünglich an den früheren Top-Sprinter Ato Boldon adressierten Nachricht erstmals zu den Vorwürfen. Der 23-Jährige beteuert darin, dass "nicht wahr" sei, "was in Bezug auf die Verstöße verbreitet wurde".

Er sei "zuversichtlich, dass die bevorstehende Anhörung am 4. September die Angelegenheit klären" und er "bei der Weltmeisterschaft in Doha im Herbst antreten werde". Ihn entlastendes Material legte Coleman nicht vor. Erst nach dem Prozess könne er detailliert "Fragen zu dieser Angelegenheit beantworten", so Coleman. Die WM in Doha beginnt am 27. September, am gleichen Tag müsste der vermeintliche Titelfavorit auch zu seinem Vorlauf über 100 m starten.

Mit einer Zeit von 9,81 Sekunden ist Coleman derzeit der Weltjahresbeste über 100 m. Bei einer Sperre könnte er nicht nur die Titelkämpfe in Katar verpassen, sondern auch die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

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