Anzeige
powered by Alles zur Formel 1: News, Ergebnisse, Formel 1 Liveticker und mehr zur F1

Größerer Kalender?

Binotto warnt vor finanzieller Belastung für die Teams

24.08.2019 13:00
Mattia Binotto warnt vor den Konsequenzen, die ein größerer Kalender hätte
© MST
Mattia Binotto warnt vor den Konsequenzen, die ein größerer Kalender hätte

Offiziell ist es noch nicht, doch aktuell sieht es danach aus, dass die Formel 1 in der Saison 2020 erstmals 22 Rennen veranstalten wird. 20 Grands Prix sind bereits für 2020 bestätigt, die Vertragsverlängerung mit Monza ist nur noch Formsache, und auch in Barcelona stehen die Zeichen aktuell darauf, dass es weitergeht. Und das Ende der Fahnenstange muss damit noch nicht erreicht sein.

In der Vergangenheit war bereits von bis zu 25 Rennen pro Jahr die Rede. "Ich denke, wir müssen zunächst sicherstellen, dass wir finanziell die richtigen Entscheidungen treffen", warnt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto in diesem Zusammenhang. Zwar würden auch die Teams finanziell grundsätzlich von einem größeren Kalender profitieren, weil sie an den zusätzlichen Einnahmen beteiligt wären.

Doch so einfach ist die Rechnung nicht, weil zusätzliche Events auch zusätzliche Kosten mit sich bringen. So ist es laut Binotto nicht möglich, "eine komplette Saison mit 24 Rennen mit den gleichen Leuten zu bestreiten." Er erklärt: "Wir werden [bei einem noch größeren Kalender] zusätzliche Leute brauchen und rotieren müssen - von den Mechanikern bis zu den Ingenieuren."

Und laut Binotto betreffe das "sogar Schlüsselpersonal" - also zum Beispiel den Technik- oder Teamchef. "Bei den Mechanikern rotieren einige bereits heute", erklärt er. Bei höherem Personal sei das aber gewöhnlich nicht der Fall. Binotto befürchtet, dass bei einigen irgendwann eine rote Linie erreicht sein könnte, an der man den Reisestress nicht mehr eine komplette Saison mitmachen möchte.

Budgetobergrenze als weiteres Problem?

"Als Team wollen wir sicherstellen, dass wir unsere Leute in Zukunft halten können", stellt er klar. Daher könnte es nötig werden, die meisten Positionen im Team in Zukunft doppelt zu besetzen - und das kostet eben Geld. "Es wird einen großen Einfluss auf die Anzahl der Mitarbeiter und auch logistisch haben", kündigt Binotto im Hinblick auf einen größeren Kalender an.

Ein zusätzliches Problem könnte in diesem Zusammenhang die geplante Budgetobergrenze darstellen. "Vielleicht kann man sich die nötige Anzahl an Leuten einfach nicht leisten, weil man dann zusätzliche Gehälter zahlen muss", erklärt Binotto. Es ist davon auszugehen, dass zumindest die Topteams die geplante Budgetobergrenze bis zum Maximum ausreizen werden.

Zusätzliche Gehälter müsste man dann also an anderer Stelle einsparen. Zudem warnt Binotto, dass es gar nicht so leicht sei, das Team zu vergrößern. Denn man könne nicht einfach über Nacht einen Haufen neuer Mitarbeiter einstellen. Diese Umstrukturierung brauche Zeit. Und vor allem gutes Personal ist in der Königsklasse sowieso nur schwer zu bekommen.

 

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Formel 1 2019

Australien
Australien GP
17.03.
Bahrain
Bahrain GP
31.03.
China
China GP
14.04.
Aserbaidschan
Aserbaidschan GP
28.04.
Spanien
Spanien GP
12.05.
Monaco
Monaco GP
26.05.
Kanada
Kanada GP
09.06.
Frankreich
Frankreich GP
23.06.
Österreich
Österreich GP
30.06.
Großbritannien
Großbritannien GP
14.07.
Deutschland
Deutschland GP
28.07.
Ungarn
Ungarn GP
04.08.
Belgien
Belgien GP
01.09.
Italien
Italien GP
08.09.
Singapur
Singapur GP
22.09.
Russland
Russland GP
29.09.
Japan
Japan GP
13.10.
Mexiko
Mexiko GP
27.10.
USA
USA GP
03.11.
Brasilien
Brasilien GP
17.11.
VA Emirate
Abu Dhabi GP
01.12.
Anzeige
Anzeige