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"Es gibt nicht viel mehr, was wir tun können"

Trotz Red-Bull-Siegen: Hondas Formel-1-Zukunft ungeklärt

20.08.2019 15:42
Masashi Yamamoto (r.) jubelte 2019 bereits über zwei Honda-Siege
© MST
Masashi Yamamoto (r.) jubelte 2019 bereits über zwei Honda-Siege

Obwohl Honda aktuell die erfolgreichste Phase seit seinem Formel-1-Comeback im Jahr 2015 erlebt, steht aktuell noch nicht fest, ob die Japaner auch über 2020 hinaus in der Königsklasse aktiv sein werden.

Der aktuelle Vertrag mit Red Bull läuft am Ende der kommenden Saison aus. Angesichts der jüngsten Erfolge dürfte die Chance, auch 2021 in der Formel 1 zu bleiben, aber nicht so schlecht stehen.

"Es gibt nicht viel mehr, was wir tun können", erklärt Hondas Formel-1-Chef Masashi Yamamoto gegenüber "Motorsport-Total.com". Max Verstappen konnte in diesem Jahr die ersten beide Siege für Honda seit 2006 einfahren. Zudem stand der Niederländer mehrfach auf dem Podium und ist zur Sommerpause WM-Dritter. Laut Yamamoto läuft es für die Japaner aktuell "ziemlich planmäßig".

"Wir haben gesagt, dass wir Red Bulls Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr übertreffen wollen", erinnert er und erklärt: "Wir haben nicht gesagt, dass wir fünf Rennen gewinnen wollen. Aber wir wollen mehr Punkte holen als Red Bull im Vorjahr. Und vielleicht sind auch fünf Siege möglich." Die Aussage, 2019 fünf Rennen gewinnen zu wollen, stammt von Red Bulls Helmut Marko.

Tatsächlich steht Red-Bull-Honda aktuell bei 244 WM-Punkten. Vor einem Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt mit Partner Renault nur 223 Zähler. Bemerkenswert ist das vor allem deshalb, weil in diesem Jahr nur Verstappen gut punktete und Teamkollege Pierre Gasly in der ersten Saisonhälfte auf keinen grünen Zweig kam. Ab Spa wird der Franzose durch Alexander Albon ersetzt.

Yamamoto hebt "sehr gute Stimmung" bei Honda hervor

"Ich denke, es wird uns dazu ermutigen, weiterzumachen", erklärt Yamamoto im Hinblick auf die beiden Siege und die Position in der WM. Es herrsche bei Honda aktuell eine "sehr gute Stimmung", und auch in Japan insgesamt würden die Ergebnis gut aufgenommen. Trotzdem ist aktuell noch nicht klar, wann eine Entscheidung im Hinblick auf die Zukunft in der Formel 1 fallen wird.

"Wir diskutieren es innerhalb des Unternehmens", verrät Yamamoto und erklärt: "Aber wir können noch nicht genau sagen, wann wir [unsere Entscheidung] bekanntgeben werden." Ende 2008 war Honda letztmalig aus der Formel 1 ausgestiegen. Das Werksteam wurde damals von Ross Brawn übernommen, der mit der Truppe unter dem Namen Brawn GP 2009 Weltmeister wurde.

2015 kehrte man als exklusiver Motorenpartner von McLaren zurück, doch weil die Ergebnisse ausblieben, trennte man sich nach der Saison 2017 voneinander. Seit 2018 beliefert man Toro Rosso mit Motoren und seit dieser Saison auch das A-Team der Bullen.

 

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