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"Ich habe wirklich nichts gegen ihn"

"Eier-Affäre": Magnussen begräbt Kriegsbeil mit Hülkenberg

20.08.2019 10:02
Zwischen Hülkenberg und Magnussen flogen in der Vergangenheit die Fetzen
© Charles Coates, getty
Zwischen Hülkenberg und Magnussen flogen in der Vergangenheit die Fetzen

Spätestens seit dem Großen Preis von Ungarn 2017 ist das Verhältnis zwischen Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen im besten Fall angespannt. Die Fehde zwischen dem Deutschen und dem Dänen sorgte in den letzten zwei Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Magnussen hat dafür nur wenig Verständnis.

"Diese ganze Episode, und die Tatsache, dass ich heute noch danach gefragt werde, zeigt doch, was in dieser Medienwelt verkehrt läuft", blickte Magnussen im Interview mit "auto, motor, sport" auf seinen Zwist mit Nico Hülkenberg zurück.

"Ich kann nachvollziehen, dass die Leute auf solche Geschichten klicken. Aber wenn es damals nicht von Kameras aufgenommen worden wäre, würden Nico und ich heute gar nicht mehr darüber nachdenken", ist der Däne der Ansicht, dass das ganze Thema zu hoch gekocht wird.

Zur Erinnerung: Beim Großen Preis von Ungarn 2017 kam es im Rennen zu einer Kollision zwischen den beiden. Als Hülkenberg den Dänen nach dem Rennen zur Rede stellte, fauchte Magnussen vor laufenden Kameras zurück und sagte: "Lutsch mir die Eier!" Der Deutsche bezeichnete Magnussen daraufhin als "eklig" und "rücksichtslos". Er habe "einen guten Sprung in der Schüssel", urteilte der Emmericher, der mit seiner Meinung im Fahrerfeld nicht alleine dastand. 

"Noch niemanden gehört, der schlecht über ihn geredet hat"

Rund zwei Jahre später sieht Magnussen die ganze Geschichte entspannt. "Ich würde nicht sagen, dass wir eine Beziehung haben. Wir sind Gegner auf der Strecke. Wir sind keine Freunde. Natürlich habe ich vor seinen fahrerischen Leistungen großen Respekt. Er ist sehr talentiert, ein kompletter Fahrer. Ich habe wirklich nichts gegen ihn", beteuerte der Däne.

"Mein Schlusswort dazu ist einfach, dass mein Respekt vor Nico groß ist und ich nichts gegen ihn persönlich habe. Ich kenne ihn nicht als Mensch. Ich habe aber noch niemanden gehört, der schlecht über ihn geredet hat. Punkt", wollte der 26-Jährige das Kriegsbeil ein vor allemal begraben. 

Magnussen will auf die Nordschleife

Für die Formel 1 würde sich der Haas-Pilot in Zukunft vor allem eins wünschen: neue Strecken. "Es gibt so viele tolle Kurse auf der Welt, die uns deutlich mehr Spaß bringen würden. Nicht falsch verstehen: Wir haben schon ein paar gute Strecken im Kalender. Aber es gibt auch welche, die nicht zu den Besten gehören", erklärte Magnussen.

Eine Strecke, die er unbedingt fahren will, ist die legendäre Nordschleife: "Lasst uns das machen!" Auf die Nachfrage, wie es mit den ganzen Leuten aussieht, die vor zu großen Gefahren auf einer Strecke wie der Nordschleife warnen, entgegnete Magnussen in der für ihn typischen Art mit einem: "Ach, scheiß drauf!"

 

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