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Warum bekommt der FC Bayern seine Wunschspieler nicht?

Medien: Salihamidzic für Transfer-Pleiten mitverantwortlich

14.08.2019 13:09
Hasan Salihamidzic gab auf dem Transfermarkt nicht die beste Figur ab
© Christian Kaspar-Bartke, getty
Hasan Salihamidzic gab auf dem Transfermarkt nicht die beste Figur ab

Heftiger Gegenwind für Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Angeblich ist der Ex-Profi in gewissen Teil dafür verantwortlich, dass der deutsche Rekordmeister auf dem Transfermarkt bislang eine enttäuschende Figur abgab.

Unfreiwillig hat sich der FC Bayern in diesem Sommer in eine völlig neue Rolle begeben. Der Rekordmeister kassierte trotz großer Transfer-Versprechen und angekündigter Millionen-Investitionen mehr Ab- als Zusagen. Noch vor wenigen Jahren wäre dies undenkbar gewesen. Die Gründe für die Pleiten auf dem Transfermarkt sind vielfältig - einer davon soll Hasan Salihamidzic sein.

Wie die "Sport Bild" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, gab der Münchner Sportdirektor in diversen Verhandlungen in den letzten Monaten eine mehr als unglückliche Figur ab. So soll er zum Beispiel mitverantwortlich dafür gewesen sein, dass der Transfer des Engländers Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea) scheiterte.

Da der FC Bayern mit dem Management von Callum Hudson-Odoi hinter dem Rücken des FC Chelsea bereits eine Einigung erzielte, sollen die Blues so verstimmt gewesen sein, dass sie den Transfer platzen ließen. 

Salihamidzics offensives Werben um den 18-Jährigen hat die Sache offenbar noch schlimmer gemacht. Dabei soll der Sportdirektor Hudson-Odoi intern bereits als "nächsten 100-Millionen-Euro-Mann" angepriesen haben. 

Ließ Salihamidzic den Ziyech-Deal platzen?

Auch der Wechsel von Ivan Perisic wäre laut des Berichts beinahe geplatzt. Womöglich, weil Salihamidzic ein Treffen mit den Beratern des Kroaten während des Audi-Cups ablehnte. Der FC Bayern schaltete schließlich einen externen Berater ein, um den Deal dingfest zu machen. Auch beim Transfer von Lucas Hernández soll dieser Berater federführend gewesen sein. 

Zwar führe Salihamidzic mit vielen Klubs viele Gespräche, allerdings dauert die Entscheidungsfindung beim FC Bayern in diesen Tagen so lange, dass viele Berater und Spieler von einem Wechsel nach München Abstand nehmen. Dies soll unter anderem bei Hakim Ziyech (Ajax) der Fall gewesen sein. 

Direkt nach der folgenschweren Verletzung von Leroy Sané soll das Ziyech-Lager Salihamidzic noch einmal Verhandlungsbereitschaft signalisiert haben. Als sich Brazzo in den folgenden 24 Stunden nicht meldete, unterschrieb der Marokkaner einen neuen Vertrag in Amsterdam. 

Ganz ähnlich soll es derzeit auch bei Timo Werner (RB Leipzig) und Steven Bergwijn (PSV Eindhoven) laufen. Auch hier warten Spieler und Berater bislang vergeblich auf eine Rückmeldung aus München.

Hoeneß und Rummenigge wollen mehr Einfluss nehmen

Kurios liefen auch die Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und Marc Roca (Espanyol Barcelona). Laut "Sport Bild" gab es in Paris ein Geheimtreffen zwischen Salihamidzic und den Beratern Rocas. Obwohl der Spieler eine festgelegte Ablösesumme in seinem Vertrag stehen hat (40 Mio. Euro), war er dem FC Bayern nach dem Treffen auf einmal zu teuer. Dabei war die Ablöse schon im Vorfeld bekannt.

Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß sollen längst registriert haben, dass Salihamidzic in Verhandlungen nicht immer die besten Entscheidungen trifft. Aus diesem Grund wollen die beiden Bosse laut "Sport Bild" in Zukunft wieder mehr Einfluss auf das Transfergeschäft nehmen.

 

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