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BVB erzielt zweithöchsten Umsatz der Klub-Geschichte

Watzke: Verpasste Meisterschaft war eine Herausforderung

13.08.2019 12:58
Hans-Joachim Watzke sieht den BVB gut aufgestellt
© Martin Rose, getty
Hans-Joachim Watzke sieht den BVB gut aufgestellt

Für die kommende Saison und den Angriff auf Rekordmeister Bayern München sieht sich Borussia Dortmund gut aufgestellt. Auch finanziell sieht es hervorragend aus.

Joachim Watzke blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2018/19 zurück. Auch wenn die Verantwortlichen bei Borussia Dortmund sportlich die verpasste Meisterschaft zu verarbeiten hatten, die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahr sorgten an der Strobelallee für gute Laune. "Wir sind eine starke Marke. Wir sind in allen relevanten Gebieten in den Top 3", sagte Dortmunds Geschäftsführer am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz der GmbH & Co. KGaA des achtmaligen deutschen Meisters.

Im Geschäftsjahr 2018/19 erzielte der BVB den zweithöchsten Umsatz der Klub-Geschichte. Der Umsatz zwischen dem 1. Juli 2018 und 30. Juni 2019 betrug 489,5 Millionen Euro und damit 46,5 Millionen Euro weniger als im Rekordjahr 2017/18 (536,0 Millionen). Nach Steuern erzielte der BVB einen Gewinn von 17,4 Millionen Euro, der Umsatz stieg transferbereinigt um 56 Millionen.

Im Vorjahr hatten vornehmlich die Verkäufe von Ousmane Dembélé (für 105 Millionen Euro plus optionale Zusatzzahlungen zum FC Barcelona) und Pierre-Emerick Aubameyang (für 64 Millionen Euro zum FC Arsenal) für einen Transfererlös von 222 Millionen Euro gesorgt, in der vergangenen Saison belief sich der Erlös auf 120 Millionen.

"Ich glaube, dass wir es richtig angehen, wenn wir weiterhin konsequent den deutschen Markt vor uns sehen, aber natürlich auch den internationalen Markt und speziell Asien und Amerika bearbeiten", sagte Watzke. "Die USA-Reise war nicht nur sportlich, sondern auch in Gänze ein Erfolg", so der 60-Jährige.

Nach der knapp verpasste Meisterschaft sei es schon eine Herausforderung gewesen, damit umzugehen, fiel Watzkes Fazit der vergangenen Saison aus. "Wir haben unseren Kader auf eine für uns akzeptable Größe reduziert. Wir nähern uns immer mehr der Wunschgröße unseres Kaders an", so Watzke, der den BVB für die neue Spielzeit gut aufgestellt sieht.

Grundstein für kommende Saison laut Watzke gelegt

Man habe den Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt. "Wir haben eine gute Mannschaft, ein gutes Trainerteam, wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Saisonziele erreichen. Der Spannungskampf in der vergangenen Saison hat der Liga gut getan und wir werden alles versuchen, dass es diese Saison wieder so spannend wird", so Watzke.

Auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung wollen sich die Schwarz-Gelben noch deutlicher widmen. Dazu schafft der BVB in den kommenden Wochen einen neuen Bereich "Corporate Responsibility".

"Da sind alle gesellschaftlichen Themen angesiedelt, es wird auch ganz stark das Nachhaltigkeitsthema angegangen", so Watzke, der auch die Arbeit von Sportdirektor Michael Zorc lobte. Die Aktionäre des einzigen börsennotierten deutschen Fußball-Klubs erhalten wie im Vorjahr eine Dividende von sechs Cent pro Anteilsschein.


Die BVB-PK zum Nachlesen:

+++ Treß über das Merchandising +++

Auf eine Nachfrage, ob bei den Einnahmen im Merchandising das Ende der Fahnenstange schon erreicht sei, antwortet Treß: "Im letzten Jahr hatten wir eine sportliche nicht so tolle Saison. Das Merchandising hängt von hohem Maße vom sportlichen Erfolg ab. Jetzt lief es besser. Aber zu sagen, dass mit 30 Millionen Euro das Ende der Fahnenstange erreicht ist, wäre auch falsch."

+++ Weniger Transfereinnahmen +++

Bei den Transfers erwirtschaftete der BVB 102 Millionen Euro weniger Geld (zuvor 222,7 Millionen Euro). Dies liege vor allem am Dembélé-Transfer (zum FC Barcelona) aus dem Jahr 2017. Damals nahmen die Schwarz-Gelben 125 Millionen Euro für den Franzosen ein.

+++ Zahlen, Zahlen, Zahlen +++

Nun übernimmt BVB-Geschäftsführer Thomas Treß und führt durch die Bilanz. Da Borussia Dortmund in der vergangenen Saison wieder in der Champions League am Start war, stiegen die TV-Einnahmen um rund 45 Millionen Euro auf 167 Millionen Euro.

+++ BVB-Kader soll verkleinert werden +++

Bis zum Schluss der Transferperiode soll der Kader laut Watzke noch verkleinert werden. Der Grundstein sei gelegt. Den Rest müssten jetzt Trainer und Mannschaft erledigen.

+++ Watzke kommt zum Sportlichen +++

"Ich glaube nach der knapp verpassten Meisterschaft war es schon eine Herausforderung damit umzugehen. Nach dem Gladbach-Spiel hatten wir eine klare Kommunikationsstrategie. Und auch eine Transferstrategie. Michael Zorc hat da einen guten Job gemacht."

+++ 489,5 Millionen Euro Umsatz +++

Laut Hans-Joachim Watzke hat der BVB ein Eigenkapital von 355 Millionen Euro. Der Umsatz liegt bei 489,5 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 536 Millionen Euro. In der Zukunft möchte sich der Dortmund-Chef weiter auf den deutschen Markt konzentrieren. Aber auch Asien und die USA seien wichtig für die weitere Entwicklung.

+++ Watzke betritt die Bühne +++

Die Dortmunder Verantwortlichen sind bereit. Die Pressekonferenz kann starten.

 

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