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Die Scuderia ist unter dem neuen Teamchef noch ohne Sieg

Nach Ferrari-Durststrecke: Vettel urteilt über Binotto

13.08.2019 09:55
Sebastian Vettel lobt Mattia Binotto dafür, wie er mit der aktuellen Situation umgeht
© Lars Baron, getty
Sebastian Vettel lobt Mattia Binotto dafür, wie er mit der aktuellen Situation umgeht

Seine ersten Monate als Ferrari-Teamchef hatte sich Mattia Binotto sicher anders vorgestellt. Die Scuderia ist in der Saison 2019 bislang noch ohne Sieg und machte in der ersten Saisonhälfte mehrere vermeidbare Fehler.

Manchmal betraf das die Fahrer, manchmal das Team. Sebastian Vettel glaubt trotzdem, dass Binotto der richtige Mann ist, um Ferrari aus der aktuellen Krise zu führen.

Den bis heute letzten Formel-1-Sieg holte Ferrari im Oktober 2018 in Austin. Damals hieß der Teamchef noch Maurizio Arrivabene. "Ich denke nicht, dass es fair ist, beide miteinander zu vergleichen, weil jedes Jahr und jede Situation etwas anders ist", antwortet Vettel, als er gefragt wird, was sich unter dem neuen Teamchef verändert beziehungsweise verbessert habe.

Vettel: "Mattia schlägt sich sehr gut"

"Die Situation war nicht [...] leicht, wir haben nicht jedes Rennen gewonnen. Wir sind weit weg davon. Wir hatten nicht die erste Saisonhälfte, auf die wir gehofft hatten. Trotzdem ist das ganze Team fokussiert und ruhig geblieben", berichtet Vettel. Er lobt Binotto dafür, dass er es geschafft habe, trotz der schwierigen Situation "ruhig" zu bleiben. Das ganze Team sei motiviert, so schnell wie möglich Fortschritte zu machen.

"Einige Dinge passieren nicht über Nacht. Aber ich denke, wir verstehen ziemlich gut, wo das Auto steht", erklärt Vettel. Man habe mittlerweile eine klare Richtung gefunden, in die man gehen wolle. "Natürlich werden erst die kommenden Monate zeigen, ob wir die richtige Richtung gewählt haben. Aber ich denke, Mattia schlägt sich sehr gut und hält alle zusammen", so Vettel.

Ohnehin habe sich für den ehemaligen Technikchef nach seiner Beförderung gar nicht so viel geändert. "Seine Rolle ist eine andere als in der Vergangenheit", weiß Vettel. "Aber das Team ist der Organisation vor zwölf Monaten ganz ähnlich. Es hat sich nicht so viel geändert. Aber das finde ich positiv. Natürlich müssen wir uns verbessern. Wir müssen als Team stärker werden." Er traut Binotto zu, das zu schaffen.

Ferrari schon weit abgeschlagen

Umgekehrt spricht auch Binotto Vettel Rückendeckung aus - nimmt ihn aber auch in die Pflicht. "Er hat in den vergangenen Rennen Fehler gemacht - wie zum Beispiel in Silverstone", erinnert der Teamchef gegenüber "RTL" und ergänzt: "Wir müssen ehrlich zu ihm sein und sagen: Wir erwarten mehr von ihm und dass er vielleicht noch nicht so gut war, wie er es in der Quali schon war."

"Vielleicht überfährt er gerade das Auto, weil er die Performance des Wagens kompensieren möchte. Es ist aber nichts falsch daran, was er macht. Er versucht eben, alles rauszuholen", stellt Binotto klar und ergänzt: "Seine Pace war gut. Manchmal sind es auch keine Fehler, sondern es ist einfach Teil des Racings." Er ergänzt: "Er ist sehr entspannt und konzentriert, er wird einen Weg finden, die Dinge zu verbessern."

In der Konstrukteurs-WM liegt Ferrari bereits 150 Punkte hinter Mercedes. In der Fahrer-WM ist Vettel mit 94 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton aktuell nur Vierter. Teamkollege Charles Leclerc liegt noch einmal 24 Zähler dahinter. Seinen letzten GP konnte Vettel im August 2018 in Spa gewinnen. Das ist mittlerweile ein Jahr her.

 

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