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Würzburg kommt zwei Mal zurück in die Partie

Hoffenheim duselt sich im Elfmeterschießen in Runde zwei

10.08.2019 21:22
Hoffenheim ist mit Glück in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen
© Christian Kaspar-Bartke, getty
Hoffenheim ist mit Glück in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen

Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat seine Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals mit Glück gelöst und ein frühes Aus wie in den vergangenen Jahren nur mit Mühe verhindert. Die Mannschaft des neuen Trainers Alfred Schreuder kam beim Drittligisten Würzburger Kickers erst im Elfmeterschießen zu einem 5:4-Erfolg. Nach 120 Minuten hatte es 3:3 (2:2, 1:0) gestanden. Für die TSG war in den vergangenen vier Jahren spätestens in der zweiten Pokalrunde Endstation gewesen.

Eine Woche vor dem Bundesligastart bei Eintracht Frankfurt brachte Pavel Kaderabek die TSG in der 29. Minute gegen den lange biederen Drittliga-17. in Führung. Neuzugang Ihlas Bebou erhöhte zum 2:0 (54.). Hoffenheimer Nachlässigkeiten brachten Würzburg aber ins bis dahin einseitige Spiel zurück. Fabio Kaufmann (68.) und Albion Vrenezi (75.) per Foulelfmeter glichen aus. Dem eingewechselten Adam Szalai (99.) gelang in der Verlängerung vor 10.000 Zuschauern das 3:2 für den Erstligisten, Luca Pfeiffer (114.) traf aber erneut zum Ausgleich.


Mehr dazu: Die irre Partie zum Nachlesen im Liveticker!


Im Elfmeterschießen avancierte Oliver Baumann zum Matchwinner. Der TSG-Torhüter parierte gegen Kaufmann und Hendrik Hansen. Für die Kickers blieben 175.500 Euro als Trostpflaster.

Schreuder lobt Rudy

Schreuder bot in der Startelf neben Bebou die Rückkehrer Sebastian Rudy, Steven Zuber und Vincenzo Grifo auf. Vor allem auf dem 27-maligen Nationalspieler Rudy ruhten die Hoffnungen. "Er ist ein wichtiger Spieler für uns", sagte Schreuder vor der Partie.

Rudy wurde von Beginn an entsprechend gesucht. Er leitete auch die erste dicke Chance des Erstligisten ein. Seinen Schuss konnte Kickers-Torwart Eric Verstappen nur abklatschen, Benjamin Hübner verwertete den Abpraller jedoch nicht (12.).

Hoffenheim blieb gegen die zunächst harmlosen Unterfranken deutlich überlegen und hatte durch Stefan Posch und Bebou weitere gute Chancen - ehe Kaderabek per Kopf aus kurzer Distanz traf. Verstappen hatte zuvor noch gegen Hübner glänzend reagiert, kurz vor der Pause parierte er zudem noch einen Schuss von Zuber.

Nach dem Wechsel änderte sich wenig. Die TSG hatte das Spiel fest im Griff. Den Kickers fehlten zunächst die Mittel, um die Gäste in Verlegenheit zu bringen. Nach Pass von Rudy machte Bebou, der von Hannover kam, mit einem strammen Schuss scheinbar alles klar. Danach wachte Würzburg jedoch auf, eingeladen durch die TSG, die nun allzu lässig versuchte, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Dominik Widemann (79.) hatte sogar die Riesenchance zum 3:2 für die Kickers.

In der Verlängerung legte Bebou Sturm-Kollege Szalai den dritten Treffer auf. Würzburg steckte aber nicht auf und vergab durch Widemann (108.) und Pfeiffer (109.) zunächst große Chancen zum erneuten Ausgleich. Pfeiffer machte es dann sechs Minuten vor dem Ende per Kopf nach einer Ecke besser. Es kam zum Krimi vom Punkt, mit dem besseren Ende für den Favoriten.

 

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