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"Wir hatten vier tolle Rennen, danke, aber ..."

Verstappen und Red Bull als "Retter"? Steiner zweifelt

10.08.2019 11:38
Günther Steiner will den Tag nicht vor dem Abend loben
© Mark Thompson, getty
Günther Steiner will den Tag nicht vor dem Abend loben

Die letzten vier Formel-1-Rennen hatten alles, was das Herz eines jeden Motorsport-Fans begehrt. Auch die kommenden Grands Prix versprechen jede Menge Action. Hat sich die Langeweile-Diskussion in der Königsklasse damit erledigt? Darüber gehen die Meinungen im Paddock auseinander.

Ob Österreich, Großbritannien, Deutschland oder Ungarn: Seit einigen Wochen werden die Formel-1-Fans mit fantastischen Rennen und großartiger Action verwöhnt. Die Frage, ob die Formel 1 nicht doch zu langweilig ist, scheint für manche Experten damit schon beantwortet.

"Es sind diese großartigen Rennen wie in Ungarn, die die Fans sehen wollen", schwärmt nicht nur Red-Bull-Boss Christian Horner vom letzten Rennen vor der Sommerpause.

"Die letzten vier Rennen waren fantastisch. Mit Blick auf die kommenden Strecken werden wir hoffentlich noch mehr davon bekommen. [...] Die Zukunft sieht gut aus", meinte der Brite, der vor allem Max Verstappen den größten Anteil daran zusprach, dass die Königsklasse wieder spannend geworden ist.

"Gott sei dank gibt es Max Verstappen und Red Bull in der Formel 1, sonst wäre es eine ziemlich langweilige Show", urteilte der Red-Bull-Teamchef.

Steiner mahnt: "Ja, wir hatten vier tolle Rennen, danke, aber ..."

Ganz so positiv sieht Haas-Boss Günther Steiner die aktuelle Lage allerdings nicht. "Nur weil wir vier gute Rennen hatten, ist jetzt nicht auf einmal alles gut. [...] Wir müssen die Formel 1 im Großen und Ganzen immer noch besser machen und für ausgeglichene Voraussetzungen sorgen", mahnte der Südtiroler. 

"Wir hatten jetzt vier gute Rennen, aber es gibt auch immer das Risiko, dass wir jetzt vier schlechte Rennen haben werden. Und dann beschweren wir uns wieder. [...] Man sollte das große Bild im Auge behalten. Ja, wir hatten vier tolle Rennen, danke, aber wir wollen 21 oder 22 davon", sagte Steiner.

Die Grundvoraussetzung für spannende Rennen ist in Steiners Augen ein Budget auf Augenhöhe. "Das wird nicht alle Probleme lösen, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Darauf aufbauend sollten wir die Jungs mehr gegeneinander racen lassen", sieht der Haas-Chef direkt noch einen Ansatzpunkt, der die Formel 1 wieder unterhaltsamer machen würde. 

 

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