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Ausflug mit Nervenkitzel: Lange schlägt sich achtbar

04.08.2019 13:20
Zeigte sich im Berlin den deutschen Triathlon-Fans: Patrick Lange (M).
© dpa
Zeigte sich im Berlin den deutschen Triathlon-Fans: Patrick Lange (M).

Nach dem Nervenkitzel mit fehlendem Rad und Gepäck bei der Ankunft in Berlin fiel das Fazit von Ironman-Weltmeister Patrick Lange am Ende eines spektakulären Ausflugs auf die Sprintdistanz uneingeschränkt positiv aus.

Die Ehrenrunde auf dem Olympischen Platz ließ er sich nach seinem Kurzauftritt auch nicht nehmen, er zog die Kappe und applaudierte den begeisterten Zuschauern. "Es war von vorne bis hinten hart und komplett ungewohnt", sagte Lange: "Aber ich bin absolut zufrieden. Ich habe gezeigt, dass ich auf meine alten Tage mit den Jungs noch gut mithalten kann."

Deutscher Meister wurde in 54:55 Minuten über 750 Meter Schwimmen, 21,6 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen Valentin Wernz nach einem Zielsprint vor Jonas Schomburg. Auf Rang drei kam Maximilian Schwetz. Lange schaffte es mit knapp anderthalb Minuten Rückstand als Gesamt-25. ins Ziel. Schon auf den letzten Metern lächelte er wieder, und hob den Arm zum Dank an die zahlreichen jubelnden Menschen am Streckenrand. "Spaß gemacht hat es allemal", sagte Lange.

56:14 Minuten benötigte der Ironman-Champion der vergangenen beiden Jahre. Ein Klacks? Alles andere! "So hart, wie ich mich belastet habe, könnte ich mich im Training gar nicht quälen", meinte Lange, der sich in der Vorbereitung auf seine Saisonhöhepunkte mit der WM über die halbe Ironman-Distanz (1,9/90/21,1) am 7. September in Nizza und den Ironman auf Hawaii am 12. Oktober befindet.

Auch deswegen hatte er vor seinem Berlin-Trip noch einen Leistungstest in Frankfurt/Main absolviert. Als der gebürtige Hesse, der mittlerweile in Salzburg lebt, am Freitag in der Hauptstadt ankam, war sein Gepäck nicht dabei. Auch der Radkoffer nicht. Erst am Samstagabend kam beides an. Das Rennen konnte losgehen.

Im 24 Grad warmen Wasser verlor Lange mit seiner goldenen Badekappe zunächst 43 Sekunden auf die Spitze. Auf den wenigen Radkilometern machte Lange Druck, er führte die Verfolgergruppe phasenweise an, fand aber keine Verbündeten, um den Rückstand auf die Führenden weiter zu verkürzen. Anders als beim Ironman war Windschattenfahren erlaubt.

Lange wollte in seinen Grenzbereich auf der kurzen Distanz. Vor den Augen seines Trainers Faris Al-Sultan, der gleichzeitig auch der Bundestrainer in der Deutschen Triathlon-Union ist, schonte er sich nicht.

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