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Personalsorgen bugsieren Badstuber in die Startelf

02.08.2019 13:26
Rückt für das Spiel gegen Heidenheim in die Startelf: Holger Badstuber. Foto: Gerd Maiß
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Rückt für das Spiel gegen Heidenheim in die Startelf: Holger Badstuber. Foto: Gerd Maiß

Wie stark Holger Badstuber an guten Tagen noch sein kann, zeigte er Ende Mai im Relegationsrückspiel des VfB Stuttgart bei Union Berlin.

Nachdem der 30-Jährige schon Mitte der ersten Halbzeit mit seinem damaligen Innenverteidiger-Kollegen Ozan Kabak zusammengeprallt war, spielten beide mit Kopfverband weiter. Dennoch gehörte Badstuber zu den Besten auf dem Platz.

Er konnte beim 0:0 zwar nicht den dritten Bundesliga-Abstieg des VfB verhindern, hinterließ aber persönlich ein positives Zeichen. Das Problem: Es war eines von nur sehr wenigen in den vergangenen Monaten. Meistens stand der frühere und sehr verletzungsanfällige Nationalspieler in der Bundesliga gar nicht auf dem Platz. 2013 mit dem FC Bayern noch Champions-League-Sieger, ist Badstuber in Stuttgart zur Randfigur geworden - nun in der Zweiten Liga.

Als sich Marcin Kaminski beim 2:1-Auftaktsieg gegen Hannover 96 nach einer guten halben Stunde verletzte, wechselte Trainer Tim Walter nicht Badstuber, sondern den von Bayern München II gekommenen Maxime Awoudja ein und begründete das mit "Tempo" und "Unbekümmertheit" des 21-Jährigen. Für Badstuber war das ein weiterer Rückschlag.

Badstuber? "Jetzt ist er wieder dabei. Fertig."

Nun sind Walter vor dem schwäbischen Duell beim 1. FC Heidenheim am Sonntag (13:30 Uhr) aber die zentralen Abwehrspieler ausgegangen, nachdem er in der Saisonvorbereitung auf dieser Position noch ein Überangebot hatte. Kaminski fällt mit einem Kreuzbandriss lange aus, Timo Baumgartl wechselte zur PSV Eindhoven, Awoudja sah gegen Hannover die Gelb-Rote Karte.

Da auch Nachwuchstalent Luca Mack nach einer Roten Karte bei den U19-Junioren eine Sperre absitzt, ist neben Marc Oliver Kempf nur noch Badstuber übrig geblieben. Gegen Heidenheim steht er mal wieder in der Startelf. In der Saisonvorbereitung habe er es "gut gemacht", sagte Walter am Freitag. "Jetzt ist er wieder dabei. Fertig."

Dabei hätte Badstuber den VfB im vergangenen Jahr beinahe wieder verlassen, nachdem er in der Saison 2017/2018 noch zu den stärkeren VfB-Profis gezählt hatte. Sein Ziel war ein Club, der in der Champions League spielt. Doch als sich offenbar kein passendes Angebot fand, blieb er am Neckar. Dass ihn Michael Reschke mit einem neuen und üppig dotierten Dreijahresvertrag ausstattete, haben dem früheren Sportvorstand später viele übel genommen.

Denn der nicht mehr allzu schnelle Badstuber konnte nicht mehr entsprechend liefern - und machte sich mit seinem noch aus Bayern-Zeiten stammenden ausgeprägten Selbstwertgefühl nicht nur Freunde in der Mannschaft. Schon unter Walters Vorvorgänger Markus Weinzierl war Badstuber halbwegs unten durch gewesen. Wird er nun versuchen, den VfB noch in dieser Transferperiode zu verlassen? Eine Garantie, dass er bleibt, konnte Tim Walter nicht geben. Sicher aber ist, dass der Verein für die Innenverteidigung noch eine Verstärkung sucht.

 

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Tabelle

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1VfB StuttgartVfB StuttgartVfB Stuttgart642011:7414
2Hamburger SVHamburger SVHamburger SV541013:31013
3Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeld633014:8612
4SpVgg Greuther FürthSpVgg Greuther FürthGr. Fürth63219:7211
5SV SandhausenSV SandhausenSandhausen63127:5210
6VfL OsnabrückVfL OsnabrückOsnabrück53029:459
7Karlsruher SCKarlsruher SCKarlsruhe630310:12-29
81. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim622211:928
9Erzgebirge AueErzgebirge AueAue52217:618
10Jahn RegensburgJahn RegensburgRegensburg621312:937
111. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnberg52126:9-37
12FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli51228:10-25
13Dynamo DresdenDynamo DresdenDresden51227:9-25
14Hannover 96Hannover 96Hannover 9661236:9-35
15SV Darmstadt 98SV Darmstadt 98Darmstadt51223:6-35
16Holstein KielHolstein KielHolstein Kiel61235:10-55
17VfL BochumVfL BochumBochum50238:12-42
18SV Wehen WiesbadenSV Wehen WiesbadenSV Wehen60157:18-111
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