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Mittelfeldmann über seine größte Schwäche und Ex-Coach Klopp

Gladbach zu brav? Hofmann fordert mehr Mentalitätsspieler

25.07.2019 08:21
Jonas Hofmann steht mit Gladbach wenige Wochen vor dem Saisonstart
© Maja Hitij, getty
Jonas Hofmann steht mit Gladbach wenige Wochen vor dem Saisonstart

Jonas Hofmann peilt mit dem Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach eine erfolgreiche Spielzeit 2019/2020 an. Noch sieht der Mittelfeldmann aber großen Nachholbedarf in Sachen Mentalität bei seiner Truppe und bei sich selbst.

"Ich bin manchmal ein wenig zu brav. Das würde ich gerne ablegen", so der 27-Jährige im Gespräch mit dem "kicker". Hofmann präzisierte seine als Schwäche empfundene Charaktereigenschaft: "Vor allem auf dem Platz. Das ist doch häufiger mal das Thema bei uns: Dass unsere Mannschaft aus ziemlich vielen braven Spielern besteht, und es deshalb ganz gut wäre, wenn wir auch ein, zwei andere Typen auf dem Rasen hätten."

Allerdings bringt die derzeitige Zusammensetzung des Teams auch positive Effekte mit sich, wie Hofmann betonte: "Unser Teamgeist bei Borussia ist außergewöhnlich. Wir verstehen uns untereinander alle sehr gut. In meinen Augen ist das ebenfalls eine wichtige Komponente, wenn man erfolgreich sein will."

Gleichzeitig hofft der Ex-Dortmunder darauf, an seine Leistungen aus der letzten Hinrunde anknüpfen zu können. Da spielte Hofmann nämlich die wohl beste Halbserie seiner Karriere und etablierte sich als wichtige Stütze im Mittelfeld des VfL.

Rose im Vergleich zu Ex-Coach Klopp: "Gibt sehr große Parallelen"

Auf welcher Position ihn sein neuer Coach Christian Rose letztlich einplanen wird, weiß der flexibel einsetzbare Hofmann selbst noch nicht genau. Er sei aber für alles offen, wie er selbst betonte: "Auf der Zehn kommt man sicherlich noch häufiger in die Abschlusssituationen, ist öfter an den Toren beteiligt. Auf der Acht hat man das Spiel etwas mehr vor sich, was mir sehr liegt. Warten wir ab, wie der Trainer plant."

Die Arbeit unter Chefcoach Rose erinnert Hofmann im Übrigen sehr an seine bisher erfolgreichsten Jahre in der Bundesliga, als er zwischen 2012 und 2015 unter Jürgen Klopp beim BVB spielte - in erster Linie, was die Arbeit gegen den Ball anbelangt: "Es gibt Ähnlichkeiten, teilweise sogar große Parallelen. Man findet bestimmt Videos mit Szenen, die man wie eine Schablone übereinanderlegen kann, um den Pressingansatz von Jürgen Klopp und Marco Rose zu beschreiben."

Bleibt abzuwarten, ob die Gladbacher mit ihrer neuen Spielidee ähnlich erfolgreich spielen werden wie die andere Borussia aus Westfalen, bei der das energische Mittelfeldpressing unter Jürgen Klopp einst ein Markenzeichen war.

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