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Karlsruhe, Osnabrück und Wehen sind gekommen um zu bleiben

Zurück auf der Bühne 2. Liga: Bloß nicht nur für ein Jahr!

23.07.2019 11:13
Der KSC will sich direkt in der 2. Liga etablieren
© Alexander Scheuber, getty
Der KSC will sich direkt in der 2. Liga etablieren

Der Karlsruher SC kennt die zweite Liga noch gut. Der VfL Osnabrück kommt, um zu bleiben. Der SV Wehen Wiesbaden will seine zweite Chance nutzen.

Das mit dem Ur-Motto jeglicher Aufsteiger ist so eine Sache. Gekommen, um zu bleiben - das haben sich der Karlsruher SC, der VfL Osnabrück und der SV Wehen Wiesbaden in der 2. Fußball-Bundesliga auch wieder felsenfest vorgenommen. Die Aufsteiger des Vorjahres allerdings haben die Liga, in der das Trio sich mit aller Macht etablieren will, längst wieder verlassen: der 1. FC Magdeburg nach unten, der SC Paderborn nach oben.

"Wir wissen, was wir können, wir wissen aber auch: In der neuen Liga müssen wir uns alle steigern", sagt KSC-Trainer Alois Schwartz. "Das Trainerteam, der Spielerkader - alle, um ein Jahr später wieder in dieser Liga auflaufen zu können." Paderborn wäre als Vorbild wohl doch etwas zu hoch gegriffen.

Karlsruhe sieht sich gut aufgestellt

Der Traditionsverein KSC, Gründungsmitglied der Bundesliga sowie Ausbildungsverein von Oliver Kahn, spielte zuletzt in der Saison 2016/17 zweitklassig und sieht sich gut aufgestellt. Als einziger Aufsteiger nahm der Klub für seine bisher sechs Neuverpflichtungen Geld in die Hand und investierte unter anderem 300.000 Euro in Marco Djuricin. Der österreichische Angreifer sammelte bei Jahn Regensburg Erfahrung in der zweiten Liga und gewann mit Red Bull Salzburg zweimal das Double.

Leistungsträger ist auch und besonders Drittliga-Torschützenkönig Marvin Pourie - wenn er bleibt. "Er hat von uns die Plattform bekommen. Er hat es auch zurückgegeben. Und deswegen glaube ich nicht, dass Marvin sich noch verändern wird", sagte Schwartz dem "SWR".

Zum Saisonstart geht es für die Badener im Härtetest gegen Mitaufsteiger Wehen. Die Hessen setzen mit insgesamt elf Neuzugängen auf ihre Offensivstärke und ihr schnelles Umschaltspiel nach Ballgewinn. Erheblichen Nachholbedarf hat die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm hingegen in der Defensive. Auch vermisst der 40-Jährige noch die nötige Laufbereitschaft und Zweikampfhärte.

"Liga-Hopping" soll sich nicht wiederholen

Nachdem er die Hessen aus dem Abstiegskampf führte und zum Aufsteiger formte, soll die Erfolgsgeschichte nun fortgeschrieben werden. "Ich brenne auf die Chance", sagte Rehm im Gespräch mit hr-sport. Nach einer glücklosen Zweitliga-Zeit als Coach von Arminia Bielefeld 2016 will er es mit Wiesbaden im zweiten Anlauf besser machen.

Ähnliches gilt auch für den überraschenden Drittligameister Osnabrück. Nach acht Jahren in der dritten Liga "wollen wir die zweite Liga bereichern", sagte Chef-Trainer Daniel Thioune dem "NDR". Ein Liga-Hopping wie in den 2000er-Jahren soll sich bei den Niedersachsen nicht wiederholen. Ambitioniert kündigte der zum Drittliga-Trainer des Jahres gewählte Thioune an: "Wir sind gekommen, um zu bleiben."

Zuversichtlich stimmt ihn dabei die Zusammenstellung seines Kaders. Basierend auf den Leistungsträgern der Aufstiegssaison verpflichtete der Klub neun Spieler. "Wir sind jetzt schon ein unglaublich gefestigtes Team, das Spaß hat, miteinander zu arbeiten", sagte Kapitän Marc Heider. Verstärkung soll es bis Anfang September zudem in der Abwehr geben.

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