Anzeige

Sensationelle Aufholjagd von Marco Wittmann

Rockenfeller gewinnt 2. Rennen - Rast "frustriert"

21.07.2019 14:34
Mike Rockenfeller gewinnt das zweite DTM-Rennen in Assen
© Alexander Hassenstein, getty
Mike Rockenfeller gewinnt das zweite DTM-Rennen in Assen

René Rast schüttelte genervt den Kopf und beobachtete die Siegerehrung mit finsterer Miene. Der DTM-Spitzenreiter hatte im niederländischen Assen seinen vierten Erfolg im zehnten Saisonrennen schon vor Augen - doch der starke Verschleiß seiner Reifen machte dem Audi-Piloten einen Strich durch die Rechnung. Und so triumphierte am Ende Markenkollege Mike Rockenfeller (Neuwied).

"Es ist sehr frustrierend und extrem schade. Das wären schöne Punkte für die Meisterschaft gewesen", sagte Rast, der immerhin noch den fünften Platz ins Ziel rettete, bei "Sat.1": "Man meint, man hat alles unter Kontrolle und versucht, die Reifen zu schonen. Doch plötzlich gibt es einen extremem Leistungsabfall. Wir müssen jetzt herausfinden, woran das gelegen hat. Am Ende war es Schadensbegrenzung."

Als schwacher Trost blieb, dass Rast in der Gesamtwertung weiterhin vorn liegt. Doch sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Nico Müller (Schweiz/Audi) schmolz auf 22 Zähler zusammen. Marco Wittmann (Markt Erlbach), der das Rennen am Samstag gewonnen hatte, liegt 40 Punkte hinter Rast auf Platz drei.

Der mit Abstand stärkste Fahrer bei der DTM-Premiere in Assen war Wittmann. Der Ex-Meister ließ seinem Samstagssieg am Sonntag eine spektakuläre Aufholjagd folgen, die ihm vom letzten Startplatz aufs Treppchen führte. "Es war krass. Ich bin mit extrem viel Wut losgefahren", sagte der BMW-Pilot, der im Qualifying von technischen Problemen ausgebremst worden war: "Wir können sehr zufrieden sein."

Im Rennen war einzig Mike Rockenfeller schneller als Wittmann, der Audi-Pilot feierte seinen ersten Saisonsieg und den ersten DTM-Erfolg seit 2017. Dritter wurde Müller vor dem Südafrikaner Jonathan Aberdein (Audi).

"Es ist toll und schön, endlich mal wieder zu gewinnen. Das Rennen war der Hammer. Ich bin sehr stolz, ein toller Tag. Ich werde das mit meinem Team genießen", sagte Rockenfeller und kündigte an, den Siegerpokal seinen Söhnen zu schenken: "Am Ende ging es eigentlich nur darum, die Reifen am Leben zu halten. Das war am Limit für alle."

Am Samstag hatten in Assen noch ganz andere Bedingungen geherrscht. Bei starkem Regen wurde das Rennen erst hinter dem Safety Car gestartet, und auch danach rutschten die Fahrer immer wieder von der Strecke. Wittmann ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, am Ende triumphierte er vor Müller und Rast. "Das war grandios", sagte Wittmann: "Wir schauen weiter von Rennen zu Rennen und konzentrieren uns erst einmal darauf, die Lücke nach vorne zuzufahren." Noch stehen acht Rennen auf dem Programm, die nächsten beiden am 10./11. August in Brands Hatch.

 

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige