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"Wir brauchen jetzt nicht von Platz 4 oder 5 zu reden"

Wagner: "Kein Geheimnis, dass es Schwierigkeiten gab"

18.07.2019 09:05
Sieht auf Schalke noch eine Menge Arbeit: David Wagner
© Christof Koepsel, getty
Sieht auf Schalke noch eine Menge Arbeit: David Wagner

Für den neuen Trainer David Wagner ist der Erfolgsdruck beim FC Schalke 04 auch nicht größer als bei seinem letzten Klub Huddersfield Town.

"Dort war ich in meiner Funktion für sämtliche Themen verantwortlich, mindestens aber stark eingebunden", sagte er dem "kicker".

Der große Unterschied sei die Arbeitsteilung. "Auf Schalke sind die Lasten ganz anders verteilt, was ich als Segen empfinde", erklärte Wagner, der in Gelsenkirchen einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat.

Die Königsblauen will er nach einem Katastrophenjahr wieder in ruhigere Fahrwasser führen. Nach dem Fast-Abstieg soll ein solides Fundament geschaffen werden.

"Wir sind gut beraten, wenn wir erst einmal schauen, wo wir gerade herkommen. Schalke ist 14. geworden und hatte lange Schweißperlen auf der Stirn. Wir brauchen jetzt nicht von Platz 4 oder 5 zu reden. Es geht darum, aus der Vorsaison zu lernen", so Wagner, der sich nicht auf eine Wunschplatzierung festlegen wollte.

Neue Transferphilosophie beim FC Schalke

Auch wenn er erst seit wenigen Wochen im Amt ist, hat der neue Coach durchaus Defizite festgestellt. Diese Problemzonen sollen in den verbleibenden Wochen bis zum Saisonstart ausgemerzt werden.

"Es ist kein Geheimnis, dass es Schwierigkeiten gab und dass manche statistischen Werte alles andere als zufriedenstellend waren. Ich halte es allerdings für falsch, jetzt auf einzelne Spieler zu schimpfen. Mein Ansinnen ist es, jeden einzelnen zu unterstützen. Da gibt es sehr viele Ansatzpunkte", sagte Wagner.

Mit welchem Personal die Knappen zum ersten Pflichtspiel beim SV Drochtersen/Assel reisen, ist derweil noch unklar. Ein halbes Dutzend Profis soll noch abgegeben werden, im Gegenzug Verstärkungen für verschiedene Mannschaftsteile kommen. Für die Defensive haben die Schalker offenbar Benjamin Henrichs von der AS Monaco im Blick.

Durchgewunken werden Transfers in Zukunft freilich nur noch, wenn Wagner, Sportvorstand Jochen Schneider und der Technische Direktor Michael Reschke einer Meinung sind. "Das ist absolut richtig, wichtig und zeitgemäß. Wir pflegen einen intensiven, kritischen und offenen Austausch. Ein solches Teamwork schafft Qualität und Stärke", so Wagner.

Wagner bestätigt: Schalke will Nübel unbedingt halten

Auch zur Zukunft des umworbenen Schalke-Keepers Alexander Nübel äußerte sich der Deutsch-Amerikaner. Am derzeitigen Torwart-Trio, bestehend aus Neuzugang Markus Schubert, Michael Langer und Nübel, will er unbedingt festhalten.

"Wir sind auf dieser Position herausragend gut besetzt", stellte Wagner fest, der gemeinsam mit seinen Kollegen versuchen will, "mit Alexander den Vertrag zu verlängern. Es ergäbe für uns wenig Sinn, ihn in diesem Sommer abzugeben."

Hintergrund: Das Arbeitspapier des U21-Nationaltorhüters endet im kommenden Sommer. Dem Vernehmen nach zeigt Rekordmeister Bayern München großes Interesse an einer Verpflichtung des Youngsters.

 

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